Cyclosa oculata

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Cyclosa oculata (Walckenaer, 1802)
Cyclosa oculata m do 3-4mm Südhessen DVontz.JPG
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Araneidae (Radnetzspinnen)
Gattung: Cyclosa (Kreisspinnen)
Reifezeit (Arachnologische Gesellschaft 2017)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:015670
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien VU
[CZ] Oberschlesien ?
[D] Deutschlandmh===*
[D] Berlins===*
[D] Brandenburg G
[D] MVes== R
[D] NRWs===*
[D] SH????D
[D] Sachsen 3
[D] Sachsen-Anhalt 2
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
[SK] Slowakei R*

Merkmale

Körperlänge: Weibchen um 5,5 mm, Männchen um 4 mm (Heimer S. & W. Nentwig 1991).

Das Opisthosoma hat hinten drei Höcker, im vorderen Bereich zwei. Sternum manchmal hell gefleckt.

Der Verlauf des Scapus der Epigyne ist typisch. Erst verläuft dieser in Richtung Sternum, dann biegt er sich nach hinten Richtung Spinnwarzen. Der Pedipalpus des Männchens trägt an der Medianapophyse distal zwei deutliche Zacken, die distale Apophyse ist rechtwinklig gebogen und hat eine lange Spitze (Heimer S. & W. Nentwig 1991).

Ähnliche Arten

Habituell

Kann im Mittelmeerraum mit Cyclosa insulana verwechselt werden, die ähnliche Fortsätze am Opisthosoma besitzt, jedoch keine Höcker im vorderen Bereich. Auch hat diese meist eine silbrige Zeichnung auf dem Hinterleib. Kann ebenfalls genital unterschieden werden.

Lebensraum

Wenig bewachsenes, ungenutztes (weder gemähtes noch beweidetes) und sonniges Ödland, gerne mit sandigem Untergrund. Auch in unbewaldeten Sümpfen. (Dahl M. 1931). Euryök-thermophil, im Norden nur an warmen Orten (Zschokke S. & A. Bolzern 2007).

Ökologischer Typ: Eurytope Freiflächenart (lebt in allen unbewaldeten Lebensräumen unabhängig von der Feuchtigkeit) und thermophil (Platen R & B. von Broen 2005).

Verbreitung

Paläarktisch (World Spider Catalog Association 2016).

Lebensweise

Baut ein bodennahes Radnetz mit einem vertikalen Stabiliment. Dieses ist in der Regel durchgehend mit sogenanntem Detritus (Beutereste, Pflanzenstücke, alte Häutungen) verziert. Nur die Nabe bleibt frei, wo die Spinne gut getarnt zu finden ist. Bei Cyclosa conica, der zweiten mitteleuropäischen Art aus der Gattung, ist das Stabiliment meist nur teilweise oder gar nicht verziert. Das vertikale Stabiliment wird bei einer Netzerneuerung in der Regel nicht abgebaut, sondern über längere Zeit verwendet. Im Labor konnte zudem beobachtet werden, dass Cyclosa oculata in bestimmten Situationen (z.B. bevorstehende Häutungen, schlechte Wetterlagen) ihr Fangnetz nicht abbaut, wie andere heimische Radnetzspinnen, sondern ein rudimentäres Radnetz baut und weiterhin auf der Nabe verharrt. (Zschokke S. & A. Bolzern 2007)

Die ockerfarbigen Eier werden in einem oder mehreren Kokons in den oberen Bereich des Stabiliments eingebunden. Die pergamentartigen Kokons sind etwa 5 mm lang und 2,5 mm breit. Die Eier selbst werden im Kokon durch braune, watteartige Seide geschützt. (Dahl M. 1931)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise und Checklisten