Geolycosa vultuosa: Unterschied zwischen den Versionen

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==Beschreibung==
==Beschreibung==
Sehr große Art. '''Körperlänge''' der Männchen 11 bis 19 mm, der Weibchen 13 bis 24 mm.<ref name="unibern">{{Lit uniBern}}</ref>
Sehr große Art. '''Körperlänge''' der Männchen 11 bis 19 mm, der Weibchen 13 bis 24 mm.<ref name="unibern">{{Lit uniBern}}</ref>
==Reifezeit und Lebensdauer==
Die Tiere werden Ende Sommer oder September reif, Weibchen können 3 bis 4, Männchen 2 Jahren leben. Diese Spinnen sind von April bis Oktober aktiv.<ref name="Ungarngeschützt">{{Ungarngeschützt}}</ref>


==Lebensraum==
==Lebensraum==
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==Lebensweise==
==Lebensweise==
Meist bildet diese Spinne eine fast 50 cm tiefe Stolle in Boden, und unterlegt das Geschleif und die Wand dieser mit Spinnengewebe. Das Hilft das Tier wenn viel Regen es mit Ersickung bedroht - mehr oder weniger Luft klemmt zwischen den Fäden. Die Spinne lebt und nährt sich in der Stolle. Die Beute sind normalerweise Heuschrecken.<ref name="Ungarngeschützt">{{Ungarngeschützt}}</ref>
Die Art gräbt eine bis 50 cm tiefe Wohnröhre in Boden, und kleidet die Wände mit einem dünnen Spinnengewebe aus. Der Rand ist etwas stärker ausgekleidet und liegt oft durch einen „Zaun“ aus Gras und Vegetationsresten leicht erhöht. (((Das Hilft das Tier wenn viel Regen es mit Ersickung bedroht - mehr oder weniger Luft klemmt zwischen den Fäden.))) Jungtiere und Weibchen verlassen diese Erdröhre selten, vor allem zum Beutefang in direkter Nähe. Die Beute besteht vor allem aus Heuschrecken.<ref name="Ungarngeschützt">{{Ungarngeschützt}}</ref>
 
Das adulte Männchen verlässt seine eigene Erdröhre und begibt sich auf die Suche nach denen der Weibchen. Die Paarung findet in der Röhre statt.


Das adultes Männchen sucht die Stolle des Weibchen, die Paarung findet in der Stolle statt. Paarungszeit ist von Ende August bis Ende Oktober. Das Weibchen legt die Eier in April. Es hängt das Kokon auf die Spinnwarzen, und kommt damit regelmässig aus Stolle raus, um die Eier in der Sonne zu legen. Sehr kleine Spiderlinge leben auf ihren Mutter, wie bei anderen Wolfspinnen.<ref name="Ungarngeschützt">{{Ungarngeschützt}}</ref>
Das Weibchen trägt den Kokon an die Spinnwarzen angeheftet mit sich herum, und kommt damit regelmäßig aus der Röhre, um ihn in der Sonne zu wärmen. Die frisch geschlüpften Spiderlinge bleiben noch einige Zeit auf dem Opisthosoma ihren Mutter zusammen, wie bei anderen Wolfspinnen auch.<ref name="Ungarngeschützt">{{Ungarngeschützt}}</ref>


Diese Spinne neigt mehr dazu, in 'Kolonien' zu leben, als ''Lycosa syngoriensis''.<ref name="Ungarngeschützt">{{Ungarngeschützt}}</ref>
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==Verbreitung==
==Reifezeit und Lebensdauer==
'''''{{PAGENAME}}''''' drängt in Europa westlich bis Ungarn, Slowakien, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Albanien, Griechenland.<ref name="unibern">{{Lit uniBern}}</ref> In 2000, es wurde auch in Österreich gefunden.
Die Tiere werden Ende Sommer oder September reif, Weibchen können 3 bis 4, Männchen 2 Jahren leben. Diese Spinnen sind von April bis Oktober aktiv. Paarungszeit ist von Ende August bis Ende Oktober. Das Weibchen baut im April einen Eikokon.<ref name="Ungarngeschützt">{{Ungarngeschützt}}</ref>
Die Art ist auch in Moldawien, in Südlichem Teil europäisches Russlands, in Kasachstan, Turkmenistan, Aserbaidschan, Georgien, Syrien, Kleinasien, Turkestan und in der Ukraine verbreitet. Es drängt nördlicher als ''Lycosa syngoriensis''.<ref name="Ungarngeschützt">{{Ungarngeschützt}}</ref>


==Gift==
==Gift==
Der Biss von ''Lycosa'' und ''Geolycosa'' kann lokal Dermatitis oder selten zeitweilig Paralysis verursachen.<ref name="Ungarngeschützt">{{Ungarngeschützt}}</ref>
Der Biss von ''Lycosa'' und ''Geolycosa'' kann lokal Dermatitis oder selten zeitweilig Paralysis verursachen.<ref name="Ungarngeschützt">{{Ungarngeschützt}}</ref>
==Verbreitung==
''{{PAGENAME}}'' lebt im Osten Europas und dringt westlich bis Ungarn vor<ref name="unibern">{{Lit uniBern}}</ref>. 2000 wurde sie auch in Österreich gefunden.(((Quelle?)))
Die Art ist auch in Moldawien, in Südlichem Teil europäisches Russlands, in Kasachstan, Turkmenistan, Aserbaidschan, Georgien, Syrien, Kleinasien, Turkestan und in der Ukraine verbreitet. Sie dringt weiter nach Norden vor als ''Lycosa syngoriensis''.<ref name="Ungarngeschützt">{{Ungarngeschützt}}</ref>


==Naturschutz==
==Naturschutz==
'''''{{PAGENAME}}''''' lebt auch auf künstlichen Habitaten, und weil es Nachtaktiv ist, es wird selten aufgetramplet. Es ist von Änderung in Agrotechnik und in Lebensraum bedroht. Die Art ist in Ungarn geschützt.<ref name="Ungarngeschützt">{{Ungarngeschützt}}</ref>
''{{PAGENAME}}'' lebt auch auf anthropogen beeinflussten Flächen. Weil sie nachtaktiv ist, stören sich Mensch und Spinne jedoch weniger. Eine stärkere Bedrohung geht von der Modernisierung der Landwirtschaft aus, die ihren Lebensraume bedroht. Die Art ist in Ungarn geschützt.<ref name="Ungarngeschützt">{{Ungarngeschützt}}</ref>


==Ähnliche Arten==  
==Ähnliche Arten==  
''Lycosa syngoriensis'' ist ein Bisschen grösser, und sieht sehr ähnlich aus. Bei dieser Art die Patellen sind unten schwarz, Bei '''''{{PAGENAME}}''''' Patellen sind unten gelb-orange, die Tibien sind unten proximal und distal schwarz.<ref name="Ungarngeschützt">{{Ungarngeschützt}}</ref>
''[[Lycosa syngoriensis]]'' ist etwas größer als diese Art, sieht ihr aber sonst sehr ähnlich. Bei ''[[Lycosa syngoriensis|L. syngoriensis]]'' sind die Patellae ventral schwarz. Bei ''{{PAGENAME}}'' sind diese ventral gelb-orange und die Tibien ventral-proximal und distal schwarz.<ref name="Ungarngeschützt">{{Ungarngeschützt}}</ref>


==Bilder==
==Bilder==
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Bild:Geolycosa vultuosa male PF0974.JPG
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Bild:Geolycosa vultuosa male PF0976.JPG
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===Weitere Links===
===Weitere Links===
* [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/Taxonomy/Browser/wwwtax.cgi?name=Geolycosa%20vultuosa&amp;srchmode=1&amp;lvl=3 NCBI Taxonomic browser]
* [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/Taxonomy/Browser/wwwtax.cgi?name=Geolycosa%20vultuosa&amp;srchmode=1&amp;lvl=3 NCBI Taxonomic browser]
* [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez?dispmax=20&amp=&amp=&amp=&amp=&amp=&amp=&amp=&db=pubmed&pmfilter_EDatLimit=added%20to%20PubMed%20in%20the%20last%200%20i&cmd_current=Limits&orig_db=PubMed&cmd=Search&term=Geolycosa%20vultuosa&doptcmdl=DocSum PubMed (mit Links zu Artikel über Proteinen in Gift)]
* [http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez?dispmax=20&amp=&amp=&amp=&amp=&amp=&amp=&amp=&db=pubmed&pmfilter_EDatLimit=added%20to%20PubMed%20in%20the%20last%200%20i&cmd_current=Limits&orig_db=PubMed&cmd=Search&term=Geolycosa%20vultuosa&doptcmdl=DocSum PubMed (mit Links zu Artikel über Proteinen in Gift)]


==Quellen==
==Quellen==
<references/>
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Version vom 28. November 2009, 09:25 Uhr

Geolycosa vultuosa (C. L. Koch, 1838)
Geolycosa vultuosa male PF0975.JPG
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Lycosidae (Wolfspinnen)
Gattung: Geolycosa
Verbreitung in Europa (Blick 2004) (Samu & Szinetár C 1999) (Kovács G 2003)
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:017878
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[SK] Slowakei VU
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Lycosa vultuosa
  • Mimohogna vultuosa

syn. Lycosa vultuosa C. L. Koch, 1838; syn. Lycosa infernalis Motschulsky, 1849; syn. Mimohogna vultuosa Roewer, 1955; syn. Arctosa vultuosa Simon, 1864; syn. Trochosa infernalis Thorell, 1875

Beschreibung

Sehr große Art. Körperlänge der Männchen 11 bis 19 mm, der Weibchen 13 bis 24 mm. (Nentwig et al. 2012)

Lebensraum

Die Art lebt im Flachland, aber (im Gegensatz zu Lycosa syngoriensis) auch auf Wiesen im Hügelland und auf kleineren Erhebungen (z. B. auf Sas-hegy, Budapest, Ungarn). Geolycosa vultuosa kann man auch in großen Städten finden, dort z. B. neben Sportplätzen, zwischen Gebäuden usw. Die Art benötigt etwas mehr Feuchtigkeit in ihrem Lebensraum, als Lycosa syngoriensis. (Kovács G 2003)

Lebensweise

Die Art gräbt eine bis 50 cm tiefe Wohnröhre in Boden, und kleidet die Wände mit einem dünnen Spinnengewebe aus. Der Rand ist etwas stärker ausgekleidet und liegt oft durch einen „Zaun“ aus Gras und Vegetationsresten leicht erhöht. (((Das Hilft das Tier wenn viel Regen es mit Ersickung bedroht - mehr oder weniger Luft klemmt zwischen den Fäden.))) Jungtiere und Weibchen verlassen diese Erdröhre selten, vor allem zum Beutefang in direkter Nähe. Die Beute besteht vor allem aus Heuschrecken. (Kovács G 2003)

Das adulte Männchen verlässt seine eigene Erdröhre und begibt sich auf die Suche nach denen der Weibchen. Die Paarung findet in der Röhre statt.

Das Weibchen trägt den Kokon an die Spinnwarzen angeheftet mit sich herum, und kommt damit regelmäßig aus der Röhre, um ihn in der Sonne zu wärmen. Die frisch geschlüpften Spiderlinge bleiben noch einige Zeit auf dem Opisthosoma ihren Mutter zusammen, wie bei anderen Wolfspinnen auch. (Kovács G 2003)

Geolycosa vultuosa neigt mehr dazu, in 'Kolonien' zu leben, als Lycosa syngoriensis. (Kovács G 2003)

Reifezeit und Lebensdauer

Die Tiere werden Ende Sommer oder September reif, Weibchen können 3 bis 4, Männchen 2 Jahren leben. Diese Spinnen sind von April bis Oktober aktiv. Paarungszeit ist von Ende August bis Ende Oktober. Das Weibchen baut im April einen Eikokon. (Kovács G 2003)

Gift

Der Biss von Lycosa und Geolycosa kann lokal Dermatitis oder selten zeitweilig Paralysis verursachen. (Kovács G 2003)

Verbreitung

Geolycosa vultuosa lebt im Osten Europas und dringt westlich bis Ungarn vor (Nentwig et al. 2012). 2000 wurde sie auch in Österreich gefunden.(((Quelle?))) Die Art ist auch in Moldawien, in Südlichem Teil europäisches Russlands, in Kasachstan, Turkmenistan, Aserbaidschan, Georgien, Syrien, Kleinasien, Turkestan und in der Ukraine verbreitet. Sie dringt weiter nach Norden vor als Lycosa syngoriensis. (Kovács G 2003)

Naturschutz

Geolycosa vultuosa lebt auch auf anthropogen beeinflussten Flächen. Weil sie nachtaktiv ist, stören sich Mensch und Spinne jedoch weniger. Eine stärkere Bedrohung geht von der Modernisierung der Landwirtschaft aus, die ihren Lebensraume bedroht. Die Art ist in Ungarn geschützt. (Kovács G 2003)

Ähnliche Arten

Lycosa syngoriensis ist etwas größer als diese Art, sieht ihr aber sonst sehr ähnlich. Bei L. syngoriensis sind die Patellae ventral schwarz. Bei Geolycosa vultuosa sind diese ventral gelb-orange und die Tibien ventral-proximal und distal schwarz. (Kovács G 2003)

Bilder

Weblinks

Videos

Weitere Links

Quellen