Neobisium carcinoides

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
Wechseln zu: Navigation, Suche
Neobisium carcinoides (Herrmann, 1804)
Systematik
Ordnung: Pseudoscorpiones (Pseudoskorpione)
Familie: Neobisiidae
Gattung: Neobisium
Verbreitung in Europa[Quellen]
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlandsh===*
[NO] Norwegen LC
Synonyme
  • Neobisium germanicum
  • Neobisium muscorum
  • Obisium carcinoides

Merkmale

Körperlänge: Beide Geschlechter erreichen 2,2 bis 3,0 mm. Extremwerte: 1,7 mm und 3,5 mm. In den Körpermaßen sehr variabel. (Beier M. 1963)

Augen normal und stark gewölbt. Vorderaugen um weniger als ihrem Durchmesser vom Vorderrand des Carapax und etwa um den halben Durchmesser von den Hinteraugen entfernt. Palpen: Palpenfinger nicht ganz um die Hälfte länger als die Hand mit Stiel. Carapax besonders beim Männchen etwas länger als breit, am Hinterrand in der Regel mit 6 Borsten, seltener nur mit 4. Epistom rudimentär nur als kleines stumpfes Körnchen oder Tuberkelchen erhalten. (Beier M. 1963)

Ähnliche Arten

Habituell

Kann mit Microbisium brevifemoratum verwechselt werden – bei der Bestimmung auf die Femora achten (Legg G & Farr-Cox F 2016).

Lebensraum

Art ausgesprochen euryök. Von der Ebene bis auf 3000 m üNN. An trockenen wie an sehr feuchten Örtlichkeiten. Vorwiegend jedoch in der Bodenstreu der Wälder. Besonders in Buchenwäldern, jedoch auch in Nadel- und Mischwald, unter Gebüsch, in Grashorsten sowie in Moos und Sphagnum. Ebenfalls unter Steinen. (Beier M. 1963) In alpinen Zirbelwäldern (Rief A & Ballini S 2017).

Quellen

  • Beier M. (1963): Ordnung Pseudoscorpionidea (Afterskorpione). Akademie-Verlag, Berlin. Bestimmungsbücher zur Bodenfauna Europas Lieferung 1, 313 S.
  • Legg G & Farr-Cox F (2016): Illustrated key to the British False Scorpions. AIDGAP, S. 1–12.
  • Rief A & Ballini S (2017): Erhebung der Spinnen und Weberknechte (Arachnida: Araneae, Opiliones) in den LTSER-Untersuchungsflächen in Matsch (Südtirol, Italien) im Rahmen der Forschungswoche 2016. Gredleriana Vol. 17, S. 173–183.

Quellen der Nachweise