Walckenaeria simplex

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Walckenaeria simplex Chyzer, 1894
Einfaches Zierköpfchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Walckenaeria (Zierköpfchen)
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:013381
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten R
[CZ] Tschechien VU
[D] Deutschlandes??=R
[SK] Slowakei R*

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 2,9 mm, Männchen 3,0 mm (Nentwig et al. 2017).

Beine hell rötlich-gelb, ohne Stacheln (Nentwig et al. 2017).

Männchen

Prosoma des Männchens unauffällig und ohne auffällige Modifikationen (Kielhorn 2008). Pedipalpus: Tibialapophyse lang, gebogen, stumpf auslaufend, an ihrer Basis ein weiterer geknickter, stumpfer Vorsprung (Nentwig et al. 2017).

Ähnliche Arten

Die Epigyne des Weibchens ähnelt der von Walckenaeria corniculans. Das Prosoma ist jedoch einheitlich braun, während das von W.corniculans orange und im Kopfbereich abgedunkelt ist. (Kielhorn 2008)

Lebensraum

Ökotyp: Thermophil mit Toleranz verschiedener Bodenfeuchte. Habitatanspruch: Südexponierte Hänge in Flusstälern in Laubstreu bzw. auf Bodenoberfläche. Die meisten Nachweise stammen aus der Streu von Laubwäldern, es werden aber auch Nadelwälder besiedelt. Der Lebensraum muss teilweise beschattet sein. Die meisten Funde liegen im Höhenbereich von 200 bis 800 m üNN, vereinzelt wurde Walckenaeria simplex je doch auch in Höhen von 100 bis 200 m, bzw. über 1000 m üNN nachgewiesen. (Kielhorn 2008)

Fundorte: In feuchter Laubstreu eines schattigen Mischwaldes in der Slowakei, Wärmestandort am Alpenrand in Österreich (Nentwig et al. 2017).

Typische Nachweismethoden: Bodenfalle und Streugesiebe. (Kielhorn 2008)

Lebensweise

Adulte Tiere überwintern, bzw. werden als winteraktiv eingestuft. Genauere phänologische Daten fehlen. (Kielhorn 2008)

Verbreitung

Walckenaeria simplex wurde bisher in Mittel- und Osteuropa nachgewiesen (World Spider Catalog 2015).

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise