Clubiona: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 8. August 2010, 16:55 Uhr
| Clubiona Latreille, 1804 |
|---|
| Echte Sackspinnen |
| Clubiona terrestris Westring, 1851 |
| Systematik |
| Ordnung: Araneae (Webspinnen) |
| Familie: Clubionidae (Sackspinnen) |
| Weitere Informationen |
| LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidergen:02215 |
Typusart: Clubiona pallidula (Latreille, 1804) (World Spider Catalog 2020)
Clubiona ist eine artenstarke Gattung der Familie Clubionidae (Sackspinnen). Sie umfasst weltweit knapp 450 Arten und Unterarten (Stand 2010). (World Spider Catalog 2020)
Körperbau und Aussehen
Die Arten der Gattung Clubiona haben einen länglichen, etwas abgeflachten Körperbau. Der Kopf ist breit (> halbe Prosoma-Breite) und die Cheliceren kräftig. Das Opisthosoma ist spindelförmig und läuft hinten sehr spitz zu.
Die Beinformel ist 4213. Die Vorderbeine sind relaitiv kurz. Die Tarsen des 1. und 2. Beinpaars stehen in einer Linie mit den Metatarsen.
Clubiona-Arten sind meist hell gelblich bis rötlich gefärbt und besitzen bis auf ein schwach ausgeprägtes Herzmal keine Zeichnung. Nur wenige Arten (z.B. C. comta oder C. corticalis) besitzen auch im hinteren Teil des Opisthosomas ein ausgeprägtes Muster.
Lebensraum
Clubiona-Arten sind sowohl in krautiger Vegetation, als auch in Büschen und Bäumen zu finden. Ihre Wohngespinste legen sie oft unter loser Rinde an. Am Boden oder in der Laubstreu sind sie weniger zuhause.
Lebensweise
Die Arten der Gattung sind nachtaktiv und streifen auf der Suche nach Beute in der Vegetation umher. Dabei wird das 1. Beinpaar als „Fühler“ vor dem Körper hergetragen.
Die Tiere reagieren sehr sensibel auf feinste Luftbewegungen oder Erschütterungen. Für den Fall eines Angriffs durch wehrhafte Insekten oder andere Spinnen hat Clubiona ein interessantes Fluchtverhalten entwickelt: Sie retten sich durch einen plötzlichen Sprung, der meist nach oben oder hinten ausgeführt wird. Danach hängt die Spinne einige Zentimeter weit entfernt an ihrem Sicherheitsfaden in der Vegetation oder landet auf einem anderen Blatt und ist damit vorerst aus der Gefahrenzone. Ihr Sprungvermögen ist erstaunlich und – wenn auch nicht so gezielt – nur mit dem der Springspinnen vergleichbar (auch die Cheiracanthium-Arten reagieren auf feindliche Annäherung manchmal mit einem kleinen Satz).
Mitteleuropäische Arten
In Mitteleuropa wurden bisher 31 Arten nachgewiesen: (Blick 2004)
Quellen
- Blick T [Koord.] (2004): Checkliste der Spinnen Mitteleuropas. Checklist of the spiders of Central Europe. (Arachnida: Araneae). Arachnologische Gesellschaft e. V.
- World Spider Catalog (2020): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch, doi:10.24436/2.