Amaurobiidae: Unterschied zwischen den Versionen

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Typus-Gattung: ''[[Amaurobius]]'' (C. L. Koch, 1837)<ref name="SFotW">{{Lit jocque}}</ref>
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==Beschreibung==
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Die mitteleuropäischen Arten der Familie sind meist dunkel gefärbt und besitzen ein mehr oder weniger deutlich ausgeprägtes Muster auf dem Opisthosoma.
Die mitteleuropäischen Arten der Familie sind meist dunkel gefärbt und besitzen ein mehr oder weniger deutlich ausgeprägtes Muster auf dem Opisthosoma.


Einige Arten der Familie sind cribellat (z.&thinsp;B. die Arten der Unterfamilie Amaurobinae), andere ecriballat (z.&thinsp;B. die Arten der Unterfamilie Coelotinae). Die cribellaten Arten besitzen ein schwach bis deutlich getrenntes Cribellum und ein Calamistrum.
Einige Arten der Familie sind cribellat (z.&thinsp;B. die Arten der Unterfamilie Amaurobinae), andere ecriballat (z.&thinsp;B. die Arten der Unterfamilie Coelotinae). Die cribellaten Arten besitzen ein schwach bis deutlich getrenntes Cribellum und ein Calamistrum. Die hinteren Spinnwarzen der ecribellaten Arten sind zweigliedrig.  


==Lebensweise==
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Das Beutespektrum besteht – dem Netztyp und dem kräftigen Körperbau der {{PAGENAME}} entsprechend – vor allem aus größeren, wehrhaften [http://de.wikipedia.org/wiki/Arthropoden Arthropoden] wie Wanzen, Käfern und Asseln.
Das Beutespektrum besteht – dem Netztyp und dem kräftigen Körperbau der {{PAGENAME}} entsprechend – vor allem aus größeren, wehrhaften [http://de.wikipedia.org/wiki/Arthropoden Arthropoden] wie Wanzen, Käfern und Asseln.
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Datei:Coelotes-cf-terrestris Michael-Hohner.jpg|''[[Coelotes terrestris]]'' in ihrem Netz
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===Fortpflanzung===
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Bei den Arten der Gattung ''[[Coelotes]]'' (bei allen Coelotinae?) verfüttern die Weibchen auch Beutestücken an die Jungtiere. Später machen die Jungitere mit der Mutter zusammen Beute. Ob die Mutter bei diesen Arten nach ihrem Tod auch von den Jungen gefressen wird ist unklar.<ref name="Bellmann2010">{{Lit bellmann2010}}</ref>
Bei den Arten der Gattung ''[[Coelotes]]'' (bei allen Coelotinae?) verfüttern die Weibchen auch Beutestücken an die Jungtiere. Später machen die Jungitere mit der Mutter zusammen Beute. Ob die Mutter bei diesen Arten nach ihrem Tod auch von den Jungen gefressen wird ist unklar.<ref name="Bellmann2010">{{Lit bellmann2010}}</ref>
Die Jungtiere zerstreuen sich hier erst sehr spät und sind dann schon um 4 mm groß.
Die Jungtiere zerstreuen sich hier erst sehr spät und sind dann schon um 4 mm groß.
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Datei:Claustrarius Paulinzella 08-07 03.jpg|''[[Callobius claustraius]]'' mit Eikokon
Datei:Fenestralis cf Buchfahrt 07-07 02.jpg|''[[Amaurobius fenestralis]]'' mit frisch geschlüpften Jungen
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==Lebensraum==
==Lebensraum==

Version vom 20. November 2010, 11:47 Uhr

Amaurobiidae Thorell, 1870
Finsterspinnen
Ferox Weimar 08-07 01.jpg
Amaurobius ferox, Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spiderfam:0043

Die Familie der Fensterspinnen (Amaurobiidae) umfasst weltweit 793 Arten in 75 Gattungen (Stand Dezember 2009). (World Spider Catalog 2020) Davon sind in Mitteleuropa 22 Arten in 5 Gattungen vertreten. (Blick 2004)

Taxonomie

Typus-Gattung: Amaurobius (C. L. Koch, 1837) (Jocqué R & Dippenaar-Schoeman 2007)

Die Amaurobiidae werden heute als Schwestergruppe der Zodariidae (Ameisenjäger) gesehen. Sie zerfallen in fünf Unterfamilien: Altellopsinea, Arctobiinae, Amaurobiinae, Coelotinae und Macrobuninae. (Jocqué R & Dippenaar-Schoeman 2007)

Beschreibung

Amaurobiidae sind kleine bis große Spinnen (Körperlänge 3 bis 16 mm) mit gedrungenem Körperbau. Die Beine sind kurz bis mittellang, der Kopf breit und die Cheliceren groß und kräftig, meist deutlich vor den Stirnrand geschoben.

Die mitteleuropäischen Arten der Familie sind meist dunkel gefärbt und besitzen ein mehr oder weniger deutlich ausgeprägtes Muster auf dem Opisthosoma.

Einige Arten der Familie sind cribellat (z. B. die Arten der Unterfamilie Amaurobinae), andere ecriballat (z. B. die Arten der Unterfamilie Coelotinae). Die cribellaten Arten besitzen ein schwach bis deutlich getrenntes Cribellum und ein Calamistrum. Die hinteren Spinnwarzen der ecribellaten Arten sind zweigliedrig.

Lebensweise

Netzbau und Beute

Die Arten der Familie sind Netzspinnen. Viele Arten bauen ein unregelmäßiges Netz aus cribellaten Fangfäden, die vom Schlupfwinkel der Spinne aus in die Umgebung ziehen. Andere Arten bauen – ähnlich den Agelenidae – flache Deckennetze ohne chribellate Fangfäden (z. B. Coelotes). Die Netze haben meist einen trichterförmigen Schlupfwinkel in dem sich die Spinne versteckt hält.

Das Beutespektrum besteht – dem Netztyp und dem kräftigen Körperbau der Amaurobiidae entsprechend – vor allem aus größeren, wehrhaften Arthropoden wie Wanzen, Käfern und Asseln.

Fortpflanzung

Der Eikokon wird im Schlupfwinkel angelegt. Er ist rund bis leicht oval und etwas abgeflacht. Er kann mit einfacher weißer Seide umgeben, oder mit Erdpartikeln und anderem Umgebungsmatrial besetzt sein.

Die Weibchen der Gattung Amaurobius bewacht den Kokon bis zum Schlupf der Jungen. Auch danach bleibt sie auf dem Kokon sitzen und stirbt bald danach. Ihr von innen vorher durch Verdauungssekret zersetzter Körper dient den Jungspinnen als erste Nahrungsquelle. Fehler! Referenz name='Bellmann2010' kann nicht zugeordnet werden

Bei den Arten der Gattung Coelotes (bei allen Coelotinae?) verfüttern die Weibchen auch Beutestücken an die Jungtiere. Später machen die Jungitere mit der Mutter zusammen Beute. Ob die Mutter bei diesen Arten nach ihrem Tod auch von den Jungen gefressen wird ist unklar. (Bellmann 2010) Die Jungtiere zerstreuen sich hier erst sehr spät und sind dann schon um 4 mm groß.

Lebensraum

Die Arten der Familie bewohnen Spalten und Ritzen sowie Hohlräume unter Steinen und Totholz, meist in dunklen, feuchten Habitaten. Die Gattung Amaurobius wird vor allem in höher gelegenen vertikalen Strukturen wie Mauern, Felsen oder unter der Rinde von Baumstämmen gefunden, Callobius lebt weiter unten an Baumstämmen und unter Totholz und Steinen und die Gattungen Coelotes und Eurocoelotes besiedeln den Bodenbereich unter Steinen, Totholz und Moospolstern.

Einige Arten der Gattung Amaurobius werden häufiger im urbanen Umfeld angetroffen. Das gilt vor allem für die häufigeren Arten A. fenestralis, A. similis und A. ferox.

Verbreitung

In Europa und im Maghreb kommen nach Datenlage dieses Wikis 5 Gattungen der Familie Amaurobiidae vor.[A]

NameNOSEFIIEGBGB-NIRDKDENLBELUPLLTLVEECHATLICZSKHU
Amaurobius×××××××××××××××××××××
Arctobius×××                  
Callobius       × × ×   ××××××
NamePTESES-IBADFRFRHITIT82IT88ROBGBASIHRMEMKRSKVALGRGR-M
Amaurobius×××××××××××××××××××××
Callobius    ×××  ×× ×  ×  ××
Cybaeopsis×     ×              
NameUABYMDRU-KGDRU-RUWRU-RUCRU-RUERU-RUNRU-RUSTR-EURTR-ASICYAMAZGEMADZTNLYEGMT
Amaurobius×××  ×  ×××  ×××× × ×
Arctobius       ×             
Callobius× ×   ×   ×  ×       
Ovtchinnikovia        ×            
Legende/Legend
? Checkliste nicht verfügbar No checklist available
× Gattungsvorkommen bekannt Genus documented
(×) Gattungsvorkommen bekannt, keine Art etabliert Genus documented, no species established
Gattungsvorkommen bekannt, alle Arten gestrichen Genus documented, all species removed from list
  Checkliste enthält Gattung nicht Checklist consulted, but genus not found
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Quellen

Quellen der Nachweise