Opilio canestrinii: Unterschied zwischen den Versionen
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==Bilder== | ==Bilder== | ||
Version vom 13. November 2009, 21:36 Uhr
| Opilio canestrinii (Thorell, 1876) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Apenninenkanker | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Weibchen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Systematik | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ordnung: Opiliones (Weberknechte) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Familie: Phalangiidae (Schneider) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gattung: Opilio | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verbreitung in Europa (Blick & Komposch 2004) (Stoch 2003) (Wijnhoven 2009) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
etabliert, nicht etabliert, nicht betrachtet
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| Gefährdung nach Roter Liste | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Synonyme und weitere Kombinationen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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syn. Opilio ravennae
Beschreibung
Man erkennt Opilio canestrinii (Weibchen!) sofort durch ihr äußeres Erscheinungsbild. Es sind große Weberknechte [KL(m): 3,8 - 6,1 mm; KL(w): 4,7 - 8,1mm] mit typischen hellen und kurzen Querstrichen auf dem großen rötlichbraunen bis grünlichbraunen Opisthosoma. Das Prosoma zeigt ein enges Gesichtsfeld mit einem recht hohen Augenhügel und weissgerandeten Augen. Der Augenhügelrand besitzt dorsal ca. 5 spitze Tuberkeln. Der Vorderrand des Prosomas weist keine Zacken oder nach vorne gerichtete Dornen auf. Auch die suprachelicheren Lamellen sind ohne „Zähnchen“. Opilio canestrinii hat sehr lange Beine. Diese sind in der Regel im Querschnitt rund und mit niedrigen dunklen Dornreihen versehen.
Die Ventralseite von Opilio canestrinii wird durch die markante Genitalplatte dominiert. Sie weist in der Regel eine charakteristische Pilz-Form auf. Die feinen, schmalen Loben (lo) der Coxa II bilden miteinander einen deutlichen Winkel.
Die Cheliceren von Opilio canestrinii sind robust und dorsal nahezu glatt. Es können ventral lediglich feine niedrige Stacheln und Tuberkeln ausgebildet sein (vgl. Bild rechts).
Die Pedipalpen (insb. Patella) weisen keine Apophysen auf. Der Tarsus ist in etwa gerade, nicht säbelartig gebogen wie z. B. bei Nelima sempronii.
Die Männchen von Opilio canestrinii sind in der Regel klein und runzelig (Geschlechtserkennung) und oft auffallend gelblich bis rötlich. Das Opisthosoma ist nahezu zeichnungslos (Bild unten). Die Coxa sind immer hellbraun bis orange gefärbt (nicht schwarz).
(Martens 1978)
Lebensraum
In Norddeutschland wird Opilio canestrinii überwiegend an Waldstandorten gefunden. Er kommt aber auch an Gebäuden vor (insbesondere zur Paarungszeit im Herbst), wie z. B. weit verbreitet in Berlin-Mitte.
Verbreitung
Obwohl Martens (1978) noch keinen Opilio canestrinii kannte und immer nur von O. ravennae (Synonym für Opilio canestrinii) spricht, ist der Opilio canestrinii z. Z. die häufigste Opilio-Art in Deutschland.
Reifezeit
Adulte Exemplare finden sich von Juli-August bis Dezember. Besonders zahlreich findet man paarungswillige Opilio canestrinii nach den ersten kälteren Herbsttagen an Gebäudewänden, Holzmasten und z. B. an Zaunlatten. (Martens 1978)
Bilder
Weblinks
Nachweis- und Verbreitungskarten
- Lemke M (2009): Nachweiskarte Östliches Schleswig-Holstein einschließlich Hamburg.
- Arachnologische Gesellschaft (2020): Atlas der Spinnentiere Europas.
- Vanhercke, L. (2004): Opiliones in Belgium.
- Staudt A. [Koord.] (2008): Europäische Verbreitung. AraGes e. V.
Weitere Links
Quellen
- Blick T & Komposch C (2004): Checkliste der Weberknechte Mittel- und Nordeuropas, Checklist of the harvestmen of Central and Northern Europe (Arachnida: Opiliones) Version 27. Dezember 2004.
- Martens J (1978): Die Tierwelt Deutschlands 64. Teil, Weberknechte, Opiliones. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 464 S.
- Stoch F (2003): Checklist of the species of the Italian fauna. Italian Ministry of Environment.
- Wijnhoven H (2009): De Nederlandse hooiwagens (Opiliones). Supplement Bij Nederlandse Faunistische Mededelingen, 118 S., ISSN 1875-760X.