Steatoda triangulosa: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 3. Oktober 2012, 15:01 Uhr

Steatoda triangulosa (Walckenaer, 1802)
Dreiecks-Fettspinne
Stea.triangulosa Töpfer.JPG
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Theridiidae (Kugelspinnen)
Gattung: Steatoda (Fettspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:008125
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten NE
[CZ] Tschechien ES
[D] Deutschland nb
[D] Berlin nb
[D] Baden-Württembergs *
[D] Bayern D
[D] Bayern SL D
[D] Mecklenburg-Vorp.es nb
[D] Nordrhein-Westfalenss>=*
[D] Sachsen-Anhalt 0
[NO] Norwegen NA
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Teutana triangulosa

Merkmale

Körperlänge: Weibchen werden 4 bis 5,2 mm groß, Männchen 3,5 bis 4 mm (Roberts 1996).

Prosoma dunkelbraun. Beine hellbraun, alle Glieder distal dunkel geringelt.

Opisthosoma ähnlich wie bei Steatoda bipunctata, jedoch deutlich gezeichnet mit einer Reihe von verbundenen, hellen Rauten. Opisthosoma seitlich hell. (Bellmann 2001) Prosoma und Sternum sind fein pockig genarbt.

Die Beine sind undeutlich hell dunkel geringelt.

Die adulten Männchen sind deutlich schlanker, mit einem wesentlich schmaleren Opisthosoma.

Pedipalpus mit distal liegendem, kleinem, länglichen und geschwungenen Konduktor

Epigyne mit dunkel sklerotisiertem, anterior konvex eingebuchtetem Mittelteil.

Ähnliche Arten

Ähnelt in Form und Farbe v. a. Steatoda grossa. Letztere wird aber deutlich größer und besitzt in der Regel keine so ausgeprägte Opisthosomazeichnung.

Verbreitung

Steatoda triangulosa ist weltweit verbreitet (World Spider Catalog 2020), fehlt aber anscheinend im nördlichen Deutschland und wurde auch in Nordeuropa bisher (bis auf Norwegen) nicht nachgewiesen (Kronestedt 2001) (Scharff & Gudik-Sørensen O 2011) (Koponen 2008).

In Deutschland findet sich eine deutliche Häufung der Nachweise entlang des Rheins. Auffällig ist zudem ein isoliertes Vorkommen im Berliner Großraum. (Arachnologische Gesellschaft 2020)

Lebensraum

In Südeuropa auch im Freiland zu finden, in Mitteleuropa jedoch hauptsächlich in Gebäuden (Bellmann 2001). Auch außen an Gebäuden anzutreffen.

Lebensweise

Steatoda triangulosa baut – wie die meisten Kugelspinnen – ein dreidimensionales Netz aus Struktur- und Klebefäden. Dafür spinnt sie von einem Versteck aus mehrere Strukturfäden radial abwärts und seitlich zu gegenüberliegenden Flächen oder Gegenständen. Anschließend wandert sie an einem dieser Fäden entlang und lässt sich in regelmäßigen Abständen auf das darunterliegende Substrat herab. Dort befestigt sie nun einen einzelnen Faden, der beim Hochklettern am unteren Ende mit klebriger Spinnseide versehen wird. In einem Netz finden sich meist mehrere solcher „Klebfadenschienen” in verschiedenen Stadien. Insgesamt benötigt die Spinne ein paar Nächte zum Anlegen eines ausgedehnten Netzes. (Benjamin S. P. & Zschokke S. 2002)

Hauptsächlich fängt die Spinne mit ihrem Fangnetz laufende Insekten, darunter auch oft Ameisen (Roberts 1996).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Weblinks

Quellen

Quellen der Nachweise