Porrhomma microcavense

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Porrhomma microcavense Wunderlich, 1990
Maulwurfs-Kleinauge
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Porrhomma (Kleinaugen)
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:012416
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien EN
[D] Deutschlandss=?=*
[D] Berlines??=R
[D] Bayern G
[D] Bayern SL G
[D] Bayern T/S G
[D] Nordrhein-Westfalenss===*
[D] Schleswig-Holsteines??=R

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 2,20 mm (Nentwig et al. 2015).

Prosoma Längenklasse 0,8–1,0 mm, unauffällig, Augen hintere Augenreihe gerade, rückgebildet, Vordere Mittelaugen deutlich kleiner als Seitenaugen, Chelizeren Zähne auf dem vorderen Falzrand nicht auffallend groß, ohne auffällige Strukturen auf dem Chelizerengrundglied, Gnathocoxen unauffällig, Sternum glatt, nach hinten verlängert, Beine Länge des Femurs Ⅰ kleiner als die des Prosomas, Femur Ⅰ mit einer dorsalen Borste, eine prolaterale Borste auf Femur Ⅰ, eine prolateral Borsten auf Tibia Ⅰ, Lage des Tm Ⅰ in Klassen: 0,20–0,29 mm, 0,30–0,39 mm, Metatarsus Ⅳ dorsal ohne Trichobothrium, Metatarsus Ⅰ ohne dorsale Borsten, Tibia Ⅳ mit 2 dorsalen Borsten, Anzahl dorsaler Borsten auf Tibia Ⅰ–Ⅳ (Wiehleformel): 2-2-2-2, Tibia Ⅰ–Ⅱ ventral ohne Stacheln, Opisthosoma einfarbig, unauffällig (Stäubli 2013).

Weibchen

Prosoma Längenklasse 1,0–1,2 mm, Pedipalpen Kralle nicht/undeutlich vorhanden, Epigyne mit Atrium/Grube, vorgewölbt, Vulvenstrukturen (z. Bsp. Rezeptacula) deutlich durchscheinend (Stäubli 2013).

Männchen

Kopfregion unauffällig, Pedipalpen Femur und Patella auffälligen Borsten (einzeln oder in Büscheln), Tibia einer oder mehreren Borsten, Cymbium Rand unregelmäßig, mit Einbuchtungen/Ausbuchtungen, Paracymbium komplex, Längs- und Querast des Paracymbiums ohne Zähne, Embolus unauffällig, ohne Lamella characteristica (Stäubli 2013).

Lebensraum

An feuchten, lichten Standorten neben Gehölzen (Waldrand, Wiese), vielleicht mikrocavernicol (Nentwig et al. 2015). Die verkleinerten Augen lassen auf eine unterirdische Lebensweise schließen, es wird vermutet, dass die Art in den Gängen von Wühlmäusen lebt und deshalb schwer nachzuweisen ist (Kielhorn 2017).

Verbreitung

Europa und Russland (World Spider Catalog Association 2017).

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise