Metellina segmentata: Unterschied zwischen den Versionen

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Bild:Metellina segmentata W 7-5513.jpg‎|rötliche Farbform
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Bild:Metellina_segmentata_epigyn_GHMorka.jpg|Epigyne
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Bild:Metellina segmentata Bein M 8-02514.jpg|Bein {{I}} des Männchens
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Bild:Metellina_mengei_M_segmentata_male_bein_I_HLovbrekke.jpg|anliegendende Beborstung an Tarsus I bei ''{{PAGENAME}}''
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Bild:Metellina_segmentata_palp_MFarlund.jpg|Pedipalpus, verschiedene Sichten
Metellina_mengei_M_segmentata_male_bein_I_HLovbrekke.jpg|anliegendende Beborstung an Tarsus I bei ''{{PAGENAME}}''
Bild:Metellina segmentata Ped 7-8359.jpg‎|Pedipalpus
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Version vom 24. September 2017, 19:00 Uhr

Metellina segmentata (Clerck, 1757)
Herbstspinne (Buchholz et al. 2010)
Metellina segmentata W 7-2106.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Tetragnathidae (Streckerspinnen)
Gattung: Metellina (Herbstspinnen)
Reifezeit (Bellmann 2010)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:013922
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten LC
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh===*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württembergsh *
[D] Mecklenburg-Vorp.sh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh===*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Meta reticulata
  • Meta segmentata

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 6,5 bis 9 mm, Männchen 6 bis 7,5 mm (Bellmann 2001).

Das Prosoma ist hell und glasig und weist eine dunkle gabelförmige Zeichnung auf. Das Opisthosoma weist eine Blattzeichnung auf, die durch die variable Fleckfärbung aber auch undeutlich sein kann. Die meisten Tiere sind gelb und braun gefleckt, es kommen jedoch auch rötliche, kontrastreiche Farbvarianten vor. Die Beine sind hellbraun mit dunklen Ringeln.

Ähnliche Arten

Bein Ⅰ des Männchens

Metellina segmentata ist M. mengei äußerst ähnlich. Die Weibchen können selbst anhand der Epigyne kaum unterschieden werden. Die Männchen lassen sich anhand der Pedipalpen sicher bestimmen. Außerdem sind bei diesen die Borsten am Metatarsus und Tarsus von Bein Ⅰ ventral und dorsal etwa gleich lang. Bei M. mengei sind die Borsten ventral deutlich länger. Dieses Merkmal ist auch im Feld mit einer guten Lupe erkennbar. (Roberts 1996)

Metellina segmentata ist später im Jahr reif als M. mengei. Es gibt aber einen Überlappungsbereich, so dass dies nicht als sicheres Unterscheidungsmerkmal dienen kann.

Weibchen weisen ventral einen von rektal bis zur Epigyne gehenden schwarzen Streifen auf, welcher bei Metellina mengei über die Epigyne hinausgeht. (Sauer & Wunderlich 1997)

Unterscheidungsmerkmale zu Metellina mengei

Metellina segmentata vs M mengei male HLovbrekke.jpg Metellina mengei (rechtss) weist im Gegensatz zu Metellina segmentata abstehende Beborstung des Tarsus von Bein I des Männchens auf. Auf den Zeichnungen sind des Weiteren die Bereiche am Pedipalpus markiert, die beide Arten voneinander unterscheiden
Metellina mengei Metellina segmentata foto female HLovbrekke.jpg Metellina segmentata (rechts) weist im Gegensatz zu Metellina mengei einen über die Epigyne hinausgehenden schwarzen Bereich auf.
Metellina segmentata vs M mengei female genital HLovbrekke.jpg Die Epigyne von Metellina segmentata weist eine Sklerotisierung bis zum Epigynenrand auf, die untere Kante (rechter Pfeil) ist eher gebogen. Bei Metellina mengei ist die untere Kante eher gerade und die "Achselhöhle" (linker Pfeil) eher rundlich. Während der mit Pfeil markierte Bereich der Vulva bei Metellina segmentata zusammenhängend ist, ist er bei Metellina mengei deutlich zweigeteilt.


Lebensweise

Netzbau

Metellina segmentata baut ein kleines Radnetz in der Krautschicht, insbesondere an Waldrändern und in lichten Wäldern, jedoch auch in offenem Gelände. Dieses steht leicht schräg und die Spinne hält sich meist in der Nabe auf der Unterseite des Netzes auf. Der Kopf weist dabei nach unten. Bei Störung klettert das Tier an den Rand des Netzes in die Vegetation und nimmt dort oft eine Tarnhaltung ein, in der das Opisthosoma seitlich abgeknickt gehalten wird.

Fortpflanzung

Balz des Männchens (rechts)

Im Herbst findet man die Männchen häufig in den Netzen der Weibchen, wo sie zunächst im Randbereich warten. Gerät eine Beute ins Netz, versuchen sie, sie zu ergreifen, um sie einzuspinnen und dem Weibchen als „Brautgeschenk” anzubieten. Dabei zupft das Männchen zur Balz an den Signalfäden. Die Paarung erfolgt abseits der Beute an einem Begattungsfaden, den das Männchen zuvor gesponnen hat. (Bellmann 2001)

Verbreitung

Metellina segmentata ist paläarktisch verbreitet und nach Kanada eingeschleppt (World Spider Catalog 2015). Der Nachweis aus dem östlichen Kasachstan (Saveleva 1970) ist zweifelhaft (Komnenov 2013).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Bellmann H (2001): Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Frankh-Kosmos Verlag. ISBN 3-440-09071-X, 304 S.
  • Bellmann H (2010): Der Kosmos Spinnenführer: Über 400 Arten Europas. Kosmos. 1. Auflage. ISBN 3-440-10114-2, 429 S.
  • Buchholz S, Hartmann V & Kreuels M (2010): Rote Liste und Artenverzeichnis der Webspinnen - Araneae - in Nordrhein-Westfalen. Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen 3. Fassung, Stand August 2010, S. 1–25.
  • Komnenov M (2013): Spider fauna of the Osogovo Mt. Range, Northeastern Macedonia. Fauna Balkana (University of Novi Sad, Serbia). Volume 2, S. 1–267.
  • Roberts MJ (1996): Collins Field Guide. Spiders of Britain and Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • Sauer F & Wunderlich J (1997): Die schönsten Spinnen Europas nach Farbfotos erkannt. Fauna-Verlag. 5. Auflage. ISBN 3-923010-03-6, 296 S.
  • World Spider Catalog (2015): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 16.5, abgerufen am 2015-08-05, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise