Camisia: Unterschied zwischen den Versionen

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==Beschreibung==
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Große (Körperlänge um 1 mm), schwach pigmentierte Milben, deren Kutikula ein Sekret produciert, zu dem Boden- und Schmutzpartikel anhaften, so die Examplaren ercheinen schmutzig.<ref name="PrimitiveOribatids">{{Lit PrimitiveOribatids}}</ref>  
Große (Körperlänge um 1 mm), schwach pigmentierte Milben, deren Kutikula ein Sekret produziert, an dem Boden- und Schmutzpartikel haften. Die Tiere erscheinen dadurch schmutzig.<ref name="PrimitiveOribatids">{{Lit PrimitiveOribatids}}</ref>  


Trichobothrien sind immer vorhanden, Sensillus ist kurz. '''Prodorsum''' und '''Notogaster''' (besonders an hinterem Rand) mit Chitin-Vorsprüngen, von denen Setae aufwuchsen. Diese Milben haben 9 Paaren von genitalen, 2 Paaren von aggenitalen, 3 Paaren von analen und 3 Paaren von adanalen '''Setae'''. Aggenitale Setae wuchsen von weichem Körperoberfläche zwischen aggenitalen und genitalen Platten.<ref name="PrimitiveOribatids">{{Lit PrimitiveOribatids}}</ref>
Trichobothrien sind immer vorhanden, Sensillus ist kurz. '''Prodorsum''' und '''Notogaster''' (besonders am hinteren Rand) mit Chitin-Vorsprüngen, auf denen Setae wachsen. Diese Milben haben 9 Paare von genitalen, 2 Paare von aggenitalen, 3 Paare von analen und 3 Paare von adanalen '''Setae'''. Die aggenitalen Setae wachsen auf der weichen Körperoberfläche zwischen den aggenitalen und den genitalen Platten.<ref name="PrimitiveOribatids">{{Lit PrimitiveOribatids}}</ref>


&rarr; Für Fachbegriffe siehe auch Hauptartikel ''[[Anatomie von Hornmilben]]''
&rarr; Für Fachbegriffe siehe auch Hauptartikel ''[[Anatomie von Hornmilben]]''


==Biologie==
==Biologie==
Vertreter der Gattung sind parthenogenetisch. Männliche Exemplare existieren nicht. <ref name="Reevolution">{{Lit Reevolution}}</ref>
Die Vertreter dieser Gattung sind parthenogenetisch. Männliche Exemplare existieren nicht. <ref name="Reevolution">{{Lit Reevolution}}</ref>


==Arten und Verbreitung==
==Arten und Verbreitung==

Version vom 1. November 2011, 18:26 Uhr

Camisia von Heyden, 1826
Camisiidae Camisia spinifer 2.JPG
Parthenogenetisches Weibchen von Camisia spinifer
Systematik
Ordnung: Sarcoptiformes
Familie: Camisiidae

Typusart: Camisia segnis (Hermann, 1804).

Beschreibung

Große (Körperlänge um 1 mm), schwach pigmentierte Milben, deren Kutikula ein Sekret produziert, an dem Boden- und Schmutzpartikel haften. Die Tiere erscheinen dadurch schmutzig. (Balogh & Mahunka 1983)

Trichobothrien sind immer vorhanden, Sensillus ist kurz. Prodorsum und Notogaster (besonders am hinteren Rand) mit Chitin-Vorsprüngen, auf denen Setae wachsen. Diese Milben haben 9 Paare von genitalen, 2 Paare von aggenitalen, 3 Paare von analen und 3 Paare von adanalen Setae. Die aggenitalen Setae wachsen auf der weichen Körperoberfläche zwischen den aggenitalen und den genitalen Platten. (Balogh & Mahunka 1983)

→ Für Fachbegriffe siehe auch Hauptartikel Anatomie von Hornmilben

Biologie

Die Vertreter dieser Gattung sind parthenogenetisch. Männliche Exemplare existieren nicht. (Domes et al. 2007)

Arten und Verbreitung

Es wurden 10 Arten der Gattung in Europa, davon 9 auch in Mitteleuropa nachgewiesen. Eine weitere Art ist von europäischen arktischen Inseln bekannt. (Wojciech 2010)

Name DE NL BE CH AT CZ SK PL DK NO SE FI HU SI GB IE IT IT82 FR FRH ES PT
Camisia biurus ? ? ? ? × × ? × ? ? ? × × ? × ? × ? ? ? × ?
Camisia biverrucata × × ? ? × ? ? × ? × ? × × ? × ? × ? × ? × ?
Camisia horrida × ? ? ? × × ? × ? ? ? × × ? × ? × ? × ? × ?
Camisia invenusta ? ? ? × × ? ? × ? ? × × ? ? × × × ? × ? × ?
Camisia lapponica × ? ? × × × ? × ? ? × × ? ? ? ? × ? ? ? × ?
Camisia segnis × × ? ? × × ? × × × ? × × ? × ? × ? × ? × ×
Camisia solhoeyi ? ? ? ? ? ? ? × ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ?
Camisia spinifer × × ? ? × × ? × × × × × × ? × ? × ? × ? × ?
Camisia superba ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? × ? ? ? ? ?
Camisia tatrica ? ? ? ? ? ? ? × ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ? ?

Weitere europäische Arten

Name Verbreitung
Camisia borealis Spitzbergen, Jan Mayen Insel, Nowaja Semlja

Quellen

  • Balogh J & Mahunka S (1983): The Soil Mites of the World I.: Primitive Oribatids of the Palaearctic Region. Akadémiai Kiadó, Budapest. ISBN 963-05-2978-5, 372 S.
  • Domes K, Norton RA, Marun M & Scheu S (2007): Reevolution of sexuality breaks Dollo’s law. Proceedings of the National Academy of Sciences 104 (17), S. 7139–7144.
  • Wojciech M [Koord.] (2010): Fauna Europaea: Oribatida. Fauna Europaea 2.3.