Xysticus audax: Unterschied zwischen den Versionen

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==Ähnliche Arten==
==Ähnliche Arten==
Die Epigyne ähnelt stark der von ''[[Xysticus cristatus|X. cristatus]]'' <ref name='Jantscher'/>. Zur Unterscheidung der beiden Arten siehe Artartikel von ''[[Xysticus cristatus|X. cristatus]]''.
Die Epigyne ähnelt stark der von ''[[Xysticus cristatus|X. cristatus]]'' <ref name='Jantscher'/>. Zur Unterscheidung der beiden Arten siehe Artartikel von ''[[Xysticus cristatus|X. cristatus]]''.


Weitere ähnliche Art des Gebirges ist ''[[Xysticus macedonicus|X. macedonicus]]''<ref name='unibern 10.2013'>{{Lit Nentwig et al 2003 Spinnen Mitteleuropas Version 10.2013}}</ref>.
Weitere ähnliche Art des Gebirges ist ''[[Xysticus macedonicus|X. macedonicus]]''<ref name='unibern 10.2013'>{{Lit Nentwig et al 2003 Spinnen Mitteleuropas Version 10.2013}}</ref>.

Version vom 13. Dezember 2014, 21:28 Uhr

Xysticus audax (Schrank, 1803)
Zwillingskrabbenspinne
Xysticus audax W 7-8315.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Thomisidae (Krabbenspinnen)
Gattung: Xysticus (Echte Krabbenspinnen)
Reifezeit (Bellmann 2010)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:031804
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten NT
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandh===*
[D] Berlins===*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württembergh *
[D] Mecklenburg-Vorp.mh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) G
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalenh===*
[D] Schleswig-Holsteins==-DV
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien ?
[PL] Tschenstochau ?
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Aranea audax
  • Thomisus lateralis
  • Thomisus pini
  • Xysticus lateralis
  • Xysticus pini

Xysticus audax gehört der Xysticus cristatus-Gruppe an (Jantscher 2003).

Merkmale

Körperlänge: Weibchen bis 8 mm, Männchen bis 5 mm (Roberts 1996).

Xysticus audax ist eine der dunkleren Xysticus-Arten. Der gesamte Körper ist kräftig dunkel- und rotbraun gesprenkelt (Anpassung an den Lebensraum Baumrinde).

Die Prosoma-Seiten sind mehr oder weniger dunkelbraun durchgefärbt und nur im hinteren Teil etwas hell aufgebrochen. Das Kopfdreieck ist mittelbraun, vorne so breit wie das helle Mittelband und läuft hinten spitz zu (erscheint aber an den Seiten etwas gerundet). Der Abstand der hinteren Spitze dieses Zeichnungselements zu den hinteren Augenpaaren entspricht ungefähr des zweifachen Durchmessers des Abstandes zwischen den beiden hinteren Medianaugen (Locket & Millidge 1951).

Das Opisthosoma besitzt eine variable Zeichnung aus größeren Dreiecken, Querlinien und/oder dunklen und hellen Flecken.

Auch die Beine sind kontrastreich dunkel gefleckt und gesprenkelt. Die dunklen Flecken laufen zu größeren dunklen Bereichen zusammen, sodass v.a. die Vorderbeine oft gänzlich dunkelbraun erscheinen.

Die Epigyne besteht aus zwei deutlich voneinander getrennten Gruben. Der Steg zwischen den Gruben ist etwa so breit wie die Gruben selbst. Die Epigyne von Xysticus audax ähnelt sehr derjenigen von X. cristatus. Unterscheidendes Merkmal sind die Ränder des Stegs zwischen den beiden Gruben, welche bei Xysticus audax gerade verlaufen und stark sklerotisiert sind.

Die männlichen Pedipalpen von Xysticus audax und X. cristatus weisen eine charakteristische hammerförmige Apophyse in ihrer Mitte auf. Bei Xysticus audax ist die Basis dieser Apophyse (der Stiel des Hammers) kürzer als bei X. cristatus (etwa so lang wie breit).

Ähnliche Arten

Die Epigyne ähnelt stark der von X. cristatus (Jantscher 2003). Zur Unterscheidung der beiden Arten siehe Artartikel von X. cristatus.

Weitere ähnliche Art des Gebirges ist X. macedonicus (Nentwig et al. 2013).

Lebensraum

Die Art bewohnt Moore, Halbtrockenrasen, trockenes Grünland, sowie sandige Äcker (Reinke & Irmler 1994). Sie lebt auf den unteren Ästen von Nadelbäumen (v.a. Kiefern). Am Boden findet man sie seltener (Irrgäste?).

Verbreitung

Xysticus audax kommt in der gesamten Paläarktis vor (Platnick 2013).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise