Scotophaeus blackwalli

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Scotophaeus blackwalli (Thorell, 1871)
Mausspinne
Scotophaeus-blackwalli Sardinien-IsolaCaprera 14-07 01-female.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Gnaphosidae (Plattbauchspinnen)
Gattung: Scotophaeus
Reifezeit (Grimm U. 1985)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:027854
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlands=?=*
[D] Bayern SL G
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] NRWmh=?=*
[D] SHes===R
[SK] Slowakei V*
Synonyme
  • Drassodes voigti
  • Drassus voigti
  • Drassus voigtii
  • Scotophaeus blackwalli blackwalli

Taxonomie

syn. Drassodes voigti (Bösenberg, 1899) (Breitling R et al. 2015).

Merkmale

Körperlänge: Weibchen 7 bis 12 mm, Männchen 6 bis 9 mm (Grimm U. 1985).

Hell- bis rotbraune Grundfarbe, Beine und Pedipalpen distal etwas verdunkelt, ebenso Frontseite des Prosomas und Chelizeren dunkler (Grimm U. 1985). An lebenden Exemplaren glänzt die dorsale Behaarung des Opisthosomas silbrig.

Weibchen

Epigyne insgesamt flach und im Vergleich klein, anterior mit kleiner, nach hinten gerichteter Vorwölbung. Vulva mit median liegenden großen, kugelig aufgeblähten Drüsen (Nach Grimm "Lateraldrüsen"), welche wesentlich größer als bei den anderen mitteleuropäischen Arten sind. (Grimm U. 1985)

Männchen

Pedipalpus mit kleiner und vorne zugespitzter Tibialapophyse, Embolus distal s-förmig gekrümmt (Grimm U. 1985).

Ähnliche Arten

Die vier in Mitteleuropa vorkommenden Arten der Gattung Scotophaeus sehen sich äußerlich so ähnlich, dass sie nur genital unterschieden werden können.

Lebensraum

Im Freiland kann man die Art unter der Rinde von Bäumen und in Baumstümpfen finden, jedoch auch in und an Gebäuden (Grimm U. 1985). Ähnliche Fundverhältnisse gelten auch für die nordamerikanischen Fundorte (Platnick N. I. & M. U. Shadab 1977).

Verbreitung

Kosmopolit (World Spider Catalog Association 2016). Die nordamerikanischen Populationen sind möglicherweise auf eingeschleppte Individuen zurückzuführen (Platnick N. I. & M. U. Shadab 1977).

In Deutschland bleiben die spärlichen Nachweise auf den Norden und Westen beschränkt (Arachnologische Gesellschaft 2017).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise