Scotophaeus quadripunctatus: Unterschied zwischen den Versionen

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==Merkmale==
==Merkmale==
'''Körperlänge''': Weibchen ungefähr 9 bis 16 mm, der Männchen 7 bis 9 mm <ref name="Grimm">{{Lit Grimm 1986 Gnaphosidae}}</ref>.
'''Körperlänge''': Weibchen ungefähr 9 bis 16 mm, Männchen 7 bis 9 mm <ref name="Grimm">{{Lit Grimm 1986 Gnaphosidae}}</ref>.


Grundfarbe hellbraun bis rotbraun <ref name="Grimm"/>. Die Hinterleibsbehaarung glänzt bei lebenden Exemplaren silbrig.
Grundfarbe hellbraun bis rotbraun <ref name="Grimm"/>. Die Hinterleibsbehaarung glänzt bei lebenden Exemplaren silbrig.
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Aus Österreich wurde 1994 mit ''[[Scotophaeus nanus]]'' eine weitere Art der Gattung beschrieben, die ''{{PAGENAME}}'' auch genital sehr ähnlich sieht, allerdings kleiner bleibt. Sie unterscheidet sich durch einen Embolus, der basal kaum bzw. nicht so stark wie bei ''{{PAGENAME}}'' gewunden ist. Die Vulva unterscheidet sich durch die Lateraldrüsen, die bei ''[[Scotophaeus nanus]]'' von den Receptacula seitlich überragt werden. <ref name="Wunderlich">{{Lit Wunderlich 1994 Scotophaeus nanus}}</ref>
Aus Österreich wurde 1994 mit ''[[Scotophaeus nanus]]'' eine weitere Art der Gattung beschrieben, die ''{{PAGENAME}}'' auch genital sehr ähnlich sieht, allerdings kleiner bleibt. Sie unterscheidet sich durch einen Embolus, der basal kaum bzw. nicht so stark wie bei ''{{PAGENAME}}'' gewunden ist. Die Vulva unterscheidet sich durch die Lateraldrüsen, die bei ''[[Scotophaeus nanus]]'' von den Receptacula seitlich überragt werden. <ref name="Wunderlich">{{Lit Wunderlich 1994 Scotophaeus nanus}}</ref>


Aufgrund der großen genitalen Ähnlichkeit der beiden Arten gilt es jeden Fund von ''{{PAGENAME}}'', insbesondere solche aus dem südlichen Mitteleuropa, kritisch zu überprüfen, da die Erstbeschreibung aktuell (Oktober 2012) noch immer die einzigen Nachweise von ''[[Scotophaeus nanus]]'' listet <ref name="platnick">{{lit Platnick 2012 WSC 12.5}}</ref>.
Aufgrund der großen genitalen Ähnlichkeit der beiden Arten gilt es jeden Fund von ''{{PAGENAME}}'', insbesondere solche aus dem südlichen Mitteleuropa, kritisch zu überprüfen. ''[[Scotophaeus nanus|S. nanus]]'' wurde inzwischen auch in der Schweiz nachgewiesen <ref name="Schweiz">{{Lit Haenggi et al 2014 Eleven new spider species Switzerland}}</ref>.


==Lebensraum==
==Lebensraum==
Meist in und an Gebäuden gefunden, daneben im Freiland unter Rinde und in Höhlen <ref name="Grimm"/>.
Meist in und an Gebäuden gefunden ({{Öko synanthrop}}), daneben im Freiland unter Rinde und in Höhlen <ref name="Grimm"/>. Unter Rinde und in hohlen Bäumen von Buchen-, Eichen- und Auenwäldern; in Häusern<ref name='Szinetár C & Horváth R (2005)'>{{Lit Szinetár Horváth 2005 A review of spiders on tree trunks in Europe}}</ref>.


==Verbreitung==
==Verbreitung==
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==Bilder==
==Bilder==
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Scotophaeus-quadripunctatus Weimar 09-11 01.jpg|frisch geschlüpftes Jungtier
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Bild:S quadripunctatus-Epigyne1.jpg|Epigyne präpariert
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Datei:Scotophaeus-quadripunctatus Weimar-5034 14-06 05-Epig-Vulva.jpg|Epigyne (oben) und Vulva (unten)
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==Weblinks==
==Weblinks==
===Nachweis- und Verbreitungskarten===
{{Weblinks}}
*{{AragesNachweise}}
*{{AragesVerbreitung|742}}
*{{verbreitung benelux}}
*{{verbreitung world|NBNSYS0000008665}}
 
===Weitere Weblinks===
*{{AragesGalerie}}
*{{Lit Nentwig et al 2003 Spinnen Mitteleuropas}}


==Quellen==
==Quellen==

Aktuelle Version vom 3. Januar 2025, 12:20 Uhr

Scotophaeus quadripunctatus (Linnaeus, 1758)
Vierpunkt-Mausspinne
Scotophaeus-quadripunctatus Weimar-5034 14-06 04-female.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Gnaphosidae (Plattbauchspinnen)
Gattung: Scotophaeus (Mausspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2025)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:027891
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten NE
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlands=?=*
[D] Berlinex 0
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württembergss D
[D] Bayern G
[D] Bayern SL G
[D] Mecklenburg-Vorp.s== *
[D] Niedersachsen 2
[D] Niedersachsen (H) 2
[D] Niedersachsen (T) 2
[D] Schleswig-Holsteines??=R
[D] Sachsen 4
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien ?
[PL] Tschenstochau ?
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Drassus quadripunctatus
  • Herpyllus quadripunctatus

Merkmale

Körperlänge: Weibchen ungefähr 9 bis 16 mm, Männchen 7 bis 9 mm (Grimm 1985).

Grundfarbe hellbraun bis rotbraun (Grimm 1985). Die Hinterleibsbehaarung glänzt bei lebenden Exemplaren silbrig.

Epigyne mit rundlicher Grube. Einführöffnungen dunkel sklerotisiert, trichterförmig. Vulva mit im Vergleich komplexem Verlauf. Einführgänge erst weiträumig, dann englumig. Rundliche Drüsen (nach Grimm „Lateraldrüsen”) anterior aufsitzend. (Grimm 1985)

Pedipalpus mit schleifenförmigem Embolus, der am Ende in einer Art membranösen Hülle oder Apophyse verläuft, die eventuell einen Konduktor bildet. Tibialapophyse im distalen Bereich nicht mit Erweiterung. (Grimm 1985)

Ähnliche Arten

Die vier in Mitteleuropa vorkommenden Arten der Gattung sehen sich äußerlich so ähnlich, dass sie nur genital unterschieden werden können.

Aus Österreich wurde 1994 mit Scotophaeus nanus eine weitere Art der Gattung beschrieben, die Scotophaeus quadripunctatus auch genital sehr ähnlich sieht, allerdings kleiner bleibt. Sie unterscheidet sich durch einen Embolus, der basal kaum bzw. nicht so stark wie bei Scotophaeus quadripunctatus gewunden ist. Die Vulva unterscheidet sich durch die Lateraldrüsen, die bei Scotophaeus nanus von den Receptacula seitlich überragt werden. (Wunderlich 1994)

Aufgrund der großen genitalen Ähnlichkeit der beiden Arten gilt es jeden Fund von Scotophaeus quadripunctatus, insbesondere solche aus dem südlichen Mitteleuropa, kritisch zu überprüfen. S. nanus wurde inzwischen auch in der Schweiz nachgewiesen (Hänggi A et al. 2014).

Lebensraum

Meist in und an Gebäuden gefunden (synanthrop), daneben im Freiland unter Rinde und in Höhlen (Grimm 1985). Unter Rinde und in hohlen Bäumen von Buchen-, Eichen- und Auenwäldern; in Häusern (Szinetár C & Horváth R 2005).

Verbreitung

Europa, Türkei und Russland (World Spider Catalog 2016).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise