Troxochrus scabriculus

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Troxochrus scabriculus (Westring, 1851)
Troxochrus scabriculus 18.09.11-458-4 f dorsal.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Troxochrus
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:013140
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien ES
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh===*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.mh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh<(↓)=*
[D] Schleswig-Holsteinsh==-D*
[NO] Norwegen LC
[NO] Norwegen VU
[SK] Slowakei R*
Synonyme
  • Erigone scabricula
  • Troxochrus cirrifrons

Troxochrus scabriculus ist die Typusart der Gattung.

Taxonomie

Bei der Form cirrifrons war lange umstritten, ob es sich um eine eigene Art handelt (Troxochrus cirrifrons) oder nur um eine morphologische Variante von T. scabriculus, da beide Arten immer nur gemeinsam vorkommen.

Pickard-Cambridge TCorrifrons.jpg Das Männchen der Form cirrifrons unterscheidet sich von der Form scabriculus durch längere Haarborsten an der Außenseite der HMA (Wiehle H. 1960), besonders aber durch die stärkere Entwicklung des Kopfhügels, wie schon die Erstbeschreibung (Pickard-Cambridge O 1871) Fig. 43 (links) zeigte.

Im Bau der Taster-Tibia des Männchens und dem Endapparat sind beide Formen anscheinend identisch. Ihr syntopisches Auftreten war ein weiterer Anlass, Dimorphismus zu vermuten. 2018 wurde T. cirrifrons zur Form herabgestuft und mit T. scabriculus synonymisiert (Milasowszky N & Hepner M 2018). Ein experimenteller Beweis durch Nachzucht steht allerdings aus.

Merkmale

Körperlänge: Weibchen und Männchen werden 1,7 bis 2,0 mm lang (Nentwig W. et al. 2012)

Prosoma braungelb ohne Zeichnung; beim Männchen mit schwarzen Seitenfurchen. Mundteile braungelb, aber Labidum geschwärzt. Beine orangegelb. Tibia Ⅰ und Ⅳ mit dorsalem Stachel. Metatarsus Ⅰ–Ⅱ mit Trichobothrium. Sternum braungelb schwach geschwärzt an der Kante dunkler. Opisthosoma gräulich. (Tullgren A. 1955) Beine: Wiehleformel 1-1-1-1 (Roberts M. J. 1993)

Weibchen

Augen: Vordere Augesreihe rekurv, hintere schwach prokurv (Tullgren A. 1955).

Männchen

Augen von schwarzen Ringen umgeben (Tullgren A. 1955).

Form cirrifrons

Prosoma oval rund, glänzend dunkelbraun, im oberen Bereich etwas blasser. Massiver nach oben gerundeter Augenhügel (nach hinten etwas mehr erhöht). Beine: Gelb, Femora und Tibien ein wenig orange, Beinlängenverhältnisse: 4, 1, 2, 3. (Pickard-Cambridge O 1871)

Ähnliche Arten

Das Weibchen von Ceratinella brevis besitzt eine sehr ähnliche Epigyne, hat aber ein rundlicheres Opisthosoma und in der Regel ein Skutum.

Weibchen

Die Epigyne ähnelt Ceratinella brevipes.

Lebensraum

In offenen, trockenen bis mäßig feuchten Lebensräumen (Nentwig W. et al. 2012). Halotolerant, auf Salzwiesen vorkommend (Finch O.-D. 2008).

Verbreitung

Troxochrus scabriculus ist paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2016).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise