Tibellus oblongus

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Tibellus oblongus (Walckenaer, 1802)
Tibellus oblongus mit kokon mlemke.jpg
Weibchen mit Kokon
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Philodromidae (Laufspinnen)
Gattung: Tibellus
Reifezeit (Bellmann H. 2010)
Monat:123456789101112
_ _ _ _ _ start X X end _ _ _
_ _ _ _ _ start X X end _ _ _
Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:030106
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh>=*
[D] Brandenburg *
[D] MVmh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] NRWh===*
[D] SHh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme
  • Thanatus oblongus
  • Tibellus parallelus

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 8 bis 10 mm, Männchen 7 bis 8 mm (Roberts M. J. 1995).

Reife Tiere findet man im Sommer (Roberts M. J. 1995).

Tibellus oblongus gehört zu den kokonbewachenden Arten (siehe Foto). Trotz dieser Bewachung wurde in den Kokons dieser Art parasitischer Befall festgestellt. (Finch O.-D. 2001)

Ähnliche Arten

Von seiner Schwesterart T. maritimus nur anhand der Genitalien zu unterscheiden.

Das Punktmuster am hinteren Teil des Opisthosomas weist oft zwei Punkte auf. Es können aber auch mehr sein, und gelegentlich sind die Punkte auch asymmetrisch angeordnet oder fehlen ganz. Dieses Punktmuster ist kein Unterscheidungskriterium zwischen den Schwesterarten.

Verbreitung

Holarktisch (World Spider Catalog Association 2016).

Lebensraum

Tibellus oblongus lebt auf Gräsern, vorzugsweise solchen mit einer gewissen Breite.

Halotolerant, auch auf Salzwiesen der Nordsee vorkommend (Finch O.-D. 2008).

Lebensweise

Die Tiere reagieren sehr empfindlich auf optische Störung. Nähert man sich ihnen, so begeben sie sich auf die dem Beobachter abgewandte Seite des Grashalms (oder wo das Tier sonst gerade sitzt). Deshalb wird die Art von Naturbeobachtern oft übersehen. Beim Erfassen der Spinnenfauna mit dem Streifkescher findet man die Art jedoch regelmäßig.

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Bellmann H. (2010): Der Kosmos Spinnenführer: Über 400 Arten Europas. Kosmos. 1. Auflage. ISBN 3-440-10114-2, 429 S.
  • Finch O.-D. (2001): Zönologische und parasitologische Untersuchungen an Spinnen (Arachnida, Araneae) niedersächsischer Waldstandorte. Martina Galunder-Verlag, Nümbrecht. ISBN 3-931251-70-5, 199 S.
  • Finch O.-D. (2008): Webspinnen, Weberknechte und Pseudoskorpione der Ostfriesischen Inseln. Schriftenreihe Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer 11, 103–112.
  • Roberts M. J. (1995): Collins Field Guide. Spiders of Britain & Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2016): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 17.5, abgerufen am 2016-12-21, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise