Opilio canestrinii: Unterschied zwischen den Versionen

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ihr äußeres Erscheinungsbild. Es sind große Weberknechte [KL(m): 3,8 - 6,1 mm; KL(w):  
4,7 - 8,1mm] mit typischen hellen und kurzen quer Makel auf dem großen rötlichbraunen  
4,7 - 8,1mm] mit typischen hellen und kurzen Querstrichen auf dem großen rötlichbraunen  
bis grünlichbraunen Opisthosoma. Das Prosoma zeigt ein enges Gesichtsfeld mit  
bis grünlichbraunen Opisthosoma. Das Prosoma zeigt ein enges Gesichtsfeld mit  
einem recht hohen Augenhügel und weissgerandeten Augen. Der Augenhügelrand  
einem recht hohen Augenhügel und weissgerandeten Augen. Der Augenhügelrand  
besitzt dorsal ca. 5 spitze Tuberkeln. Der Vorderrand des Prosomas weist keine Zacken  
besitzt dorsal ca. 5 spitze Tuberkeln. Der Vorderrand des Prosomas weist keine Zacken  
oder nach vorne gerichtete Dornen auf. Auch die suprachelicheren Lamellen sind ohne
oder nach vorne gerichtete Dornen auf. Auch die suprachelicheren Lamellen sind ohne
„Zähnchen“. ''{{PAGENAME}}'' hat sehr lange Beine. Die Beine sind in der Regel im Querschnitt rund und mit niedrigen dunklen Dornreihen versehen.  
„Zähnchen“. ''{{PAGENAME}}'' hat sehr lange Beine. Diese sind in der Regel im Querschnitt rund und mit niedrigen dunklen Dornreihen versehen.  


Die Ventralseite von ''{{PAGENAME}}'' wird dominiert durch das markante Genitalplatte. Sie weist
Die Ventralseite von ''{{PAGENAME}}'' wird durch die markante Genitalplatte dominiert. Sie weist
in der Regel eine charakteristische Pilz-Form auf. Die feinen, schmalen Loben (lo) der Coxa II   
in der Regel eine charakteristische Pilz-Form auf. Die feinen, schmalen Loben (lo) der Coxa II   
bilden miteinander einen deutlichen Winkel.
bilden miteinander einen deutlichen Winkel.
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Die Pedipalpen (insb. Patella) weisen keine Apophysen auf. Der Tarsus ist in etwa gerade,  
Die Pedipalpen (insb. Patella) weisen keine Apophysen auf. Der Tarsus ist in etwa gerade,  
nicht säbelartig gebogen wie z. B. bei ''N. sempronii''.
nicht säbelartig gebogen wie z. B. bei ''[[Nelima sempronii]]''.


Die Männchen von ''{{PAGENAME}}'' sind in der Regel klein und runzelig (Geschlechtserkennung)  
Die Männchen von ''{{PAGENAME}}'' sind in der Regel klein und runzelig (Geschlechtserkennung)  
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==Lebensraum==
==Lebensraum==
In Norddeutschland wird ''{{PAGENAME}}'' überwiegend an Waldstandorten gefunden. Er kommt aber auch am Gebäuden vor (insbesondere zur Paarungszeit im Herbst), wie z.B. weit verbreitet in Berlin-Mitte.
In Norddeutschland wird ''{{PAGENAME}}'' überwiegend an Waldstandorten gefunden. Er kommt aber auch an Gebäuden vor (insbesondere zur Paarungszeit im Herbst), wie z. B. weit verbreitet in Berlin-Mitte.


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==Reifezeit==
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Adulte Exemplare finden sich von Juli-August bis Dezember. Besonders zahlreich findet man paarungswillige ''{{PAGENAME}}''nach den ersten kälteren Herbsttagen an Gebäudewänden, Holzmasten und z.B. an Zaunlatten <ref name="martens"/>.
Adulte Exemplare finden sich von Juli-August bis Dezember. Besonders zahlreich findet man paarungswillige ''{{PAGENAME}}'' nach den ersten kälteren Herbsttagen an Gebäudewänden, Holzmasten und z. B. an Zaunlatten.<ref name="martens"/>


==Bilder==
==Bilder==

Version vom 13. November 2009, 21:36 Uhr

Opilio canestrinii (Thorell, 1876)
Apenninenkanker
O. canestrinii Belzig 2008d.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Opiliones (Weberknechte)
Familie: Phalangiidae (Schneider)
Gattung: Opilio
Verbreitung in Europa (Blick & Komposch 2004) (Stoch 2003) (Wijnhoven 2009)
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten NE
[D] Deutschland nb
[D] Berlin *
[NO] Norwegen NA
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Opilio ravennae

syn. Opilio ravennae

Beschreibung

Man erkennt Opilio canestrinii (Weibchen!) sofort durch ihr äußeres Erscheinungsbild. Es sind große Weberknechte [KL(m): 3,8 - 6,1 mm; KL(w): 4,7 - 8,1mm] mit typischen hellen und kurzen Querstrichen auf dem großen rötlichbraunen bis grünlichbraunen Opisthosoma. Das Prosoma zeigt ein enges Gesichtsfeld mit einem recht hohen Augenhügel und weissgerandeten Augen. Der Augenhügelrand besitzt dorsal ca. 5 spitze Tuberkeln. Der Vorderrand des Prosomas weist keine Zacken oder nach vorne gerichtete Dornen auf. Auch die suprachelicheren Lamellen sind ohne „Zähnchen“. Opilio canestrinii hat sehr lange Beine. Diese sind in der Regel im Querschnitt rund und mit niedrigen dunklen Dornreihen versehen.

Die Ventralseite von Opilio canestrinii wird durch die markante Genitalplatte dominiert. Sie weist in der Regel eine charakteristische Pilz-Form auf. Die feinen, schmalen Loben (lo) der Coxa II bilden miteinander einen deutlichen Winkel.

Die Cheliceren von Opilio canestrinii sind robust und dorsal nahezu glatt. Es können ventral lediglich feine niedrige Stacheln und Tuberkeln ausgebildet sein (vgl. Bild rechts).

Die Pedipalpen (insb. Patella) weisen keine Apophysen auf. Der Tarsus ist in etwa gerade, nicht säbelartig gebogen wie z. B. bei Nelima sempronii.

Die Männchen von Opilio canestrinii sind in der Regel klein und runzelig (Geschlechtserkennung) und oft auffallend gelblich bis rötlich. Das Opisthosoma ist nahezu zeichnungslos (Bild unten). Die Coxa sind immer hellbraun bis orange gefärbt (nicht schwarz).

(Martens 1978)

Lebensraum

In Norddeutschland wird Opilio canestrinii überwiegend an Waldstandorten gefunden. Er kommt aber auch an Gebäuden vor (insbesondere zur Paarungszeit im Herbst), wie z. B. weit verbreitet in Berlin-Mitte.


Verbreitung

Obwohl Martens (1978) noch keinen Opilio canestrinii kannte und immer nur von O. ravennae (Synonym für Opilio canestrinii) spricht, ist der Opilio canestrinii z. Z. die häufigste Opilio-Art in Deutschland.

Reifezeit

Adulte Exemplare finden sich von Juli-August bis Dezember. Besonders zahlreich findet man paarungswillige Opilio canestrinii nach den ersten kälteren Herbsttagen an Gebäudewänden, Holzmasten und z. B. an Zaunlatten. (Martens 1978)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen