Metellina segmentata

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Metellina segmentata (Clerck, 1757)
Herbstspinne
Metellina segmentata W 7-2106.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Tetragnathidae (Dickkieferspinnen)
Gattung: Metellina
Reifezeit (Bellmann H. 2010)
Monat:123456789101112
_ _ _ _ _ _ _ start X end _ _
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:013922
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh===*
[D] Brandenburg *
[D] MVsh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] NRWsh===*
[D] SHsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme
  • Meta reticulata
  • Meta segmentata

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 4 bis 8 mm, Männchen 4 bis 6 mm (Roberts M. J. 1995).

Das Prosoma ist hell und glasig und weist eine dunkle gabelförmige Zeichnung auf. Das Opisthosoma weist eine Blattzeichnung auf, die durch die variable Fleckfärbung aber auch undeutlich sein kann. Die meisten Tiere sind gelb und braun gefleckt, es kommen jedoch auch rötliche, kontrastreiche Farbvarianten vor. Die Beine sind hellbraun mit dunklen Ringeln.

Ähnliche Arten

Habituell

Metellina segmentata ist M. mengei äußerst ähnlich.

Metellina mengei M segmentata male bein I HLovbrekke.jpg Beim Männchen sind die ventralen Borsten am Metatarsus und Tarsus von Bein Ⅰ kurz (in der Skizze unten), bei M. mengei sind die Borsten ventral deutlich länger (in der Skizze oben). (Roberts M. J. 1995)
Metellina mengei epigyn GHMorka.jpg Die Weibchen von Metellina mengei weisen meist von kurz vor dem Petiolus ein bis zur Epigyne reichendes dunkles Mittelband auf der Ventralseite des Opisthosoma auf (siehe Foto links). Dieses Band fehlt Metellina segmentata oder ist deutlich schwächer ausgeprägt. (Roberts M. J. 1995)

In Einzelfällen gibt es Übergangsformen (siehe Epigynenfoto unten), so dass dies kein hartes Merkmal darstellt, dass alleine zur Artentrennung genutzt werden sollte.

Lebensraum

In alpinen Zirbelwäldern (Rief A & Ballini S 2017). In der Krautschicht, insbesondere an Waldrändern und in lichten Wäldern, jedoch auch in offenem Gelände.

Lebensweise

Netzbau

Metellina segmentata baut ein kleines Radnetz, dieses steht leicht schräg und die Spinne hält sich meist in der Nabe auf der Unterseite des Netzes auf. Der Kopf weist dabei nach unten. Bei Störung klettert das Tier an den Rand des Netzes in die Vegetation und nimmt dort oft eine Tarnhaltung ein, in der das Opisthosoma seitlich abgeknickt gehalten wird.

Fortpflanzung

Balz des Männchens (rechts)
Im Herbst findet man die Männchen häufig in den Netzen der Weibchen, wo sie zunächst im Randbereich warten. Gerät eine Beute ins Netz, versuchen sie, sie zu ergreifen, um sie einzuspinnen und dem Weibchen als „Brautgeschenk” anzubieten. Dabei zupft das Männchen zur Balz an den Signalfäden. Die Paarung erfolgt abseits der Beute an einem Begattungsfaden, den das Männchen zuvor gesponnen hat. (Bellmann H. 2001)

Verbreitung

Europa, Türkei, Kaukasus, Israel, Zentralasien, China und Japan (World Spider Catalog Association 2018).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Bellmann H. (2001): Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Frankh-Kosmos Verlag. ISBN 3-440-09071-X, 304 S.
  • Bellmann H. (2010): Der Kosmos Spinnenführer: Über 400 Arten Europas. Kosmos. 1. Auflage. ISBN 3-440-10114-2, 429 S.
  • Rief A & Ballini S (2017): Erhebung der Spinnen und Weberknechte (Arachnida: Araneae, Opiliones) in den LTSER-Untersuchungsflächen in Matsch (Südtirol, Italien) im Rahmen der Forschungswoche 2016. Gredleriana Vol. 17, S. 173–183.
  • Roberts M. J. (1995): Collins Field Guide. Spiders of Britain & Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2018): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 19.0, abgerufen am 2018-01-31, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise