Erigone remota

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Erigone remota L. Koch, 1869
Hochgebirgsglückspinne
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Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Erigone (Glückspinnen)
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:010496
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[D] Deutschlandes=?=R
[D] Bayern R
[D] Bayern Av/A R

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 2,0 bis 2,8 mm, Männchen 2,0 bis 2,5 mm (Nentwig et al. 2015).

Prosoma: Längenklasse 1,0–1,2 mm, Fovea deutlich als Einkerbung erkennbar. Augen: HAR gerade, vordere Mittelaugen deutlich kleiner als Seitenaugen. Chelizeren: Auffällige Apophysen/Zahnwarzen/Haarhöcker auf dem Chelizerengrundglied. Sternum glatt, nach hinten verlängert. Beine: Länge des Femurs Ⅰ kleiner als die des Prosomas, Femur Ⅰ ohne dorsale Borsten, ohne prolaterale Borsten auf Femur Ⅰ, ohne prolaterale Borsten auf Tibia Ⅰ. Lage des Tm Ⅰ in Klassen: 0,40–0,49 mm. Metatarsus Ⅳ dorsal ohne Trichobothrium, Metatarsus Ⅰ ohne dorsale Borsten, Tibia Ⅳ mit einer dorsalen Borste. Anzahl dorsaler Borsten auf Tibia Ⅰ–Ⅳ (Wiehleformel): 2-2-2-1. Tibia Ⅰ–Ⅱ ventral ohne Stacheln. Opisthosoma einfarbig, unauffällig (Stäubli 2013)

Weibchen

Prosoma unauffällig. Chelizeren: Zähne auf dem vorderen Falzrand nicht auffallend groß, Gnathocoxen unauffällig. Pedipalpen: Kralle nicht/undeutlich vorhanden. Sternum: Breite zwischen Coxen Ⅳ gleich ihrem Durchmesser. Epigyne mit Mittelplatte/Mittelsteg, vorgewölbt, keine durchscheinende Vulvenstrukturen. (Stäubli 2013)

Männchen

Prosoma: Längenklasse 1,2–1,4 mm, mit randlichen Zähnchen. Kopfregion mit Erhöhung. Chelizeren: Auffallend große Zähne auf dem vorderen Falzrand, Gnathocoxen mit Zahn/Zähnen/Haarwarzen. Pedipalpen: Femur auffällig, Patella mit Apophysen, Tibia mit mehreren einfachen Apophysen, Cymbium einfach, Paracymbium einfach, Längs- und Querast des Paracymbiums ohne Zähne, Embolus unauffällig, ohne Lamella characteristica. (Stäubli 2013)

Pedipalpus: Leicht an der lateralen Apophyse der Tibia zu erkennen. Sie ist nahe an die dorsale Apophyse heran gerückt und verlängert sich in eine leicht gebogene Spitze. Auch der Endapparat ist von anderen einheimischen Arten deutlich verschieden. (Wiehle 1967)

Lebensraum

Erigone remota ist eine häufige Art des Hochgebirges. Sie hat eine sehr weite Verbreitung und ist über das Alpengebiet hinaus auch in den Pyrenäen, den Kalkgebirgen Italiens und dem Balkangebirge zu finden. darüber hinaus findet man sie in Sibirien von Tomsk bis Nowaja Semlja. (Wiehle 1967)

Verbreitung

Paläarktis (World Spider Catalog 2015).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise