Amaurobius similis

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Amaurobius similis (Blackwall, 1861)
Hausfinsterspinne
Amaurobius similis juv.jpg
Subadultes Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Amaurobiidae (Finsterspinnen)
Gattung: Amaurobius (Echte Finsterspinnen)
Reifezeit (Harvey 2014)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:022639
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlandmh=?=*
[D] Berlinex 0
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württemberg D
[D] Bayern G
[D] Bayern SL G
[D] Mecklenburg-Vorp.ss== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalenh===*
[D] Schleswig-Holsteinmh===D*
[D] Sachsen 4
[NO] Norwegen LC

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 9 bis 12 mm, Männchen 6 bis 8 mm (Roberts 1996).

Typisch für diese Art ist das sehr dunkelbraune Prosoma mit einem farblich deutlich abgesetzten, nahezu schwarzen Kopfbereich bei den Weibchen. Die Männchen weisen dagegen nur einen dunkleren Augenbereich auf. Das Opisthosoma ist insgesamt sehr hell gezeichnet. Der dunkle Bereich im vorderen Drittel der Hinterleibsmitte weist bei beiden Geschlechtern meistens (bei den Männchen jedoch nahezu immer) ein sehr deutlich aufgehelltes Herzmal auf, dessen Spitze oft über den dunklen Bereich hinausgehend zu erkennen ist. Die hellen Seitenbänder sind selten deutlich und scharf abgegrenzt von der dunklen Grundfärbung und haben eine große seitliche Ausdehnung. (siehe Bilder)

In manchen Fällen verliert sich die Zeichnung in einer, zu den Seiten hin immer dunkler werdenden, Marmorierung. Zum Hinterleibsende hin werden die Bänder schmaler und gehen in eine Reihe von unwesentlich schmaleren Winkelflecken über. Die Winkelflecken sind wegen der recht hellen Grundfärbung kaum von einander abgegrenzt, und bei sehr hellen Exemplaren der Art scheint die helle Zeichnung aus drei y-artig angeordneten Längsbändern zu bestehen.

Verbreitung

In Europa und im Kaukasus verbreitet, eingeschleppt in Nordamerika (World Spider Catalog 2018). In Deutschland hauptsächlich im Westen und Nordwesten (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Lebensraum

Amaurobius similis besiedelt vornehmlich Gebäude und andere Bauwerke (synanthrop). Dort legt sie ihr Versteck in schmalen Löchern und Fensternischen an. (Roberts 1996) Die Art kann aber auch außerhalb von Gebäuden angetroffen werden. So kommt sie, wie auch A. fenestralis, in Gehölzbeständen vor (Finch 2008).

Lebensweise

Typisches Gespinst an Mauerwerk

Siehe Gattungsartikel zu Amaurobius.

Ähnliche Arten

Amaurobius similis sieht A. fenestralis sehr ähnlich und ist nur mit viel Erfahrung habituell von dieser zu unterscheiden. A. fenestralis bleibt allerdings kleiner als Amaurobius similis. Bei reifen Weibchen über 10 mm Körperlänge kann mit großer Wahrscheinlichkeit von Amaurobius similis ausgegangen werden (gemessen an lebenden Tieren in normalem Ernährungszustand).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Arachnologische Gesellschaft (2020): Atlas der Spinnentiere Europas.
  • Finch OD (2008): Webspinnen, Weberknechte und Pseudoskorpione der Ostfriesischen Inseln. Schriftenreihe Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer 11, S. 103–112.
  • Harvey P [Koord.] (2014): Spider and Harvestman Recording Scheme. British Arachnological Society.
  • Roberts MJ (1996): Collins Field Guide. Spiders of Britain and Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • World Spider Catalog (2018): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 18.5, abgerufen am 2018-01-01, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise und Checklisten