Clubiona brevipes

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Clubiona brevipes Blackwall, 1841
Kurzbeinige Sackspinne (Buchholz S. et al. 2010)
Clubiona-brevipes-female2.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Clubionidae (Sackspinnen)
Gattung: Clubiona
Reifezeit (Harvey et al. 2014)
Monat:123456789101112
X X X X X X X X X X X X
_ _ _ _ start X X X X end _ _
Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:024473
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien LC
[CZ] Oberschlesien NT
[D] Deutschlandh===*
[D] Berlins===*
[D] Brandenburg *
[D] MVes== R
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] NRWh===*
[D] SHss===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien ?
[PL] Tschenstochau ?
[SK] Slowakei R*
Synonyme
  • Clubiona rethymnonis

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 4 bis 4,5 mm, Männchen 3,5 bis 4 mm (Roberts M. J. 1995). Heimer & Nentwig geben für die Weibchen 5 bis 7 mm, für die Männchen 4 bis 6 mm an. (Heimer S. & W. Nentwig 1991)

Prosoma dorsal dunkelbraun mit einer feinen dunklen Randung und radial ausstrahlenden Furchen, welche mitunter nur schwach ausgeprägt sind. Kopfbereich oftmals verdunkelt, Chelizeren wie Kopfbereich, bei den Weibchen an der Basis leicht nach vorne gestreckt. Sternum in der Regel tiefbraun. Opisthosoma stumpf braun, bei den Männchen in der Regel dunkler. Ein Dorsallängsband ist sehr schwach ausgeprägt und mitunter über die gesamte Länge vorhanden. Beine gelbbraun und in der Regel wesentlich heller als das dorsale Prosoma. (Locket G. H. & A. F. Millidge 1951)

Pedipalpus mit zweiteiliger Tibialapophyse. Der innere Ast ist kurz und wirkt oben auf breiter Ebene abgeschnitten, der äußere Abschnitt ist doppelt so lang und verjüngt sich stark zur Spitze hin. Eine Gabel bildet die Spitze. (Wiehle H. 1965)

Die sichtbaren Einführgänge der Epigyne beschreiben einen nach außen gerichteten, halbkreisartigen Bogen (Wiehle H. 1965). Chitinisierung und Färbung variieren oft, die Grundzüge sind aber immer zu erkennen (Locket G. H. & A. F. Millidge 1951).

Lebensraum

Lebt auf Büschen und Hecken, ebenso an Waldrändern. Auch unter Rinde zu finden. (Heimer S. & W. Nentwig 1991)

Kann in entsprechenden Habitaten leicht mithilfe des Klopfschirms nachgewiesen werden (Locket G. H. & A. F. Millidge 1951).

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog Association 2016).

In weiten Teilen Deutschlands nachgewiesen (Arachnologische Gesellschaft 2017).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Arachnologische Gesellschaft (2017): Atlas der Spinnentiere Europas.
  • Buchholz S., V. Hartmann & M. Kreuels (2010): Rote Liste und Artenverzeichnis der Webspinnen - Araneae - in Nordrhein-Westfalen. Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen 3. Fassung, Stand August 2010, S. 1–25.
  • Harvey, P. [Koord.] (2014): Spider and Harvestman Recording Scheme. British Arachnological Society.
  • Heimer S. & W. Nentwig (1991): Spinnen Mitteleuropas. Verlag Paul Parey. ISBN 3-489-53534-0, 543 S.
  • Locket G. H. & A. F. Millidge (1951): British Spiders Vol. I. Ray Society, 310 S.
  • Roberts M. J. (1995): Collins Field Guide. Spiders of Britain & Northern Europe. HarperCollins Publishers Ltd.. ISBN 0-00-219981-5, 383 S.
  • Wiehle H. (1965): Die Clubiona-Arten Deutschlands, ihre natürliche Gruppierung und die Einheitlichkeit im Bau ihrer Vulva (Arach., Araneae). Senckenbergiana biologica 46, S.471–505.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2016): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 17, abgerufen am 2016-06-8, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise und Checklisten