Syedra gracilis

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Syedra gracilis (Menge, 1869)
Zartes Orangenweberchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Syedra (Orangenweberchen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
_ _ _ _ _ _ start X end _ _ _
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:012786
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten V
[CZ] Tschechien VU
[CZ] Oberschlesien ?
[D] Deutschlands=?=*
[D] Berlin???=D
[D] Brandenburg *
[D] Bayern 3
[D] Bayern OG 3
[D] Bayern SL 3
[D] Bayern T/S 3
[D] Mecklenburg-Vorp.?== D
[D] Niedersachsen 3
[D] Niedersachsen (H) 3
[D] Nordrhein-Westfalenss===*
[D] Schleswig-Holsteines???R
[NO] Norwegen EN
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau ?

Merkmale

Körperlänge: Beide Geschlechter erreichen 1,3 bis 1,6 mm (Wiehle 1956).

Prosoma gelb mit einem deutlichen schwärzlichen Rand und dunklen Radiärstreifen. Von der Augenregion führen 3 dunkle Streifen zu einem mittleren dunklen Bezirk auf dem Vorderteil des Prosomas. Augen: Die großen HMA etwas mehr als um ihren Radius voneinander entfernt. VMA be­sonders klein und dunkel pigmentiert. Sternum gelb, schwarz übertönt, Rand etwas dunkler, das hintere Ende breit abgestutzt. Coxen Ⅳ um ihre Breite voneinander entfernt (beim Männchen ist das hintere Ende des Sternum schmaler), Gnathocoxen und Chelizeren, gelblich, nicht verdunkelt. Beine gelblich, Tibia Ⅰ und Ⅱ bräunlich verdunkelt, Beinformel: 4, 1, 2, 3. Die Borsten, auch auf den Vorderbeinen, länger als der doppelte Durchmesser der Glieder. Borsten auf Metatarsus Ⅰ und Ⅱ etwa in der Längenmitte stehend. Becherhaar auf Metatarsus Ⅰ: 0,33. (Wiehle 1956) Wiehleformel: 2-2-2-2 (Stäubli 2013). Opisthosoma gelbgrau bis grau. Unterseite durch seitliche helle Streifen be­grenzt. Spinnwarzen ganz hell. (Wiehle 1956)

Weibchen

Epigyne kompliziert, sehr breit, rötlich braun. Vorderer Rand der Epigynenplatte seitlich leicht eingebuchtet. (Nentwig et al. 2012) Rötlichbraun mit heller Umgebung, bedeckt fast die ganze Breite des Epigasters. Augenstellung und Form der Epigyne lassen das Weibchen sicher erkennen. (Wiehle 1956)

Männchen

Chelizeren weichen am Ende auseinander, aber nicht so stark wie bei den Agyneta-Arten. Cymbium ohne auffallende Ausbuchtung, die halb durch­sichtige Lamella characteristica ist schwer zu erkennen. Entscheidend für die Bestimmung ist das Paracymbium: Endast stark chitinisiert und gezähnt, vom Endast zum Querast schräge Reihe von Zähnen (ihre Ausbildung scheint variabel zu sein, Simon erwähnt 5–6, Kulczynsk bildet nur einen ab. Wiehle sah deutlich zwei. (Wiehle 1956) Die Uni Bern nennt auf ihren Bestimmungsseiten 2–3 Zähne (Nentwig et al. 2015).

Lebensraum

Waldart im engeren Sinn: Sie hat ihren Schwerpunkt in Wäldern (Blick & Burger 2016). Im Detritus unter Bäumen und Sträuchern (Nentwig et al. 2015). Auf alpinen Trockenweiden (Rief & Ballini 2017).

Verbreitung

Europa und Türkei (World Spider Catalog 2017).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise