Mecynargus morulus: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Prosoma''': Breit oval, ohne Einschnürung in der Kopfregion, satt braun mit schwärzlichen Zeichnungen. Auffallend schmaler Sattelfleck, Radiärstreifen angedeutet, der dunkle Rand des Thoraxgebietes in der Ansicht von oben nicht in seiner Breite zu erkennen. Profil mit ganz schwacher Sattel-Einsenkung. Der senkrechte '''Clypeus''' höher als die Augenzone, beim Weibchen viel niedriger, etwa ebenso hoch wie die | |||
Augenzone. Länge der '''Chelizeren''' gleich der Höhe des Cth an der Fovea. – Der Unterschied in der Ausbildung des Cth bei Männchen und Weibchen verdient besonders hervorgehoben zu werden. '''Sternum''' so lang wie breit, zwischen die {{IV}}. Cox verlängert und quer grade abgeschnitten. Bei brauner Grundfarbe schwärzlich bedeckt, Ursprung der Härchen mit hellen Höfen. Cox braun und mehr oder weniger schwärzlich angefärbt. Unterlippe dunkler als das Sternum. Gnathocoxen wie die Cox, an der Basis mit hellem Bezirk. Außenseiten mit weit gestellten Schrilleisten.<ref name='wiehle65'/> | |||
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==Ähnliche Arten== | ==Ähnliche Arten== | ||
===Genital=== | ===Genital=== | ||
Eine ähnliche '''Epigyne''' haben ''[[Mecynargus foveatus]]'' und ''[[Lophomma punctatum]]''. | Eine ähnliche '''Epigyne''' haben ''[[Micrargus subaequalis]]'', ''[[Mecynargus foveatus]]'' und ''[[Lophomma punctatum]]''. | ||
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In höheren Gebirgslagen – nur im äußersten Norden Europas auch auf weniger als 100 m Höhe zu finden <ref name="SpiMi"/>. Auf felsigen Flächen zwischen niedrigen Pflanzen und Moos oder unter Steinen.{{Zitat}} | In höheren Gebirgslagen – nur im äußersten Norden Europas auch auf weniger als 100 m Höhe zu finden <ref name="SpiMi"/>. In ''Sphagnum''<ref name='wiehle60'>{{Lit Wiehle H 1965 Beiträge zur Kenntnis der deutschen Spinnenfauna IV}}</ref><ref name='moritz 1973'>{{Lit Moritz M 1973 Neue und seltene Spinnen (Araneae) und Weberknechte (Opiliones) aus der DDR}}</ref>. Auf felsigen Flächen zwischen niedrigen Pflanzen und Moos oder unter Steinen.{{Zitat}} | ||
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Mecynargus morulus Epigyne HLoevbrekke.jpg|Epigyne | |||
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Mecynargus morulus Vulva HLoevbrekke.jpg|Vulva | |||
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Mecynargus_monticola_M_morulus_Prosoma_HLovbrekke.jpg|''Mecynargus monticola'' vs. ''Mecynargus morulus'', Vergleich der Prosomaform | |||
Mecynargus morulus Kopf lateral HLoevbrekke.jpg|Kopf lateral | |||
Mecynargus_morulus_palp_Sølvfjellet_2011_GHMorka.jpg|Pedipalpus | |||
Mecynargus morulus Petipalpus Links innenseitig Embolus HLoevbrekke.jpg|linker Pedipalpus innenseitig, Embolus | |||
Mecynargus morulus Petipalpus Linke Tibialapophyse von oben HLoevbrekke.jpg|Tibialapophyse des linken Pedipalpus in Draufsicht | |||
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==Weblinks== | ==Weblinks== | ||
{{Weblinks}} | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
Aktuelle Version vom 13. Juni 2024, 05:34 Uhr
| Mecynargus morulus (O. Pickard-Cambridge, 1873) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Tundraspinnchen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Weibchen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Systematik | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ordnung: Araneae (Webspinnen) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gattung: Mecynargus (Kurzbeinspinnchen) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Reifezeit (Nentwig et al. 2024) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Verbreitung in Europa[Quellen] | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
etabliert, nicht etabliert, nicht betrachtet
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| Weitere Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:011564 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gefährdung nach Roter Liste | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Synonyme und weitere Kombinationen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Merkmale
Körperlänge: Weibchen erreichen 1,7–2,0 mm, Männchen 1,7 mm (Nentwig et al. 2024).
Kleine, kurzbeinige Art. Prosoma braun mit dunkler Zeichnung hinter dem Kopf und dunklen Radiärlinien. Opisthosoma graubraun. Beine ebenfalls braun.[Literaturzitat fehlt] Wiehleformel: 2-2-2-1 (Stäubli A 2013) Chelizeren: Vorderer Klallenfurchenrand mit sechs spitzen Zähnen, 2 am längsten, distalwärts wenig an Länge abnehmend. Hinterer Furchenrand mit fünf kleinen Zähnchen auf einer Leiste. (Wiehle 1965)
Männchen
Prosoma: Breit oval, ohne Einschnürung in der Kopfregion, satt braun mit schwärzlichen Zeichnungen. Auffallend schmaler Sattelfleck, Radiärstreifen angedeutet, der dunkle Rand des Thoraxgebietes in der Ansicht von oben nicht in seiner Breite zu erkennen. Profil mit ganz schwacher Sattel-Einsenkung. Der senkrechte Clypeus höher als die Augenzone, beim Weibchen viel niedriger, etwa ebenso hoch wie die Augenzone. Länge der Chelizeren gleich der Höhe des Cth an der Fovea. – Der Unterschied in der Ausbildung des Cth bei Männchen und Weibchen verdient besonders hervorgehoben zu werden. Sternum so lang wie breit, zwischen die Ⅳ. Cox verlängert und quer grade abgeschnitten. Bei brauner Grundfarbe schwärzlich bedeckt, Ursprung der Härchen mit hellen Höfen. Cox braun und mehr oder weniger schwärzlich angefärbt. Unterlippe dunkler als das Sternum. Gnathocoxen wie die Cox, an der Basis mit hellem Bezirk. Außenseiten mit weit gestellten Schrilleisten. (Wiehle 1965)
Beine: Braun, stellenweise schwärzlich angeraucht. Beinformel: 4123. Tib Ⅰ–Ⅲ mit zwei Borsten, Stellung der proximalen 0,18-0,22. Tib Ⅳ mit einer Borste. (Wiehle 1965)
Ähnliche Arten
Genital
Eine ähnliche Epigyne haben Micrargus subaequalis, Mecynargus foveatus und Lophomma punctatum.
Lebensraum
In höheren Gebirgslagen – nur im äußersten Norden Europas auch auf weniger als 100 m Höhe zu finden (Nentwig et al. 2024). In Sphagnum (Wiehle 1965) (Moritz 1973). Auf felsigen Flächen zwischen niedrigen Pflanzen und Moos oder unter Steinen.[Literaturzitat fehlt]
Verbreitung
Paläarktis und Grönland (World Spider Catalog 2017).
In Deutschland nur an sehr wenigen Stellen in den Hochlagen von Harz, Fichtelgebirge und Alpen nachgewiesen (Arachnologische Gesellschaft 2020).
Bilder
- Weibchen
- Männchen
Weblinks
Nachweis- und Verbreitungskarten
- Arachnologische Gesellschaft (2020): Atlas der Spinnentiere Europas.
- Tutelaers P (2026): Benelux spider distribution maps.
- Muséum national d’Histoire naturelle [Ed.] (2003–2019): Inventaire National du Patrimoine Naturel (https://inpn.mnhn.fr) (Nachweiskarten Frankreichs).
- Harvey P [Koord.] (2014): Spider and Harvestman Recording Scheme. British Arachnological Society.
- Czech Arachnological Society (2015): Distribution Maps of Arachnids in Czechia. Online at: www.arachnology.cz.
- Koponen S, Pajunen T & Fritzén NR (2013): Atlas of the Araneae of Finland – Finnish Expert Group on Araneae.: Nachweise von Mecynargus morulus (PDF)
- Dimitrov D, Indzhov S (2021): Spiders (Araneae) of Balkan Peninsula. online at http://balkan-spiders.com. Version 2021..
Weitere Links
- Beschreibung von Mecynargus morulus in „araneae - Spiders of Europe”
- Bilder von Mecynargus morulus auf den Seiten von Pierre Oger auf Piwigo.com
- Barcode of Life – Bold Systems: PUBLIC DATA PORTAL - RECORD LIST
- Barcode of Life – Taxonomy Browser
- Mecynargus morulus im World Spider Catalog
Quellen
- Arachnologische Gesellschaft (2020): Atlas der Spinnentiere Europas.
- Moritz M (1973): Neue und seltene Spinnen (Araneae) und Weberknechte (Opiliones) aus der DDR. Deutsche Entomologische Zeitschrift 20(1-3), S. 173–220, doi:10.1002/mmnd.19730200106.
- Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2024): Spinnen Europas. Version 06.2024. Online https://www.araneae.nmbe.ch, doi:10.24436/1.
- Stäubli A (2013): Interaktiver Schlüssel zur Familie Linyphiidae. Universität Bern Version Mai 2013, 1 S.
- Wiehle H (1965): Beiträge zur Kenntnis der deutschen Spinnenfauna Ⅳ. Mitteilungen aus dem Zoologischen Museum in Berlin 41 (1), S. 11–57.
- World Spider Catalog (2017): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 18.5, abgerufen am 2017-10-15, doi:10.24436/2.
Quellen der Nachweise
- Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2020): Spinnen Europas. Online https://www.araneae.nmbe.ch (automatisch synchronisiert), doi:10.24436/1.