Opilio canestrinii: Unterschied zwischen den Versionen

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Bild:Opilio_canestrinii_m_total.jpg|Männchen Gesamtansicht
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Bild:Opilio canestrinii 1033 MTd 13.jpg|Weibchen
Bild:O. canestrinii Belzig 2008c.jpg|von der Seite
Bild:O. canestrinii Belzig 2008c.jpg|Weibchen von der Seite
Bild:O. canestrinii mit Wurm.jpg|mit Regenwurm
Bild:O. canestrinii mit Wurm.jpg|Weibchen mit Regenwurm
Datei:Opilio-canestrinii Weimar 09-11 01.jpg
Datei:Opilio-canestrinii Weimar 09-11 01.jpg|Weibchen
Datei:Opilio-canestrinii Weimar 09-11 02.jpg
Datei:Opilio-canestrinii Weimar 09-11 02.jpg|Weibchen
Bild:Opilio_canestrinii_f.JPG|frontal
Bild:Opilio_canestrinii_f.JPG|Weibchen frontal
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Bild:Opilio sp. 09.08.2009BELZIG.jpg|mit biegsamen, peitschenförmigen Tarsen
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Bild:Opilio_canestrinii_m2.JPG
Bild:O. canestrinii (m) US 001a.jpg|Ventralseite mit Genitalplatte (Alkoholpräparat)
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Bild:Opilio_canestrinii_fm.JPG|Männchen (oben) und Weibchen)
Bild:Opilio_canestrinii_fm.JPG|Männchen (oben) und Weibchen)
Bild:Opilio_canestrinii_mating.JPG|Paarung (Männchen links)
Bild:Opilio_canestrinii_juv.JPG|Jungtier dorsal
Bild:Opilio_canestrinii_juv.JPG|Jungtier dorsal
Bild:Opilio_canestrinii_juv_(2).JPG|Jungtier mit erbeuteter Staublaus
Bild:Opilio_canestrinii_juv_(2).JPG|Jungtier mit erbeuteter Staublaus
Bild:Opilio_canestrinii_mating.JPG|Paarung (Männchen links)
 
Bild:O. canestrinii (m) US 001a.jpg|Ventralseite mit Genitalplatte (Alkoholpräparat)
 
Bild:Opilio sp. 09.08.2009BELZIG.jpg| Weibchen mit biegsamen, peitschenförmigen Tarsen
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Version vom 4. August 2010, 16:33 Uhr

Opilio canestrinii (Thorell, 1876)
Apenninenkanker
O. canestrinii Belzig 2008d.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Opiliones (Weberknechte)
Familie: Phalangiidae (Schneider)
Gattung: Opilio
Verbreitung in Europa (Blick & Komposch 2004) (Stoch 2003) (Wijnhoven 2009) (Delfosse 2004) (Stol 2007) (Novak et al. 2006) (Bezděčka P 2008)
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten NE
[D] Deutschland nb
[D] Berlin *
[NO] Norwegen NA
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Opilio ravennae

syn. Opilio ravennae

Beschreibung

Man erkennt Opilio canestrinii (Weibchen!) sofort durch ihr äußeres Erscheinungsbild. Es sind große Weberknechte [KL(m): 3,8 - 6,1 mm; KL(w): 4,7 - 8,1mm] mit typischen hellen und kurzen Querstrichen auf dem großen rötlichbraunen bis grünlichbraunen Opisthosoma. Das Prosoma zeigt ein enges Gesichtsfeld mit einem recht hohen Augenhügel und weissgerandeten Augen. Der Augenhügelrand besitzt dorsal ca. 5 spitze Tuberkeln. Der Vorderrand des Prosomas weist keine Zacken oder nach vorne gerichtete Dornen auf. Auch die suprachelicheren Lamellen sind ohne „Zähnchen“. Opilio canestrinii hat sehr lange Beine. Diese sind in der Regel im Querschnitt rund und mit niedrigen dunklen Dornreihen versehen.

Die Ventralseite von Opilio canestrinii wird durch die markante Genitalplatte dominiert. Sie weist in der Regel eine charakteristische Pilz-Form auf. Die feinen, schmalen Loben (lo) der Coxa II bilden miteinander einen deutlichen Winkel.

Die Cheliceren von Opilio canestrinii sind robust und dorsal nahezu glatt. Es können ventral lediglich feine niedrige Stacheln und Tuberkeln ausgebildet sein (vgl. Bild rechts).

Die Pedipalpen (insb. Patella) weisen keine Apophysen auf. Der Tarsus ist in etwa gerade, nicht säbelartig gebogen wie z. B. bei Nelima sempronii.

Die Männchen von Opilio canestrinii sind in der Regel klein und runzelig (Geschlechtserkennung) und oft auffallend gelblich bis rötlich. Das Opisthosoma ist nahezu zeichnungslos (Bild unten). Die Coxa sind immer hellbraun bis orange gefärbt (nicht schwarz).

(Martens 1978)

Lebensraum

In Norddeutschland wird Opilio canestrinii überwiegend an Waldstandorten gefunden. Er kommt aber auch an Gebäuden vor (insbesondere zur Paarungszeit im Herbst), wie z. B. weit verbreitet in Berlin-Mitte.

Verbreitung

Obwohl Martens (1978) noch keinen Opilio canestrinii kannte und immer nur von O. ravennae (Synonym für Opilio canestrinii) spricht, ist der Opilio canestrinii z. Z. die häufigste Opilio-Art in Deutschland.

Reifezeit

Adulte Exemplare finden sich von Juli-August bis Dezember. Besonders zahlreich findet man paarungswillige Opilio canestrinii nach den ersten kälteren Herbsttagen an Gebäudewänden, Holzmasten und z. B. an Zaunlatten. (Martens 1978)

Bilder



Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen