Pseudoskorpion-Schlüssel

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Versuch der Implementation des Pseudoskorpion-Schlüssel nach Mahnert und Muster, wie er auf dem AraGes-Kongress im Oktober 2016 im Rahmen eines Workshops vorgestellt wurde. Dieser Schlüssel behandelt nur Arten aus Deutschland (DE) und Österreich (AT).

Der Einstieg (A) ist nur für Tiere aus Deutschland konzipiert. Österreichische Pseudoskorpione sind im Wesentlichen mit dem Schlüssel von Mahnert beschrieben; dieser beginnt in Abschnitt (1).

Schlüssel nach Muster und Mahnert

Einsprungverzeichnis

Schlüssel

A Reife prüfen. 4 Trichobothrien am beweglichen Palpenfinger → B
Unterseite Palpenschere-reife.jpg
- Tier im Nymphenstadium. Nur für Profis! Vergleiche aber Microbisium, Larca, Cheiridiidae
B Abdominaltergite geteilt → K
C Abdominaltergite ungeteilt → D
D Cephalothorax kaudal verjüngt → G
E Cephalothorax kaudal nicht verjüngt → F
F Zwei paar Augen => Neobisium → 19*
- Ein paar Augen → Roncus
- Ohne Augen → Syarinus
G Ohne Augen → Mundochthonius
- 2 Paar Augen → H
H Palpenschere dorsal gleichmäßig gewölbt → Chthonius s. str.
- Palpenschere mit Einsenkung → Ephippiochthonius
- Hand beulenartig verdickt → Chthonius poeninus
K Ohne Linsenaugen → L
- Augen < 1,5 mm → Cheiridiidae
Augen 1,7–2,1 mm → Larca lata
Augen > 2,5 mm → Cheliferidae
L Ohne Tastborste auf Tarsus Ⅳ → ?
Alternative B → Art2
Alternative B → Art2
Alternative B → Art2
1 Alle vier Laufbeine mit gleicher Tarsengliederzahl, ihre Coxen niemals mit Coxaldornen; ein oder beide Palpenfinger mit Giftapparat → 18
1* Die Laufbeine mit ungleicher Tarsengliederzahl, die beiden vorderen Beinpaare mit je einem, die beiden hinteren mit je zwei Tarsengliedern (Chthoniidae); Palpenfinger ohne Giftapparat → 2
2 Coxaldornen nur auf den Coxen des 2. Beinpaares vorhanden → 3
2* Coxaldornen auf den Coxen des 2. und 3. Beinpaares vorhanden → 4
3 Zwei Augenpaare reduziert, jedoch deutlich erkennbar; Carapax mit 16 derben Borsten (zwei am Hinterrand); fester Scherenfinger mit 54, beweglicher Finger mit 57 Marginalzähnen → Mundochthonus alpinus
3* Augen fehlen vollständig; Carapax mit 18 Borsten (zwei am Hinterrand); fester Scherenfinger mit 40, beweglicher Finger mit 44 Marginalzähnen → Mundochthonus styriacus
4 Palpenhand mit gleichmäßig gewölbter Dorsalfläche (Lateralansicht) → 5
4* Palpenhand mit distal sattelförmig eingesenkter Dorsalfläche (Lateralansicht) → 15
5 Zähne der Palpenfinger klein, stumpf und dicht gedrängt; Carapax kaudalwärts nur schwach verengt → 6
5* Zähne der Palpenfinger größer, spitzig und meist deutlich getrennt stehend; Carapax kaudalwärts meist stärker verengt → 8
6 Carapax mit 4 Hinterrandborsten; Tasthaar sb des beweglichen Palpenfingers von st höchstens 1,5 mal weiter entfernt als von b → Chthonius alpinus
6* Carapax mit 2 Hinterrandborsten; Tasthaar sb des beweglichen Palpenfingers von st doppelt so weit entfernt wie von b → 7
7 Palpenhand nicht dunkler als die übrigen Glieder; Carapax mit 16 Diskalborsten; Scherenlänge 0,61–0,67 mm → Chthonius pygmaeus
7* Palpenhand braun, dunkler als die übrigen Glieder; Carapax mit 18 Diskalborsten; Scherenlänge: 0,80–0,85 mm → Chthonius pygmaeus carinthiacus
8 Carapax am Vorderrand gerade und gezähnelt, ohne Epistom oder dieses ausnahmsweise bei Weibchen als Rudiment vorhanden → 9
8* Carapax mit stets deutlich vorragendem gezähneltem Epistom → Chthonius ischocheles
9 Zähne auch im mittleren Teil des festen Palpenfingers dicht stehend, jedenfalls nicht mehr als um ihren Basisdurchmesser von einander getrennt, geneigt → 10
9* Zähne im mittleren Teil des festen Palpenfingers getrennt stehend, meist schmal und aufrecht stehend → 13
10 Beide Augenpaare gut entwickelt, die Hinteraugen aber mitunter flach → 11
10* Augen oder Augenflecken fehlen; kleine Art, Palpenfinger 0,35 mm lang → Chthonius ressli
11 Vorderaugen nur wenig mehr als um ihren halben Durchmesser vom Vorderrand entfernt; Palpenhand wenigstens beim Weibchen meist dunkler als die übrigen Glieder → 12
11* Vorderaugen um den Durchmesser vom Vorderrand entfernt; Palpenhand niemals dunkler als die übrigen Glieder → Chthonius orthodactylus
12 Palpenhand schmal: 2–2,1 mal, Schere 5,5–6 mal länger als breit; Palpenfinger des Männchens wenigstens 0,55 mm lang → Chthonius tenuis
12* Palpenhand breiter, 1,6–1,7 mal, Schere 4,7 mal länger als breit; Palpenfinger beim Männchen höchstens 0,46 mm lang → Chthonius submontanus
13 Palpenfinger fast gleich lang, meist mehr oder weniger gerade; fester Finger im distalen Teil ohne kleine Interkalarzähne zwischen der normalen Bezahnung → 14
13* Palpenfinger von sehr ungleicher Länge, der feste S-förmig gebogen; fester Finger im distalen Teil mit körnchenförmigen Interkalarzähnchen; Länge des festen Fingers: 1,0 mm → Chthonius ellingensi
14 Fester Palpenfinger leicht S-förmig gekrümmt, beweglicher wenigstens in der distalen Hälfte gebogen; 4 Hinterrandborsten von ungefähr gleicher Länge, Palpenhandlänge 0,25–0,28 mm → Chthonius pusillus
14* Fester Palpenfinger gerade, beweglicher nur apical leicht gebogen; 4 Hinterrandborsten von ungleicher Länge; Palpenhandlänge 0,32 mm → Chthonius jugorum
15 Beweglicher Palpenfinger proximalwärts höchstens bis zum halben Abstand der Tasthaare bstsb bezahnt, proximal davon mit erhobener mehr oder weniger gewellter Basallamelle; beweglicher Chelizerenfinger mit oder ohne isoliertem Sunapikalzahn → 16
15* Beweglicher Palpenfinger mit ca. 12 Zähnen, fast bis sb reichend, proximal davon keine erhöhte Lamelle; beweglicher Chelizerenfinger ohne isolierten Subapikalzahn → Chthonius tetrachelatus
16 Beweglicher Palpenfinger in basaler Hälfte mit flacher, glatter Subbasallamelle → 17
16* Beweglicher Palpenfinger in basaler Hälfte mit deutlich erhobener, gezähnter Basallamelle; beweglicher Chelizerenfinger mit isoliertem Subapikalzahn → Chthonius parmensis
17 Beweglicher Chelizerenfinger mit isoliertem Subapicalzahn; Palpenschere wenigstens beim Weibchen meist dunkler als übrige Glieder → Chthonius fuscimanus
17* Beweglicher Chelizerenfinger ohne isolierten Subapikalzahn; Palpenhand gleichfar´big mit übrigen Gliedern → Chthonius boldorii
18 Sämtliche Tarsen zweigliedrig; beweglicher Chelizerenfinger mit mehreren Zähnen Subgalealborste submedial (Neobisioidea) → 19
18* Tarsen ein- oder zweigliedrig; beweglicher Chelizerenfinger mit 1–2 subapicalen Zähnen, Subgalealborste sundistal → 43
19 Spitze der Palpencoxa mit 2 Borsten, Plauralmembran feinwellig längsgestreift; lange verzweigte Galea vorhanden; Trichobothrium t des beweglichen Palpenfingers apikal lanzettförmig → Syranius strandi
19* Spitze der Pedipalpencoxa mit 3–4 Borsten; Pleuralmembran granuliert; Galea fehlt (ausnahmsweise als unverzweigter Stab vorhanden), flacher Spinnhöcker vorhanden; Trichobothrium t des beweglichen Palpenfingers glatt und spitz → 20
20 Die ersten zwei Borsten des Flagellums einseitig gezähnt → 21
20* Mindestens drei Borsten des Flagellums einseitig gezähnt → 38
21 Vier Augen mit Linse deutlich gut erkennbar → 22
21* Augen oder Augenflecken fehlen; Carapax mit 4 Hinterrandborsten; Palpenhand walzenförmig, fast 4 mal länger als breit → Neobisium aueri
22 Zähne des festen Palpenfingers durchaus dicht stehend → 23
22* Zähne des Palpenfingers um Zahnesbreite von einander getrennt; Hand dunkler als übrige Glieder → Neobisium fuscimanum
23 Tasthaar ist des festen Palpenfingers näher bei it als bei ib und meist distal der Fingermitte stehend; Gelenkausschnitt der Palpenpatella deutlich tief → 25
23* Tasthaar ist des festen Palpenfingers weit proximal, halbwegs zwischen ib und it und gewöhnlich etwas proximal der Fingermitte; Palpenpatella mit sehr kurzem Gelenkausschnitt → 24
24 Beweglicher Chelizerenfinger mit flachem Spinnhöcker; Palpenpatella mit tulpenförmiger abgesetzter Keule, der Gelenkausschnitt nur ca. ¼ ihres Medialrandes einnehmend → Neobisium sylvaticum
24* Beweglicher Chelizerenfinger mit aufrechtem zapfenförmigem sklerotisiertem Spinnhöcker; Palpenpatella mit ovaler, lateral vom Stiel nicht abgesetzter Keule, Gelenkausschnitt ca. ⅓ ihres Medialrandes einnehmend → Neobisium galeatum
25 Palpenfemur deutlich granuliert → 26
25* Palpenfemur glatt, höchstens mit einigen verstreuten gröberen Tuberkeln → 28
26 Palpen gedrungener, Femur höchstens 4 mal, Patella 2,6 mal, Schere 4,8 mal länger als breit → 27
26* Palpen schlanker, Femur wenigstens 4,7 mal, Patella 3 mal, Schere 4,8 mal länger als breit → Neobisium dolomiticum
27 Punktierung und lateralbasale Höckerung des Palpenfemurs gut ausgebildet; Palpenfemur etwa 3,5 mal, Patella 2,2 mal, Schere 3–3,1 mal länger als breit → Neobisium simoni
27* Punktierung und laterobasale Höckerung des Palpenfemurs reduziert; Palpenfemur 3,8–4 mal, Patella 2,5–2,5 mal, Schere 3,5–4,1 mal länger als breit → Neobisium simoni petzi
28 Tasthaar ist (rot) des festen Pedipalpusfingers von ib (blau) nicht doppelt so weit entfernt wie von der Fingerspitze, oft nahezu halbwegs zwischen dieser und ib stehend → 29
Schere-28-Ausschnitt-400.JPG
28* Tasthaar ist des festen Palpenfingers von ib ca. 3 mal so weit entfernt wie von der Fingerspitze; Palpenfemur etwa 3,5 mal länger als breit, Länge 2–2,2 mm → Neobisium caporiaccio
29 Zähne des festen Palpenfingers durchwegs von gleicher Länge → 30
29* Zähne des festen Palpenfingers von ungleicher Länge, indem wenigstens in der distalen Fingerhälfte längere und kürzere Zähne in bestimmter Folge alternieren → 33
30 Palpenfemur ohne größere Tuberkelchen; Zahnreihe des beweglichen Palpenfingers an Klauenbasis seitlich nach außen biegend → 31
30* Palpenfemur medial und mediodorsal mit einer unregelmäßigen Reihe höckerartiger Tuberkelchen; Zahnreihe des beweglichen Palpenfingers an Klauenbasis nicht seitlich nach außen biegend → Neobisium simile
31 Palpenpatella gedrungener, ihr Gelenkausschnitt bis nahe zur Mitte des Medialrandes der Keule reichend oder noch tiefer → 32
31* Palpenpatella schlanker, ihr Gelenkausschnitt höchstens ⅓ des Medialrandes der Keule einnehmend; Palpenfemur 4,3–4,6 mal länger als breit (Länge 1,10–1,2 mal) → Neobisium dolicodactylum
32 Palpenschere zweifarbig, die hell-rotbraunen Finger mit der dunklen, olivgrünen bis grünlichbraunen Hand scharf kontrstierend; Patella etwa 2,4 mal länger als breit, Gelenkauschnitt bis nahe zur Mitte des Medianrandes der Keule reichend → Neobisium erythrodactylum
32* Palpenschere einfarbig rötlichbraun; Patella 2,1–2,2 mal länger als breit, Gelenkausschnitt bis zur Mitte des Medialrandes der Keule reichend oder diese etwas überragend → Neobisium doderoi
33 Epistom gut entwickelt, mehr oder wenig spitzig vorragend → 34
33* Epistom fehlend oder zu einem kleinen, meist gerundetem, Tuberkel reduziert → 35
34 Palpen schlanker, Patella wenigstens 2,8 mal, Schere 4,3–4,5 mal länger als breit → Neobisium jugorum
34* Palpen plumper, Patella 2,3 mal, Schere 3,6 mal länger als breit → Neobisium noricum
35 Palpenfinger ⅓ länger als die Hand oder noch länger; Medialeck der Coxen des 1. Beinpaares nicht oder kaum zahnförmig vorgezogen → 36
35* Palpenfinger nicht ganz ⅓ länger als die Hand; Medialeck der Coxen des 1. Beinpaares deutlich zahnförmig vorgezogen → Neobisium carinthiacum
36 Größere Arten, Länge des Palpenfemurs mindestens 0,64 mm → 37
36* Kleinere Art, Länge des Palpenfemurs höchstens 0,57 mm → Neobisium minimum
37 Augen stark gewölbt; Palpenfinger nicht ganz um die Hälfte länger als die Hand mit Stiel → Neobisium carcinoides
37* Augen etwas reduziert, flach; Palpenfinger wenigstens um die Hälfte länger als die Hand mit Stiel → Neobisium hermanni
38 Carapax mit 4 Augen; drei Flagellumborsten einseitig gezähnt → 39
38* Carapax mit 2 Augen oder augenlos; alle Flagellumborsten gezähnt → 40
39 Palpenfinger so lang wie Hand mit Stiel; Femur 3,2 mal länger als breit, Länge 0,45–0,54 mm → Microbisium brevifemoratum
39* Palpenfinger ungefähr so lang wie Hand ohne Stiel, Femur 2,7–2,8 mal länger als breit, Länge 0,29–0,34 mm → Microbisium suecicum
40 Augen vorhanden → 41
40* Augen fehlend; Palpenfemur 4,2–4,4 mal länger als breit, seine Länge 1,10–1,22 mm → Roncus carinthiacus
41 Palpenfemur medial deutlich granuliert; Crapax mit 6 Hinterrandborsten → 42
41* Palpenfemur medial glatt oder fast glatt, Carapax mit 8–10 Hinterrandborsten; Femur 3,2–3,8 mal länger als breit, Länge 0,71–0,94 mm → Roncus alpinus
42 Palpenfemur bedeutend länger als Carapax; Carapax etwas breiter als lang; Femur 4,5 mal (♂), bzw. 3,7–4,1 mal (♀), Patella 2,5–2,9 mal länger als breit, Femur Länge 0,95 mm → Roncus julianus
42* Palpenfemur ungefähr so lang wie Carapax, dieser nur weniger länger als breit; Femur 3,3–3,5, Patella 2,2 mal länger als breit, Femur Länge 0,77–0,85 mm → Roncus lubricus auct
43 Carapax dreieckig, mit deutlichem Cucullus; mit 2 oder 4 Augen, die vom Vorderrand deutlich entfernt sind (Garypoidea) → 44
43* Carapax rechteckig; ohne Cucullus; mit 2 Augen oder augenlos, die dem Vorderrand deutlich genähert sind (Cheliferoidea) → 47
44 Analplatte vom Sternit Ⅺ umgeben; Coxa Ⅳ deutlich breiter als Coxa Ⅰ → 45
44* Analplatte zwischen Tergit Ⅺ und Sternit Ⅺ gelegen; Coxa Ⅳ ungefär gleich breit wie Coxa Ⅰ → Geogarypus minor
45 Zwei Augen vorhanden → 46
45* Vier Augen vorhanden; fester Palpenfinger mit 4, beweglicher Finger mit 2 Tasthaaren; Palpenfemur 0,78 mm lang → Larca lata
46 Carapax mit deutlichen Schulterbeulen; nur 10 Abdominaltergite von oben sichtbar; beweglicher Palpenfinger mit 2 Tasthaaren; Palpenfemur basal nicht verbreitert → Cheriridium museorum
46* Carapax ohne Schulterbeulen; alle 11 Tergite von oben sichtbar; beweglicher Palpenfinger mit Tasthaar; Palpenfemur basal erweitert → Apocheiridum ferum
47 Trennnaht zwischen Femur und Patella der Beine Ⅰ und Ⅱ schräg; Sternite der Männchen ohne Felder von Sinnesborsten → 49
47* Trennnaht zwischen Demur und Patella der Beine Ⅰ und Ⅱ senkrecht; Männchen mit Feldern von Sinneshaaren auf einigen Sterniten, Weibchen mit je einem Paar Sinnesborsten auf einigen Sterniten → 48
48 Tasthaar it des festen Palpenfingers intern, ist dorsal; Palpenfemur 3,0–3,4 mal länger als breit; ; ♂: Sinnesborstenfelder auf den Sterniten Ⅳ–Ⅹ → Withuis piger
48* Tasthaar it des festen Palpenfingers dorsal, ist intern; Palpenfemur 2,3–2,8 mal länger als breit; ♂:Sinnesborstenfelder auf den Sterniten Ⅵ–Ⅸ → Withuis hispanus
49 Nur ein Palpenfinger (fester oder beweglicher) mit Giftapparat → 50
49* Beide Palpenfinger mit Giftapparat → 65
50 Beweglicher Palpenfinger mit gut entwickeltem Giftaapparat; Nebenzähne auf Palpenfinger vorhanden → 51
50* Fester Palpenfinger mit Giftapparat, Nebenzähne auf Palpenfingern fehlen; Carapax glatt, Tastborste der Hinterbeine an Basis des Gliedes stehend → Atemnus politus
51 Borsten der Körpers und der Palpen lang, spitzig und nur fein gezähnt, Femur Patella und Hand lateral mit einigen längeren pseudotaktilen Borsten; Carapax fast glatt, Tasterborste der Hinterbeine weit proximal der Gliedmitte stehend → 52
51* Borsten der Körpers und der Palpen kurz, derb gezähnt bis geleult; Femur, Patella und Hand lateral ohne pseudotaktile Borsten; Carapax granuliert; Tastborste der Hintertarsen (wenn vorhanden) in oder distal der Gliedmitte stehend → 53
52 Trochanterhöcker der Palpen stumpf bis verrundet; Länge des Palpenfemurs höchstens 0,36–0,50 mm → Lamprochernes nodosus
52* Trochanterhöcker der Palpen kegelförmig spitzig; Länge des Palpenfemurs 0,55–0,65 mm → Lamprochernes chyzeri
53 Vestituralborsten meist deutlich gezähnt; Tasthaar st' des beweglichen Palpenfingers nicht an sb genähert → 54
53* Vestituralborsten kurz, gezähnt, nicht gekeult; Tasthaar st des beweglichen Fngers an sb genähert; Flagellum mit 4 Borsten → Dendrochernes cyrneus
54 Tarsus der Hinterbeine mit langer Tastborste, welche bedeutend länger ist als die Breite des Gliedes → 55
54* Tarsus der Hinterbeine ohne Tastborste oder nur distal mit einer kurzen pseudotaktilen Borste, die nicht länger ist als die Gloedbreite → 56
55 Vestituralborsten leicht, aber deutlich gekeult; Palpen des ♂ ohne längere Behaarung; Länge des Palpenfemurs höchstens 0,50 mm → Pselaphochernes scorpioides
55* Vestituralborsten gezähnt; Femur und Patella mit langer, mähnenartiger Behaarung; Länge des Palpenfemurs mindestens 1 mm → Lasiochernes pilosus
56 Tarsen der Hinterbeine ohne pseudotaktile Borste; Schläuche der Spermathek, wenn paarig, ohne blasenförmige Erweiterung an den Enden; Flagellum mit 3 Borsten → 57
59* Tarsen der Hinterbeine mit pseudotaktiler Borste in subdistaler Position; Spermathek paarig, die langen Schläuche mit Endblasen; ♂: Palpenhand häufig verbreitert, mit zahlreichen Hautkegelorganen; Flagellum mit 4 Borsten → Dinocheirus panzeri
57 Zahl der Nebenzähne der Palpenfinger reduziert, beweglicher Finger medial mit nur einnem Nebenzahn; Spermathek unpaarig, apikal in zwei Schläuche geteilt, die halb so lang sind wie der unpaare Schlauch → 58
57* Zahl der nebenzähne nicht reduziert, beweglicher Finger mit mehr als einem nNebenzahn; Spermathek paarig, die Schläuche lang und dünn → 60
58 Tergit Ⅺ ohne Tastborsten → 59
58* Tergit Ⅺ beiderseits mit einer mäßig langen Tastborste, Palpenschere etwa 3,8 mal länger als breit → Allochernes peregrinus
59 Halbtergite Ⅵ–Ⅷ mit je höchstens 8 Hinterrandborsten außer des Seiten- und Medialrandborste; Palpenfemur aus dem Stiel hinten schräg verdickt, erst nahe Mitte seine größte Breite erreichend → Allochernes powelli
59* Halbtergite Ⅵ–Ⅷ mit je 10–12 Hinterrandborsten außer der Seiten- und Medialrandborste; Palpenfemur aus dem Stielchen abrupt verdickt und subbasal seine größte Breite erreichend → Allochernes wideri
60 Tergit Ⅺ beiderseits mit einer langen Tastborste → 61
60* Tergit Ⅺ ohne Tastborsten → 62
61 Palpen und Carapax distal der subbasalen Querfurche wabenförmig skulturiert; Palpenhand gleichfarbig mit anderen Gliedern; Femurlänge ca. 0,70 mm → Chernes cimicoides
61* Palpen und Carapax granuliert; Palpenhand deutlich dunkler als die übrigen Glieder; Femurlänge ca. 0,58 mm → Chernes nigrimanus
62 Palpenfinger kürzer als Hand mit Stiel → 63
62* Palpenfinger so lang wie Hand mit Stiel oder länger, Schere 3,3–3,5 mal länger als breit → Chernes vicinus
63 Palpenschere mindestens 2,9 mal länger als breit, Femur aus Stielchen seitlich leicht schräg verdickt, in Gliedmitte größte Breite erreichend; Femur des Beins Ⅳ mindestens 3,4 mal länger als breit → 64
63* Palpenschere 2,4–2,7 mal länger als breit, Femur nur aus dem Stielchen seitlich abrupt verdickt und subbasal die größte Breite erreichend; Femur des Beins Ⅳ höchstens 3,3 mal länger als breit → Chernes hahni
64 Borsten der Palpen nur schwach, die auf der Medialseite der Hand kaum gekeult; subbasale Furche des Carapax tief und breit → Chernes montigenus
64* Borsten und Palpen, auch die auf der Medialseite der Hand, ziemlich stark gekeult; subbasale Furche des Carapax verflacht und schmäler als bei C. montigenus → Chernes similis
65 Tibia und Tarsus der männclichen Vorderbeine schlank, nicht modifiziert; Tergite der ♂ mit deutlichen Stielkielen; mittlere Cribiformplatte des ♀ paarig → Art2
66 Alternative B → Art2
65* Tibia und Tarsus der männlichen Vorderbeine gedrungen und stark modifiziert; Tergite der ♂ ohne Seitenkiele; mittlere Cribiformplatten mdes ♀ zu einer zentralen Platte verschmolzen → 68
66 Vordertarsus des ♂ ohne Subapikaldorn; Klauen der Hinterbeine mit Nebenzahn; Palpen ohne gröbere Granula neben der normalen Granulation → 67
66* Vordertarsus des ♂ mit Subapikaldorn; Klauen der Hinterbeine einfach; Palpen medial mit gröberen Granula → Hysterochelifer meridianus
67 Chelicerenstamm mit 5 Borsten (Subbasalborste vorhanden), Endtergite mit 2 kurzen Tarsenborsten → Mesochelifer ressli
67* Chelicerenstamm mi 4 Borsten (Subbasalborste fehlt); Endtergite ohne Tastborsten → Chelifer cancroides
68 Subterminalborste der Tarsen einfach; Tasthaar it des festen Palpenfingers weit distal stehend, halbwegs zwischen ist, est und Fingerspitze → Dactylochelifer latreillei latreillei
68* Subterminalborste der Tarsen gezähnt; Tasthaar it mit est und ist' eine weit basal stehende, enge Gruppe bildend → Rhacochelifer peculiaris

Quellen: (Muster C 2016)

ToDo: Was ist/sind ...

  1. Diskalborsten => Sektion 7
  2. Interkalarzähne => Sektion 13
  3. Basallamelle => Sektion 15
  4. Subbasallamelle => Sektion 16
  5. Subgalealborste => Sektion 18
  6. Pleuralmembran =>Sektion 19
  7. Galea =>Sektion 19
  8. Cucullus => Sektion 43
  9. pseudotaktile Bosten => Sektion 51
  10. Vestituralborsten => Sektion 53
  11. Cribiformplatte => Sektion 65

Quellen

  • Muster C (2016): Bestimmungshilfe für Pseudoskorpione Deutschlands. Manuskript zum Workshop der Arachnologischen Gesellschaft e. V. am 14.10.2016, S. 1–2.