Harpactea lepida

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Harpactea lepida (C. L. Koch, 1838)
Hüpfende Sechsaugenspinne (Buchholz S. et al. 2010)
Harpactea-lepida MuenchenT 10-03 03.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Dysderidae (Sechsaugenspinnen)
Gattung: Harpactea
Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:004671
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[D] Deutschlandh===*
[D] Berlin???=D
[D] Brandenburg *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] NRWs===*
Synonyme
  • Harpactes lepidus

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 5 bis 7 mm, Männchen 5 mm (Le Peru B. 2011).

Prosoma dorsal dunkelbraun, Sternum braun und glatt. Opisthosoma, wie für die Familie typisch, zeichnungslos (siehe Bilder). Nicht konisch (Heimer S. & W. Nentwig 1991).

Beinbestachelung
Fem Ⅰ Fem. Ⅱ Cx. Ⅳ
2–6 2–6 0
(Heimer S. & W. Nentwig 1991)

Färbung aller Beinpaare einheitlich braun bis gelbbraun, mitunter mit leichter hell-dunkel Schattierung (siehe Bilder).

Weibchen

Epigastralfurche der Weibchen mit kleiner Chitinplatte auf der hinteren Seite (Heimer S. & W. Nentwig 1991).

Männchen

Bulbus des Pedipalpus lateral mit einer langen und streifenförmigen, schwarz gefärbten Apophyse (Le Peru B. 2011).

Ähnliche Arten

Harpactea-rubicunda-maleC4.jpg Das Bild zeigt Cox. Ⅳ von Harpactea rubicunda. Bei Harpactea hombergi und Harpactea lepida sind die Coxae Ⅳ unbestachelt. H. hombergi und H. lepida sind zudem im Adultstadium kleiner (Heimer S. & W. Nentwig 1991).

Harpactea hombergi, die dritte deutsche Art, ist anders gefärbt und hat einen konischen oder zylindrischen Hinterleib. Dem männlichen Pedipalpus fehlt die streifenförmige Apophyse, sowie den Weibchen die kleine chitinisierte Platte an der Epigastralfurche.

Bereits in der Schweiz und Österreich kommen weitere Arten der Gattung hinzu, in Ost- und Südeuropa erhöht sich die Artenzahl schließlich drastisch.

Verbreitung

Von Europa bis Moldavien verbreitet (World Spider Catalog Association 2016).

Fehlt in Deutschland in der Tiefebene, ansonsten aber weit verbreitet (Arachnologische Gesellschaft 2017).

Lebensraum

Hauptsächlich in Wäldern, vom Nadel- bis zum reinen Laubwald. Daneben an Geröllhängen und Hochmooren. Im Lebensraum unter Steinen und im Laub (Le Peru B. 2011).

Heimer & Nentwig (1991) nennen für die Art „Wälder gebirgiger Gegenden” als Lebensraum.

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise