Sittiflor floricola

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Sittiflor floricola (C. L. Koch, 1837)
Sitticus floricola male female GHMorka.jpg
Männchen (links), Weibchen (rechts)
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Salticidae (Springspinnen)
Gattung: Sittiflor
Synonyme
  • Attus floricola
  • Sitticus floricola
  • Sitticus sexsignatus
Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:036233
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten 3
[CZ] Tschechien *
[CZ] Oberschlesien ?
[D] Berlinmh<<?=3
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württemberg 3
[D] Bayern Av/A 3
[D] Bayern OG 3
[D] Bayern SL 3
[D] Bayern T/S 3
[D] MVs== *
[D] Niedersachsen 3
[D] Niedersachsen (T) 3
[D] NRWmh<(↓)=V
[D] SHss===*
[GB] Großbritannien RA
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *

syn. Sitticus sexsignatus

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 5 bis 6,5 mm, Männchen 4 bis 6 mm (Bellmann H. 2001).

Männchen

Prosoma dorsal mit brauner bis schwarzer Behaarung, Kopfplatte dunkler, mit einem median, sich nach hinten fortsetzenden, weißen Längsstrich und weißen Längsstrichen unter den hinteren Lateralaugen. Randung ebenfalls weiß, Flanken hell behaart. Oberhalb und unterhalb der Frontalaugen helle Behaarung, mitunter mit braunen Haaren vermischt. Sternum schwarz mit orangenen Punkten. Chelizeren dunkelbraun. Labium und die Maxillen dunkelbraun, distal weiß werdend (Metzner H. 2014).

Opisthosoma schwarzbraun, mit braunem bis grauen Mittelstrich, der sich nach hinten erweitert. Im hinteren Bereich zwei zusätzliche deutliche, helle Flecken, mitunter mit einem davor liegenden, kleineren Punktpaar. Lateral hell behaart, mitunter unterbrochen.

Beine rotbraun, dunkelbraun und schwarz gefleckt. Distal aufgehellt.

Weibchen

Insgesamt kontrastärmer. Prosoma grau bis rotbraun, mit einem hellen, hufeisenförmigen Querstrich hinter den Augen der ersten Reihe. Median heller Längsstrich ausgeprägt. Frontalaugen rotorange umrandet.

Opisthosoma mit einem dunkleren Mittelbereich, in dem ein großes Fleckenpaar im hinteren Bereich liegt, davor ein kleineres Punktepaar. Ebenfalls sind mittig dunklere Winkelflecken ausgeprägt.

Lebensraum

Bevorzugt Sumpfwiesen, Teichufer und ähnlich feuchte, offene Lebensräume (Bellmann H. 2010). An feucht-moorigen Stellen in Sphagnum-Moos oder der Basis von Vegetation (Roberts M. J. 1995).

Verbreitung

Sittiflor floricola ist paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2015).

Lebensweise

Die Art webt ihren Unterschlupf meist in die Blütenstände von Binsen und deren Verwandten. Mitunter bauen die Weibchen ihre Gespinstsäcke direkt nebeneinander (Siehe Bild) und bewachen darin im Spätsommer ihre Eikokons. Sogar Männchen und ihre Verstecke sind in diesen Gemeinschaftsnestern regelmäßig zu finden. (Bellmann H. 2010)

Oftmals überwintern bereits adulte Tiere. Dabei findet man sie in ihrem Lebensraum oft in den Blattscheiden von abgestorbenen Rohrkolben. (Bellmann H. 2010)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Bellmann H. (2001): Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Frankh-Kosmos Verlag. ISBN 3-440-09071-X, 304 S.
  • Bellmann H. (2010): Der Kosmos Spinnenführer: Über 400 Arten Europas. Kosmos. 1. Auflage. ISBN 3-440-10114-2, 429 S.
  • Metzner H. (2014): The World of Jumping Spiders.
  • Roberts M. J. (1995): Collins Field Guide. Spiders of Britain & Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2015): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 16.5, abgerufen am 2015-08-06.

Quellen der Nachweise