Neobisiidae

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Neobisiidae Chamberlin, 1930
Neobisium sp IMG 0705bepr (Medium) Oertel.JPG
Neobisium sp.
Systematik
Ordnung: Pseudoscorpiones (Pseudoskorpione)

Merkmale

Carapax parallelseitig ohne Querfurchen, vorn breit abgestutzt und meist mit nach vorn ragendem Epistom. Augen: Frei lebende Arten mit 1 oder 2 Augenpaaren. Höhlenbewohner in der Regel vollständig blind. Abdominaltergite glatt und ungeteilt mit je einer Borstenreihe vor dem Hinterrand. Pleuralmembran des Abdomens granuliert. Vestituralborsten lang und einfach. Chelizeren groß und kräftig, die halbe Länge des Carapax erreichend oder überragend, bisweilen mit Galea. Lamellen der Serrula interior durchweg bis zur Basis getrennt, auch proximal nicht mit einander verschmolzen. Palpen glatt oder teilweise ganuliert. Hand auf der Dorsalfläche ohne Tasthaare. Nur der feste Palpenfinger mit Giftapparat; beweglicher Finger vor dem Endzahn mit schneide- oder rinnenartiger Vertiefung zur Aufnahme des Giftzahns des feststehenden Fingers. Beine: Trennungslinie zwischen Basifemur und Telofemur (Patella) des Ⅳ. Beinpaares senkrecht zur Längsachse des Gliedes stehend. Subterminalborste der Tarsen gefiedert. (Beier M. 1963)

Lebensraum

Ausnahmslos Bodentiere. Die meisten Arten bevorzugen kühle, schattige und relativ feuchte Biotope. Sie sind vorwiegend in der Bodenstreu bewaldeten oder bebuschten Geländes, sowie in Moospolstern anzutreffen. Sie steigen in Gebirgen auch in höhere Lagen. Einzelne Arten sind sogar hochalpin verbreitet. Viele Arten sind mehr oder weniger hochspezialisierte troglobionte Höhlenbewohner, welche sich zum Teil wahrscheinlich schon während der extrem trocken-warmen Periode der Tertiärzeit in die unterirdischen Räume mit ihrem ausgeglichenen Klima zurück gezogen haben und daher als Tertiärrelikte anzusprechen sind. (Beier M. 1963)

Verbreitung

Neobisiidae sind in allen Faunengebieten vertreten. Hauptsächlich jedoch in den nördlich-gemäßigten Zonen. (Beier M. 1963)

Gattungen und Verbreitung

In Europa kommen nach Datenlage dieses Wikis 15 Gattungen der Familie Neobisiidae vor.[A]

NameNOSEFIIEGBDKDENLBELUPLLTLVEEBYCHATCZSKHUSIAD
Acanthocreagris           ?  ?       
Balkanoroncus           ?  ?       
Bisetocreagris           ?  ?       
Ernstmayria           ?  ?       
Halobisium           ?  ?       
Insulocreagris           ?  ?       
Microbisium××× ××× × ×?××?×××××  
Neobisium×××××××××××?××?×××××× 
Occitanobisium           ?  ?       
Orientocreagris           ?  ?       
Paedobisium           ?  ?       
Protoneobisium           ?  ?       
Roncobisium           ?  ?       
Roncocreagris   ××      ?  ?       
Roncus×  ×× ×××××?  ?×××××× 
NamePTESES-IBFRFRHITIT82IT88ROBGBAHRMDMEMKRSALGRUARUTRKZ
Acanthocreagris ×××××?××      × ×  ×?
Balkanoroncus ????×?? ×          ??
Bisetocreagris ???????           ×??
Ernstmayria ???????         ×  ??
Halobisium ???????           ×??
Insulocreagris ???????  ××        ??
Microbisium ×??????×        × ×??
Neobisium××?×?×??×××××××××××××?
Occitanobisium ×?×????            ??
Orientocreagris ???????           ×??
Paedobisium ×??????×           ??
Protoneobisium ???????   ×        ??
Roncobisium ??×????            ??
Roncocreagris××??????            ??
Roncus××××?××××××× ××××××××?
Legende/Legend
? Checkliste nicht verfügbar No checklist available
× Gattungsvorkommen bekannt Genus documented
  Checkliste enthält Gattung nicht Checklist consulted, but genus not found

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Systematik

Die Familie Neobisiidae gehört zur Unterordnung Iocheirata, Infraordnung Hemictenata, Überfamilie Neobisioidea und hat 2 Unterfamilien und 32 Gattungen weltweit (Stand 2010) (Harvey M. S. 2011).

Die europäischen Gattungen der Familie: (Harvey M. S. 2009)

Quellen

Quellen der Nachweise