Segestria florentina: Unterschied zwischen den Versionen

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Bild:Segestria florentina (6)a.jpg
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Bild:Segestria_florentina_(8)-1-.JPG|Weibchen
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Bild:Segestria florentina (9).JPG|Weibchen im Schlupfwinkel
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Bild:S. florentina male Ackermann.JPG|Männchen
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Datei:Segestria florentina Pula Kroatien Pedipalpus.JPG|Pedipalpus lateral
Datei:Segestria florentina Pula Kroatien Pedipalpus.JPG|Pedipalpus lateral

Version vom 23. November 2012, 21:58 Uhr

Segestria florentina (Rossi, 1790)
Mächtige Fischernetzspinne
Segestria florentina (5)-1-.JPG
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Segestriidae (Fischernetzspinnen)
Gattung: Segestria (Echte Fischernetzspinnen)
Reifezeit (Komnenov & Pavićević D 2008)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:004309
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlandes??=R

Merkmale

Körperlänge: Weibchen 13 bis 22 mm, Männchen 10 bis 15 mm (Roberts 1996).

Das Prosoma und Opisthosoma dieser Art ist fast gänzlich schwarz. Noch nicht adulte Tiere besitzen oftmals eine dünne, graue Behaarung auf dem Hinterleib. Das Sternum ist rotbraun bis dunkelbraun. Die Beine sind ebenfalls schwarz bis schwarzbraun. Ein typisches Merkmal von Segestria florentina sind die metallisch glänzenden Chelizeren (Bellmann 2001).

Haplogyn, daher keine Epigyne ausgeprägt. Die Vulva ist sackartig, mit im Verhältnis kleinen Spermatheken.

Pedipalpus simpel gebaut, mit stumpfer, ungegabelter Bulbusspitze. Embolus relativ kurz (vergleiche Segestria senoculata).

Ähnliche Arten

Jungtiere sind noch nicht schwarz, sondern bräunlich und ähneln Segestria bavarica.

Verbreitung

Bisher erst zweimal in Deutschland nachgewiesen (Arachnologische Gesellschaft 2020). Ansonsten in weiten Teilen Europas, vor allem im Mittelmeerraum, aber auch in England (Bellmann 2001).

Lebensraum

Löcher in Mauern und unter oder zwischen Steinen (Roberts 1996). Auch in Häusern (Bellmann 2001). Aber auch unter Rinde und in Hohlräumen von Bäumen (Pepe R. & Caione R. 2006).

In Kroatien (Stadtgebiet und Umgebung von Pula) konnten Exemplare in allen genannten Lebensräumen gefunden werden. Dabei war die Art sehr häufig, auch in unmittelbarer Nähe zu Schlafräumen, anzutreffen. (Bauer 2011)

Lebensweise

Siehe Segestriidae

Giftigkeit

Der Biss gilt als recht schmerzhaft (Bellmann 2001) und kann leichte systemische Wirkungen haben. So berichten Pepe & Caione von einem Bissunfall, dessen unmittelbare Folgen intensive Schmerzen um die Bissstelle und eine Kraftminderung in dem betreffenden Arm waren. Wenige Stunden später setzten zusätzlich Fieber, Kopfschmerzen und Schwindel ein. Um die Bissstelle herum zeigte sich ein Ödem. Trotz anschließender Behandlung klangen die Symptome erst nach einer Woche endgültig ab. Allerdings handelt es sich hier um eine recht heftige Reaktion der Patientin, es sind auch wesentlich mildere Verläufe in der Literatur dokumentiert. (Pepe R. & Caione R. 2006)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Weblinks

Quellen

Quellen der Nachweise