Chernes cimicoides: Unterschied zwischen den Versionen

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==Beschreibung==
==Beschreibung==
'''Körperlänge''': 2,2 bis 2,7 mm. Hand des Pedipalps (Schere) 0,62 mm lang bei Männchen, 0,63 mm lang bei Weibchen, und 0.44 mm breit. Länge des Fingers der Schere ist 0,59 mm. Die Art ist blind<ref name="FaunaHungArachnoideaI">{{Lit FaunaHungArachnoideaI}}</ref>
'''Körperlänge''': 2,2 bis 2,7 mm. Schere des männlichen Pedipalpus 0,62 mm, die des weiblichen 0,63 mm lang, und 0.44 mm breit. Die Länge des Fingers der Schere beträgt 0,59 mm. Die Art besitzt keine Augen<ref name="FaunaHungArachnoideaI">{{Lit FaunaHungArachnoideaI}}</ref>


Körper flach, nicht glänzend, körnig. Cephalotorax und Rückplatten braun, Pedipalp rotbraun, Bauchplaten und Beine heller. Haare am Rücken sind kolbig. Cephalotorax länger als breit, mit zwei tiefen queren Furchen. Die Rückplatten, ausgenommen für die letzte, sind von einer Furche getrennt. Letzte Rückplatte trägt kein Taster-Haar. Beide Hälfte allen Rückplatten tragen 7-8 kolbige marginale Borsten (auch an Habitusbild sichtbar). Das letzte Beinpaar trägt kein Taster-Haar.<ref name="FaunaHungArachnoideaI">{{Lit FaunaHungArachnoideaI}}</ref>
Körper flach, nicht glänzend und mit körniger Oberfläche. Cephalotorax und Rückplatten braun, Pedipalpen rotbraun, Bauchplatten und Beine heller. Haare auf dem Rücken sind kolbig. Der Cephalotorax ist länger als breit und besitzt zwei tiefe Querfurchen.  


Femur des Pedipalps 2,5-mal, Tibia 2,2-mal, Schere 2,2-mal (Männchen) oder 2,4-mal (Weibchen)länger als breit. Die Finger der Schere sind bei dem Männchen ein Bisschen kurzer, bei dem Weibchen ein Bisschen länger als der Hand der Schere (ohne Stiel). Der nicht bewegbare Finger trägt 27, der bewegbare 30 Zähnchen, und beide tragen seitlich 9 Neben-Zähnchen. Medial trägt der nicht bewegbare Finger 7 Neben-Zähnchen bei dem Männchen und 4 bei dem Weibchen, während es gibt 5 beziehungsweise 4 auf dem bewegbaren Finger. Nur der bewegbarer hat einen Giftzahn.<ref name="FaunaHungArachnoideaI">{{Lit FaunaHungArachnoideaI}}</ref>
Alle Rückplatten (bis auf die letzte) werden entlang der Körperlängsachse von einer Furche geteilt. Die letzte Rückplatte trägt kein Tasthaar. Beide Hälften der Rückplatten tragen am Hinterrand 7 bis 8 kolbige Borsten (Siehe Bild vom Cephalotorax). Das letzte Beinpaar trägt kein Tasthaar.<ref name="FaunaHungArachnoideaI">{{Lit FaunaHungArachnoideaI}}</ref>
 
Der Femur des Pedipalpus ist 2,5 mal, die Tibia 2,2 mal, die Schere 2,2 mal (Männchen) oder 2,4 mal (Weibchen) länger als breit. Der Finger der Schere ist bei dem Männchen ein bisschen kürzer, bei dem Weibchen ein bisschen länger als der Hand (gemessen ohne Stiel). Der nicht bewegbare, obere Finger trägt 27, der bewegbare, untere 30 Zähnchen. Beide tragen seitlich 9 Neben-Zähnchen. Medial trägt der nicht bewegbare Finger 7 Neben-Zähnchen bei dem Männchen und 4 bei dem Weibchen. Dagegen sind es 5 beziehungsweise 4 auf dem bewegbaren Finger. Nur der bewegbare Finger besitzt einen Giftzahn.<ref name="FaunaHungArachnoideaI">{{Lit FaunaHungArachnoideaI}}</ref>


==Lebensraum==
==Lebensraum==
Flachlände und Mittelgebirge (und auch Städte), unter Baumrinde (corticol), wo das Weibchen ein grosses Kokon webt.<ref name="FaunaHungArachnoideaI">{{Lit FaunaHungArachnoideaI}}</ref>
Flachland und Mittelgebirge (auch in Städten), unter Baumrinde (corticol), wo das Weibchen einen großen Kokon webt.<ref name="FaunaHungArachnoideaI">{{Lit FaunaHungArachnoideaI}}</ref>


==Verbreitung==
==Verbreitung==
In ganzem Europa, häufig. <ref name="FaunaHungArachnoideaI">{{Lit FaunaHungArachnoideaI}}</ref>
In ganz Europa, häufig.<ref name="FaunaHungArachnoideaI">{{Lit FaunaHungArachnoideaI}}</ref>
In Verbreitung hilft das Pseudoskorpion die sogenannte Phoresis: das Tier greift ein Bein eines Insektes und reist so.
 
==Lebensweise==
Für die Verbreitung bedienen sich die Tiere der sogenannten Phoresis: sie umklammern ein Bein eines Insektes (z.&thinsp;B. einer Stubenfliege) und lassen sich so forttragen.


==Bilder==
==Bilder==
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Bild:Chernes cimicoides 1.jpg|Cephalotorax von oben (M.)
Bild:Chernes cimicoides 1.jpg|Cephalotorax von oben (M.)
Bild:Chernes cimicoides 2.jpg|Cephalotorax von unten (M.)
Bild:Chernes cimicoides 2.jpg|Cephalotorax von unten (M.)
Bild:Chernes cimicoides 3.jpg|Pedipalp des Männchen
Bild:Chernes cimicoides 3.jpg|Pedipalpus des Männchens
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Version vom 3. Juni 2009, 20:47 Uhr

Chernes cimicoides (Fabricius, 1793)
Chernes cimicoides A.JPG
Männchen
Systematik
Ordnung: Pseudoscorpiones (Pseudoskorpione)
Familie: Chernetidae
Gattung: Chernes
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlandmh=?=*
[NO] Norwegen LC

Beschreibung

Körperlänge: 2,2 bis 2,7 mm. Schere des männlichen Pedipalpus 0,62 mm, die des weiblichen 0,63 mm lang, und 0.44 mm breit. Die Länge des Fingers der Schere beträgt 0,59 mm. Die Art besitzt keine Augen (Szalay 1968)

Körper flach, nicht glänzend und mit körniger Oberfläche. Cephalotorax und Rückplatten braun, Pedipalpen rotbraun, Bauchplatten und Beine heller. Haare auf dem Rücken sind kolbig. Der Cephalotorax ist länger als breit und besitzt zwei tiefe Querfurchen.

Alle Rückplatten (bis auf die letzte) werden entlang der Körperlängsachse von einer Furche geteilt. Die letzte Rückplatte trägt kein Tasthaar. Beide Hälften der Rückplatten tragen am Hinterrand 7 bis 8 kolbige Borsten (Siehe Bild vom Cephalotorax). Das letzte Beinpaar trägt kein Tasthaar. (Szalay 1968)

Der Femur des Pedipalpus ist 2,5 mal, die Tibia 2,2 mal, die Schere 2,2 mal (Männchen) oder 2,4 mal (Weibchen) länger als breit. Der Finger der Schere ist bei dem Männchen ein bisschen kürzer, bei dem Weibchen ein bisschen länger als der Hand (gemessen ohne Stiel). Der nicht bewegbare, obere Finger trägt 27, der bewegbare, untere 30 Zähnchen. Beide tragen seitlich 9 Neben-Zähnchen. Medial trägt der nicht bewegbare Finger 7 Neben-Zähnchen bei dem Männchen und 4 bei dem Weibchen. Dagegen sind es 5 beziehungsweise 4 auf dem bewegbaren Finger. Nur der bewegbare Finger besitzt einen Giftzahn. (Szalay 1968)

Lebensraum

Flachland und Mittelgebirge (auch in Städten), unter Baumrinde (corticol), wo das Weibchen einen großen Kokon webt. (Szalay 1968)

Verbreitung

In ganz Europa, häufig. (Szalay 1968)

Lebensweise

Für die Verbreitung bedienen sich die Tiere der sogenannten Phoresis: sie umklammern ein Bein eines Insektes (z. B. einer Stubenfliege) und lassen sich so forttragen.

Bilder


Quellen

  • Szalay L (1968): Fauna Hungariae: Arachnoidea I. Akadémiai Kiadó Budapest XVIII/2, 121 S.