Ebrechtella tricuspidata

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Ebrechtella tricuspidata (Fabricius, 1775)
Tricuspidatawalter11.JPG
Weibchen
Ebrechtella tricuspidata m Haiming Niederwald 13Jun15 EMerches.jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Thomisidae (Krabbenspinnen)
Gattung: Ebrechtella
Reifezeit (Bellmann H 2010)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:030734
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien ES
[D] Deutschlandh=?=*
[D] Berlinmh==*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.es== R
[D] Nordrhein-Westfalens=?=*
Synonyme
  • Diaea tricuspidata
  • Misumena tricuspidata
  • Misumenops tricuspidata
  • Xysticus pavesii

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 5 bis 6 mm, Männchen 2,5 bis 3,5 mm (Roberts MJ 1996).

Prosoma und Beine grün (Heimer S & Nentwig W 1991). Opisthosoma mit in der Regel dunklem V-förmigen Folium auf silbrigem Grund, insgesamt variabel (Lehtinen PT 2003).

Weibchen

Epigyne ohne Haube. Vulva mit den Spermatheken bestehend aus zwei lateralen und konkaven, rundlich-länglichen („wurstförmigen”) Strukturen. (Lehtinen PT 2003)

Männchen

Braunes Prosoma und hellem Mittelstreifen. Opisthosoma braun, Lateralflächen dunkler. (Heimer S & Nentwig W 1991) Die braune Opisthosomafärbung kann aufgrund der vorliegenden Bilder nicht bestätigt werden, sie ist bei reifen Männchen dorsal vornehmlich grün.

Pedipalpus mit ventraler Tibialapophyse kurz und distal gerundet. Die Retrolaterale und intermediäre Tibialapophyse bilden distal ein gabelförmiges Gebilde. Die Retrolaterale Tibialapophyse besitzt distal Längsrillen. Der Embolusspitze ist fein gestreift. (Lehtinen PT 2003)

Taxonomie

Diese Art wurde von Lehtinen aufgrund von Genital- und Färbungsunterschieden in die Gattung Ebrechtella gestellt, nachdem sie jahrzehntelang in der Gattung Misumenops geführt wurde. (Lehtinen PT 2003)

Ähnliche Arten

Ebrechtella tricuspidata ist die einzige Art ihrer Gattung in Europa und habituell unverkennbar. Ungeübte Beobachter könnten sie mit Diaea dorsata verwechseln.

Lebensraum

Trockenrasenflächen und sonnig gelegene Waldränder (Heimer S & Nentwig W 1991).

In Kasachstan auf Wiesen, Steppen und im grasigen Unterwuchs von Wäldern und auf Waldlichtungen (Logunov DV & Gromov AV 2012).

Verbreitung

Ebrechtella tricuspidata ist paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2016). Scheint im Osten, also dem asiatischen Teil ihres Verbreitungsgebiets, häufiger als im Westen zu sein (Lehtinen PT 2003).

In Deutschland mit Nachweisschwerpunkten im Südwesten und Osten (Arachnologische Gesellschaft 2017). Für Sachsen-Anhalt erstmals im Jahr 2000 nachgewiesen (Sacher P. 2008).

Lebensweise

Lauert, ähnlich wie Misumena vatia, vorzugsweise auf Blüten ihrer Beute (blütenbesuchende Insekten wie Bienen, Wespen und Schwebfliegen) auf (Heimer S & Nentwig W 1991).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Arachnologische Gesellschaft (2017): Atlas der Spinnentiere Europas.
  • Bellmann H (2010): Der Kosmos Spinnenführer: Über 400 Arten Europas. Kosmos. 1. Auflage. ISBN 3-440-10114-2, 429 S.
  • Heimer S & Nentwig W (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. ISBN 3-489-53534-0, 543 S.
  • Lehtinen PT (2003): Taxonomic notes on the Misumenini (Araneae: Thomisidae: Thomisinae) primarily from the Palaearctic and Oriental regions. Arthropoda Selecta Special Issue No.1 (Proceedings of the 21st European Colloquium of Arachnology, St.-Petersburg, 4-9 August 2003), S. 147–184.
  • Logunov DV & Gromov AV (2012): Spiders of Kazakhstan. Siri Scientific Press, Manchester. 1. Auflage. ISBN 978-0-9567795-6-4, 232 S.
  • Roberts MJ (1996): Collins Field Guide. Spiders of Britain and Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • Sacher P. (2008): Webspinnen. Landesamt für Umweltschutz. Arten- und Biotopschutzprogramm Sachsen-Anhalt. Teil 1, S. 205–212.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2016): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 17.5, abgerufen am 2016-12-20, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise