Tapinesthis inermis

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Tapinesthis inermis (Simon, 1882)
Tapinesthis-inermis 5034-Weimar 12-06 03.jpg
Tapinesthis inermis, Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Oonopidae (Zwergsechsaugenspinnen)
Gattung: Tapinesthis
Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:005189
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlandss??=D
[D] Baden-Württemberg D
[D] Bayern OG G
[D] NRWes===R
[D] Sachsen 4

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 2,3 bis 2,5 mm, Männchen 1,8 mm (Le Peru B. 2011)

Alle Beine ohne Stacheln, vordere Lateralaugen einen Augendurchmesser voneinander entfernt. Hintere Mittelaugen rekurv. Labium so lang wie breit und fast quadratisch. (Le Peru B. 2011)

Dalmas (1916) beschreibt zwei verschiedene Farbformen der Art, die nach seinen Funden jahreszeitenabhängig auftreten. Die frühe Form tritt demnach im März und April auf, während die späte Form im August und September auftritt.

Frühform

Beine dunkelrotbraun, Prosoma mit Linien und Randung. Sternum farblos, selten mit braunen Spuren. Opisthosoma hell weinrot, nach posterior intensiver werdend. Ventral mit Längsband, dorsal mit Zeichnung aus Dreiecken. Insgesamt kaum behaart. (Dalmas R. de 1916)

Spätform

Ingesamt farblos, Opisthosoma und Beine reichlich mit kurzen Haaren besetzt. Das Prosoma nur mit Spuren von dunklen Linien. (Dalmas R. de 1916)

Ähnliche Arten

Kann von den anderen mitteleuropäischen Arten der Familie durch das Fehlen von ventralen Stacheln auf dem ersten Beinpaar sowie dem Fehlen eines Scutums unterschieden werden (Korenko S. et al. 2007).

Reifezeiten

Le Peru (2011) nennt stenochrone Reifezeiten von März bis Mai und Juli bis Oktober. Er verknüpft diese allerdings nicht mit den zwei Formen von Dalmas (1916), sondern gibt nur den Hinweis, dass dieser zwei Formen der Art beschrieben hat, welche zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr (siehe oben) auftreten.

Heimer & Nentwig (1991) vermuten, dass die Art in Gebäuden in Mitteleuropa eventuell ganzjährig reif zu finden ist.

Lebensraum

In Mitteleuropa in Gebäuden (Heimer S. & W. Nentwig 1991), in größeren Städten aufgrund der erhöhten Umgebungstemperatur eventuell hemisynanthrop (Korenko S. et al. 2007). Le Peru (2011) gibt zusätzlich Wälder, Garrigue und trockenes Grasland als Lebensraum an, womit wahrscheinlich Bezug auf Habitate in Südeuropa genommen wird.

Verbreitung

Europa (World Spider Catalog Association 2017).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise