Episinus truncatus

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Episinus truncatus Latreille, 1809
E. truncatus frits.jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Theridiidae (Kugelspinnen)
Gattung: Episinus
Reifezeit (Harvey et al. 2014)
Monat:123456789101112
_ _ _ _ start X X X end _ _ _
_ _ _ _ start X X X end _ _ _
Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:007677
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien LC
[CZ] Oberschlesien ?
[D] Deutschlandh<?=*
[D] Berlinss<<?=1
[D] Brandenburg *
[D] Niedersachsen 3
[D] Niedersachsen (H) 3
[D] Niedersachsen (T) 3
[D] NRWmh===*
[D] SHss===*
[D] Sachsen 4
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau ?

Merkmale

Körperlänge: Weibchen werden 3,5 bis 4,0 mm lang, Männchen 3,25 bis 4,0 mm (Roberts M. J. 1995).

Prosoma undeutlich gemustert, mit dunklem Rand, darin hellere Innenbereiche. Opisthosoma länglich (nicht rund) und mit dunklem Folium, dieses weniger deutlich ausgeprägt als bei Episinus angulatus. Ventral mit einer Reihe heller Punkte von den Spinnwarzen bis zur Epigastralfurche (siehe auch Bilder). Femora und Tibien der ersten beiden Beinpaare sowie Tibien des letzten Beinpaares einheitlich dunkel. (Locket G. H. & A. F. Millidge 1953) Femora des zweiten Beinpaares mitunter jedoch heller (siehe Fotos).

Auffälliges Feldkennzeichen: Episinus truncatus ist ergeblich großer als die viel häufigere Episinus angulatus.

Weibchen

Die Epigyne ist mitunter variabel und nicht ganz einfach zu unterscheiden. Hier können Färbungsunterschiede zur Abgrenzung zu der oben genannten Art herangezogen werden (Locket G. H. & A. F. Millidge 1953).

Männchen

Der Pedipalpus des Männchen ist am einfachsten an der am distalen Ende liegenden Spitze des Cymbiums von E. angulatus zu unterscheiden (Locket G. H. & A. F. Millidge 1953). Diese ist bei Episinus truncatus wesentlich länger und läuft in einen spitzen Haken aus, bei E. angulatus eher stumpf und kürzer.

Ähnliche Arten

Die drei in Deutschland vorkommenden Arten sind sich sehr ähnlich: Episinus truncatus, E. angulatus und E. maculipes. E. maculipes hat einen hellen Mittelstreifen auf dem Sternum, welchen die anderen beiden nicht haben. (Nentwig W. et al. 2014)

Bei E. truncatus ist das Prosoma im Gegensatz zu E. angulatus schwarzbraun und die Beine Ⅰ und Ⅱ sind meist bis auf die hellen Tarsen und Metatarsen dunkel (Bellmann H. 2010). Im mediterranen Raum besteht darüber hinaus die Verwechslungsmöglichkeit mit E. algiricus (Nentwig W. et al. 2014).

Lebensraum

Halbtrockene Habitate wie Pinien- und Eichenwälder, Heide, Weinberge und Getreidefelder. Dort auf niedriger Vegetation oder am Boden (Le Peru B. 2011).

In Deutschland vor allem im zentralen Bereich sowie im Osten häufiger nachgewiesen, im Süden und Norden bisher nur selten und verstreut gefunden (Arachnologische Gesellschaft 2017).

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2016).

Lebensweise

Der Eikokon enthält 25-50 rötliche Eier (Le Peru B. 2011).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Arachnologische Gesellschaft (2017): Atlas der Spinnentiere Europas.
  • Bellmann H. (2010): Der Kosmos Spinnenführer: Über 400 Arten Europas. Kosmos. 1. Auflage. ISBN 3-440-10114-2, 429 S.
  • Harvey, P. [Koord.] (2014): Spider and Harvestman Recording Scheme. British Arachnological Society.
  • Le Peru B. (2011): The Spiders of Europe, a synthesis of data: Atypidae to Theridiidae. Mémoires de la Sociétés linnéenne de Lyon no. 2. 1 Auflage. ISBN 978-2-9531930-3-9, 523 S.
  • Locket G. H. & A. F. Millidge (1953): British Spiders Vol. II. Ray Society, 449 S.
  • Nentwig W., T. Blick, D. Gloor, A. Hänggi & C. Kropf (2014): Araneae, Spinnen Europas (Bestimmungsschlüssel) Version 05.2014. Universität Bern.
  • Roberts M. J. (1995): Collins Field Guide. Spiders of Britain & Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2016): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 17.5, abgerufen am 2016-12-26, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise