Agyneta conigera: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
Zur Navigation springenZur Suche springen
(Weitere Infos)
(Diverses)
Zeile 19: Zeile 19:
'''Körperlänge''': Weibchen erreichen 2,0 bis 2,2 mm, Männchen 1,9&ndash;2,1 mm<ref name='Wiehle 1956'>{{Lit Wiehle 1956 Spinnentiere oder Arachnoidea Familie Linyphiidae-Baldachinspinnen}}</ref>.
'''Körperlänge''': Weibchen erreichen 2,0 bis 2,2 mm, Männchen 1,9&ndash;2,1 mm<ref name='Wiehle 1956'>{{Lit Wiehle 1956 Spinnentiere oder Arachnoidea Familie Linyphiidae-Baldachinspinnen}}</ref>.


'''Prosoma''': Rückenliuie vor dem Kopfteil deutlich nach unten gesenkt, so dass der Kopf mit der Augenregion hervorgehoben ist und eine Aushöhlung des Clypeus entsteht. An den '''Chelizeren''' nur der distale Zahn des vorderen Randes gut entwickelt, der proximale und der des hinteren Klauen furchenrandes nur angedeutet. '''Sternum''' dunkelbraun mit schwarzem Anflug. Ränder dunkler. Gnathocoxen so dunkel wie das Sternum, Unterlippe dunkler. '''Beine''' lebhaft gelbbraun. Auch hier Tibien und Metatarsen schwärz­ lich verdunkelt, allerdings weniger deutlich. Borsten nuf Patella und Tibia kürzer als der Durch­ messer der Glieder, aber verhältnismäßig kräftig. Becherhaar auf dem Metntarsus fast genau am Ende des zweiten Drittels. Hinterleib schwärz­lich gefärbt.<ref name='Wiehle 1956'/> [[Wiehleformel]]: 2-2-2-2<ref name="Roberts">{{Roberts sogb vol2}}</ref>.
'''Prosoma''': Rückenlinie vor dem Kopfteil deutlich nach unten gesenkt, so dass der Kopf mit der Augenregion hervorgehoben ist und eine Aushöhlung des Clypeus entsteht. An den '''Chelizeren''' nur der distale Zahn des vorderen Randes gut entwickelt, der proximale und der des hinteren Klauenfurchenrandes nur angedeutet. '''Sternum''' dunkelbraun mit schwarzem Anflug. Ränder dunkler. Gnathocoxen so dunkel wie das Sternum, Unterlippe dunkler. '''Beine''' lebhaft gelbbraun. Auch hier Tibien und Metatarsen schwärzlich verdunkelt, allerdings weniger deutlich. Borsten auf Patella und Tibia kürzer als der Durchmesser der Glieder, aber verhältnismäßig kräftig. Becherhaar auf dem Metatarsus fast genau am Ende des zweiten Drittels. Hinterleib schwärz­lich gefärbt.<ref name='Wiehle 1956'/> [[Wiehleformel]]: 2-2-2-2<ref name="Roberts">{{Roberts sogb vol2}}</ref>.


===Weibchen===
===Weibchen===
Zeile 25: Zeile 25:


==Lebensraum==
==Lebensraum==
''{{PAGENAME}}'' wird in Moos- und Laubschicht von mäßig feuchten Wäldern bis 1300 NN gefunden<ref>{{Lit Nentwig et al Spinnen Europas|2.2015}}</ref>. In niedriger Vegetation und der Streu der Wälder<ref>{{Lit Schaefer 1972 Spinnenfauna SH}}</ref>. Euryöke Art, welche besonders m Waldrand oder im Knick vorkomt, sie wurde aber auch im Hochmoor, Birkenbruch in Heiden, auf Äckern und im Grünland gefunden; sie scheint sandige Böden zu meiden; hemiphotophil, hemihygrophil<ref name='reinke_irmler_1994'>{{Lit Reinke Irmler 1994 Spinnenfauna SH}}</ref>.
''{{PAGENAME}}'' wird in Moos- und Laubschicht von mäßig feuchten Wäldern bis 1300 NN gefunden<ref>{{Lit Nentwig et al Spinnen Europas|2.2015}}</ref>. In niedriger Vegetation und der Streu der Wälder<ref>{{Lit Schaefer 1972 Spinnenfauna SH}}</ref>. Euryöke Art, welche besonders am Waldrand oder im Knick vorkommt, sie wurde aber auch im Hochmoor, in Birkenbruch, in Heiden, auf Äckern und im Grünland gefunden; sie scheint sandige Böden zu meiden; hemiphotophil, hemihygrophil<ref name='reinke_irmler_1994'>{{Lit Reinke Irmler 1994 Spinnenfauna SH}}</ref>.


Typische '''Nachweismethode''': Bodenfalle.<ref>{{verbreitung_sh}}</ref>
Typische '''Nachweismethode''': Bodenfalle<ref>{{verbreitung_sh}}</ref>.


==Verbreitung==
==Verbreitung==
''{{PAGENAME}}'' ist [[Paläarktis|paläarktisch]] verbreitet und wurde im Kongo gefunden<ref name="wsc">{{Lit WSC|16|2015-02-01}}</ref>. In Deutschland weit verbreitet.<ref>{{AragesVerbreitung|505}}</ref>
''{{PAGENAME}}'' ist [[Paläarktis|paläarktisch]] verbreitet und wurde im Kongo gefunden<ref name="wsc">{{Lit WSC|16|2015-02-01}}</ref>. In Deutschland weit verbreitet<ref>{{AragesVerbreitung|505}}</ref>.


==Bilder==
==Bilder==
Zeile 49: Zeile 49:


<gallery caption='Männchen'>
<gallery caption='Männchen'>
Bild:Agyneta conigera male dorsal-13.05.11-460-4 (600).jpg|Männchen dorsal
Bild:Agyneta conigera male dorsal-13.05.11-460-4 (600).jpg|dorsal
Datei:Agyneta conigera m opisthosoma HLoevbrekke.jpg|Opisthosoma
Datei:Agyneta conigera m opisthosoma HLoevbrekke.jpg|Opisthosoma
Datei:Agyneta conigera m prosoma HLoevbrekke.jpg|Prosoma dorsal
Datei:Agyneta conigera m prosoma HLoevbrekke.jpg|Prosoma dorsal
Zeile 62: Zeile 62:
===Nachweis- und Verbreitungskarten===
===Nachweis- und Verbreitungskarten===
* {{verbreitung_sh}}
* {{verbreitung_sh}}
* {{verbreitung_deutschland}}
* {{AragesNachweise}}
* {{verbreitung_benelux}}
* {{verbreitung_benelux}}
* {{AragesVerbreitung|21}}
* {{NachweiseSrsUK}}
* {{verbreitung world|nbnsys0000009149}}
* {{NachweiseCZ}}


===Weitere Links===
===Weitere Links===
* {{AragesGalerie}}
* {{SpiEuSpezies}}
* {{SpiEuSpezies}}
* {{Pages Oger}}
* {{Pages Oger}}

Version vom 5. März 2016, 22:07 Uhr

Agyneta conigera (O. P.-Cambridge, 1863)
Gesatteltes Boxerweberchen
Agyneta-conigera Rennsteig-5330 10-07 01.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Agyneta (Boxerweberchen)
Reifezeit (Harvey 2014)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:009357
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten NT
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandh===*
[D] Berlinss===*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württembergmh *
[D] Mecklenburg-Vorp.s== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalenh===*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[D] Sachsen 4
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau ?
[SK] Slowakei EN
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Microneta conigera

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 2,0 bis 2,2 mm, Männchen 1,9–2,1 mm (Wiehle 1956).

Prosoma: Rückenlinie vor dem Kopfteil deutlich nach unten gesenkt, so dass der Kopf mit der Augenregion hervorgehoben ist und eine Aushöhlung des Clypeus entsteht. An den Chelizeren nur der distale Zahn des vorderen Randes gut entwickelt, der proximale und der des hinteren Klauenfurchenrandes nur angedeutet. Sternum dunkelbraun mit schwarzem Anflug. Ränder dunkler. Gnathocoxen so dunkel wie das Sternum, Unterlippe dunkler. Beine lebhaft gelbbraun. Auch hier Tibien und Metatarsen schwärzlich verdunkelt, allerdings weniger deutlich. Borsten auf Patella und Tibia kürzer als der Durchmesser der Glieder, aber verhältnismäßig kräftig. Becherhaar auf dem Metatarsus fast genau am Ende des zweiten Drittels. Hinterleib schwärz­lich gefärbt. (Wiehle 1956) Wiehleformel: 2-2-2-2 (Roberts 1993).

Weibchen

Die rotbraune Epigyne nimmt fast die ganze Breite des Epigasters ein (Wiehle 1956).

Lebensraum

Agyneta conigera wird in Moos- und Laubschicht von mäßig feuchten Wäldern bis 1300 NN gefunden (Nentwig et al. 2015). In niedriger Vegetation und der Streu der Wälder (Schaefer 1972). Euryöke Art, welche besonders am Waldrand oder im Knick vorkommt, sie wurde aber auch im Hochmoor, in Birkenbruch, in Heiden, auf Äckern und im Grünland gefunden; sie scheint sandige Böden zu meiden; hemiphotophil, hemihygrophil (Reinke & Irmler 1994).

Typische Nachweismethode: Bodenfalle (Lemke 2014).

Verbreitung

Agyneta conigera ist paläarktisch verbreitet und wurde im Kongo gefunden (World Spider Catalog 2015). In Deutschland weit verbreitet (Staudt A. 2008).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise