Theridion melanurum

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Theridion melanurum Hahn, 1831
Schwarzsteiß-Kugelspinne
T. melanurum Jonathan 1.jpg
sehr dunkles Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Theridiidae (Kugelspinnen)
Gattung: Theridion (Echte Kugelspinnen)
Reifezeit (Le Peru 2011)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:008541
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien ?
[D] Deutschlandmh??=D
[D] Berlins===*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.es== R
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalenh===*
[D] Schleswig-Holsteins===*
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Theridion denticulatum

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 2,5 bis 4,5 mm, Männchen 2,3 bis 4,2 mm (Le Peru 2011).

Prosoma dorsal dunkel braun, cephaler Bereich dunkler. Sternum dunkelbraun. Opisthosoma gräulich. Dorsal mit einem gezähnten helleren Medianband, dieses schwarz eingefasst. Lateral mit wellenförmigen dunklen Linien. Ventral mit einem dreieckigen weißen Fleck in der hinteren Hälfte. Beine hellbraun und fein schwarz geringelt. Die Ringelung ist mitunter zu Flecken reduziert. (Le Peru 2011)

Epigynenöffnung nicht rundlich, sondern hinten ausgebuchtet (Heimer & Nentwig 1991), lateral sind keine Kopulationsöffnungen sichtbar (Le Peru 2011). Einführgänge der Vulva mit nur je einer Doppelschleife (Heimer & Nentwig 1991).

Männchen mit aufgewölbter Epigastralregion. Pedipalpentibia so lang wie der Bulbus (Le Peru 2011). Konduktor rundlich, ohne abstehende laterale Spitze (Heimer & Nentwig 1991).

Die Pigmentierung der Tiere schwankt stark. Es kommen sowohl sehr helle als auch sehr dunkle Exemplare (siehe Infoboxbild) vor (Roberts 1996).

Determination

Bei der Präparation der Vulva ist vorsichtig vorzugehen. Die Einführgänge brechen sehr leicht durch oder werden durch Berührung aus ihrer ursprünglichen Position entfernt. Meist liegen sie auch nie sauber in einer Doppelschleife (siehe Bilder).

Ähnliche Arten

Ähnelt sehr stark den anderen Arten der T. melanurum-Gruppe, unterscheidet sich aber durch die Länge der Pedipalpentibia, die Konduktorform sowie die Epigyne und die Vulva (Einführgänge).

Theridion mystaceum vs T. melanurum.JPG Vulvenstrukturen von T. mystaceum (links) u. T. melanurum (rechts)

Verbreitung

Paläarktis (World Spider Catalog 2017).

In Deutschland verstreut nachgewiesen (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Lebensraum

In Mitteleuropa und Nordeuropa normalerweise an und in Häusern (synanthrop, z.B. an Fensterrahmen (Roberts 1996)). In Südeuropa außerhalb von Häusern in einem breiten Spektrum an Habitaten zu finden, z.B. an Felsen, an Mauern, an Stämmen oder unter Steinen in Nadelwäldern, Heiden oder Wiesen. (Le Peru 2011)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Arachnologische Gesellschaft (2020): Atlas der Spinnentiere Europas.
  • Heimer S & Nentwig W (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. ISBN 3-489-53534-0, 543 S.
  • Le Peru B (2011): The Spiders of Europe, a synthesis of data: Atypidae to Theridiidae. Mémoires de la Sociétés linnéenne de Lyon no. 2. 1 Auflage. ISBN 978-2-9531930-3-9, 523 S.
  • Roberts MJ (1996): Collins Field Guide. Spiders of Britain and Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • World Spider Catalog (2017): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 18.5, abgerufen am 2017-08-23, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise