Geolycosa vultuosa: Unterschied zwischen den Versionen
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Sehr große Art. '''Körperlänge''' der Männchen 11 bis 19 mm, der Weibchen 13 bis 24 mm.<ref name="unibern">{{Lit uniBern}}</ref> | Sehr große Art. '''Körperlänge''' der Männchen 11 bis 19 mm, der Weibchen 13 bis 24 mm.<ref name="unibern">{{Lit uniBern}}</ref> | ||
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Die Art gräbt eine bis 50 cm tiefe Wohnröhre in Boden, und kleidet die Wände mit einem dünnen Spinnengewebe aus. Der Rand ist etwas stärker ausgekleidet und liegt oft durch einen „Zaun“ aus Gras und Vegetationsresten leicht erhöht. (((Das Hilft das Tier wenn viel Regen es mit Ersickung bedroht - mehr oder weniger Luft klemmt zwischen den Fäden.))) Jungtiere und Weibchen verlassen diese Erdröhre selten, vor allem zum Beutefang in direkter Nähe. Die Beute besteht vor allem aus Heuschrecken.<ref name="Ungarngeschützt">{{Ungarngeschützt}}</ref> | |||
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==Ähnliche Arten== | ==Ähnliche Arten== | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
<references/> | <references/> | ||
Version vom 28. November 2009, 09:25 Uhr
| Geolycosa vultuosa (C. L. Koch, 1838) | ||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Männchen | ||||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||||
| Ordnung: Araneae (Webspinnen) | ||||||||||||||
| Familie: Lycosidae (Wolfspinnen) | ||||||||||||||
| Gattung: Geolycosa | ||||||||||||||
| Verbreitung in Europa (Blick 2004) (Samu & Szinetár C 1999) (Kovács G 2003) | ||||||||||||||
etabliert, nicht etabliert, nicht betrachtet
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| Weitere Informationen | ||||||||||||||
| LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:017878 | ||||||||||||||
| Gefährdung nach Roter Liste | ||||||||||||||
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| Synonyme und weitere Kombinationen | ||||||||||||||
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syn. Lycosa vultuosa C. L. Koch, 1838; syn. Lycosa infernalis Motschulsky, 1849; syn. Mimohogna vultuosa Roewer, 1955; syn. Arctosa vultuosa Simon, 1864; syn. Trochosa infernalis Thorell, 1875
Beschreibung
Sehr große Art. Körperlänge der Männchen 11 bis 19 mm, der Weibchen 13 bis 24 mm. (Nentwig et al. 2012)
Lebensraum
Die Art lebt im Flachland, aber (im Gegensatz zu Lycosa syngoriensis) auch auf Wiesen im Hügelland und auf kleineren Erhebungen (z. B. auf Sas-hegy, Budapest, Ungarn). Geolycosa vultuosa kann man auch in großen Städten finden, dort z. B. neben Sportplätzen, zwischen Gebäuden usw. Die Art benötigt etwas mehr Feuchtigkeit in ihrem Lebensraum, als Lycosa syngoriensis. (Kovács G 2003)
Lebensweise
Die Art gräbt eine bis 50 cm tiefe Wohnröhre in Boden, und kleidet die Wände mit einem dünnen Spinnengewebe aus. Der Rand ist etwas stärker ausgekleidet und liegt oft durch einen „Zaun“ aus Gras und Vegetationsresten leicht erhöht. (((Das Hilft das Tier wenn viel Regen es mit Ersickung bedroht - mehr oder weniger Luft klemmt zwischen den Fäden.))) Jungtiere und Weibchen verlassen diese Erdröhre selten, vor allem zum Beutefang in direkter Nähe. Die Beute besteht vor allem aus Heuschrecken. (Kovács G 2003)
Das adulte Männchen verlässt seine eigene Erdröhre und begibt sich auf die Suche nach denen der Weibchen. Die Paarung findet in der Röhre statt.
Das Weibchen trägt den Kokon an die Spinnwarzen angeheftet mit sich herum, und kommt damit regelmäßig aus der Röhre, um ihn in der Sonne zu wärmen. Die frisch geschlüpften Spiderlinge bleiben noch einige Zeit auf dem Opisthosoma ihren Mutter zusammen, wie bei anderen Wolfspinnen auch. (Kovács G 2003)
Geolycosa vultuosa neigt mehr dazu, in 'Kolonien' zu leben, als Lycosa syngoriensis. (Kovács G 2003)
Reifezeit und Lebensdauer
Die Tiere werden Ende Sommer oder September reif, Weibchen können 3 bis 4, Männchen 2 Jahren leben. Diese Spinnen sind von April bis Oktober aktiv. Paarungszeit ist von Ende August bis Ende Oktober. Das Weibchen baut im April einen Eikokon. (Kovács G 2003)
Gift
Der Biss von Lycosa und Geolycosa kann lokal Dermatitis oder selten zeitweilig Paralysis verursachen. (Kovács G 2003)
Verbreitung
Geolycosa vultuosa lebt im Osten Europas und dringt westlich bis Ungarn vor (Nentwig et al. 2012). 2000 wurde sie auch in Österreich gefunden.(((Quelle?))) Die Art ist auch in Moldawien, in Südlichem Teil europäisches Russlands, in Kasachstan, Turkmenistan, Aserbaidschan, Georgien, Syrien, Kleinasien, Turkestan und in der Ukraine verbreitet. Sie dringt weiter nach Norden vor als Lycosa syngoriensis. (Kovács G 2003)
Naturschutz
Geolycosa vultuosa lebt auch auf anthropogen beeinflussten Flächen. Weil sie nachtaktiv ist, stören sich Mensch und Spinne jedoch weniger. Eine stärkere Bedrohung geht von der Modernisierung der Landwirtschaft aus, die ihren Lebensraume bedroht. Die Art ist in Ungarn geschützt. (Kovács G 2003)
Ähnliche Arten
Lycosa syngoriensis ist etwas größer als diese Art, sieht ihr aber sonst sehr ähnlich. Bei L. syngoriensis sind die Patellae ventral schwarz. Bei Geolycosa vultuosa sind diese ventral gelb-orange und die Tibien ventral-proximal und distal schwarz. (Kovács G 2003)
Bilder
- Weibchen
- Männchen
Weblinks
Videos
- Walter Pfliegler: Geolycosa vultuosa Männchen.
Weitere Links
Quellen
- Blick T [Koord.] (2004): Checkliste der Spinnen Mitteleuropas. Checklist of the spiders of Central Europe. (Arachnida: Araneae). Arachnologische Gesellschaft e. V.
- Kovács G (2003): Magyarország védett pókfajai és természetvédelmi kezelésük lehetséges alternatívái, 80 S.
- Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2012): Spinnen Europas. Version 01.2012. Online https://www.araneae.nmbe.ch, doi:10.24436/1.
- Samu F & Szinetár C (1999): Bibliographic Check List of the Hungarian Spider Fauna. Bulletin of the British Arachnological Society 11 (5), S. 161–184.