Theridion melanurum

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Theridion melanurum L. Koch, 1870
Schwarzsteiß-Kugelspinne
T. melanurum Jonathan 1.jpg
Sehr dunkles Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Theridiidae (Kugelspinnen)
Gattung: Theridion (Echte Kugelspinnen)
Reifezeit (Le Peru 2011)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:008541
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien ?
[D] Deutschlandmh??=D
[D] Berlins===*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.ss== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalenh===*
[D] Schleswig-Holsteins===*
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Theridion denticulatum

Merkmale

Körperlänge: Weibchen 2,5 bis 4,5 mm, Männchen 2,3 bis 4,2 mm groß (Le Peru 2011).

Prosoma dorsal dunkel braun, cephaler Bereich dunkler. Sternum dunkelbraun. Opisthosoma gräulich. Dorsal mit einem gezähnten helleren Medianband, dieses schwarz eingefasst. Lateral mit wellenförmigen dunklen Linien. Ventral mit einem dreieckigen weißen Fleck in der hinteren Hälfte. Beine hellbraun und fein schwarz geringelt. Die Ringelung ist mitunter zu Flecken reduziert. (Le Peru 2011)

Epigynenöffnung nicht rundlich, lateral sind keine Kopulationsöffnungen sichtbar (Le Peru 2011). Einführgänge der Vulva mit nur je einer Doppelschleife (Heimer & Nentwig 1991).

Männchen mit aufgewölbter Epigastralregion. Pedipalpentibia so lang wie der Bulbus (Le Peru 2011). Konduktor rundlich, ohne abstehende laterale Spitze (Heimer & Nentwig 1991).

Die Pigmentierung der Tiere schwankt stark. Es kommen sowohl sehr helle als auch sehr dunkle Exemplare (siehe Infoboxbild) vor (Roberts 1996).

Ähnliche Arten

Ähnelt sehr stark Theridion mystaceum, unterscheidet sich aber durch die Länge der Pedipalpentibia, der Konduktorform sowie der Epigyne und der Vulva.

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (Platnick 2012). In Deutschland verstreut nachgewiesen (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Lebensraum

In Mitteleuropa und Nordeuropa normalerweise an und in Häusern (z.B. an Fensterrahmen (Roberts 1996)). In Südeuropa außerhalb von Häusern in einem breiten Spektrum an Habitaten zu finden, z.B. an Felsen, an Mauern, an Stämmen oder unter Steinen in Nadelwäldern, Heide oder Wiesen. (Le Peru 2011)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Arachnologische Gesellschaft (2020): Atlas der Spinnentiere Europas.
  • Heimer S & Nentwig W (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. ISBN 3-489-53534-0, 543 S.
  • Le Peru B (2011): The Spiders of Europe, a synthesis of data: Atypidae to Theridiidae. Mémoires de la Sociétés linnéenne de Lyon no. 2. 1 Auflage. ISBN 978-2-9531930-3-9, 523 S.
  • Platnick NI (2012): The World Spider Catalog, Version 12.5. The American Museum of Natural History.
  • Roberts MJ (1996): Collins Field Guide. Spiders of Britain and Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.

Quellen der Nachweise