Lophomma punctatum

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Lophomma punctatum (Blackwall, 1841)
Grübchenspinnchen
Lophomma-punctatum Paulinzella-5332 10-08 01.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Lophomma (Grübchenspinnchen)
Reifezeit (Harvey 2014)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:011469
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten 3
[CZ] Tschechien LC
[CZ] Oberschlesien ?
[D] Deutschlandh(<)==*
[D] Berlinmh===*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württemberg V
[D] Mecklenburg-Vorp.mh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalenh===*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz NT
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien NT
[PL] Tschenstochau ?
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Erigone punctata

Lophomma punctatum ist die Typusart der Gattung.

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 1,9 bis 2,6 mm, Männchen 1,8 bis 2,3 mm (Roberts 1993).

Prosoma glatt glänzend schwarzbraun, Mundteile rotbraun (Tullgren 1955) Augenstellung: HAR gerade. Augen gleich groß. Intervall der HMA = d. Entfernung von den HSA unbedeutend größer. VAR: Untere Tangente an die Augen gerade. Clypeus länger als das MA-Trapez, gerade, wenig konkav unter den VMA. (Wiehle 1960) Sternum schwarzbraun. Beine rotbraun mit gelblichen Tarsen und Metatarsen. Tibia Ⅰ und Ⅳ mit 2 dorsalen Stacheln. Metatarsus Ⅰ mit Trichobothrium in basaler Hälfte. (Tullgren 1955) Wiehleformel': 2-2-1-1 (Roberts 1993). Opisthosoma des Weibchens mehr oder weniger schwarzgrau, Männchen etwas heller. (Tullgren 1955)

Männchen

Prosoma die Kopferhöhung stärker entwickelt, seitlich mit Depression und einer deutlichen Grube. Chelizeren charakteristisch: von den Zähnen des vorderen Furchenrandes 3–5, auf die Vorderseite der Chelizeren gerückt: hinterer Rand mit vier Zähnen. Auf der Hinterseite (Unter­seite) der Chelizeren etwas über der Längenmitte eine Querreihe Haarwärzchen und ein größerer Höcker. Pedipalpus: Femur 2 2/5 Länge der Patella, zum Ende hin verdickt. Tibia mit vier Apophysen: Außenapophyse am Ende schräg abgestutzt, dorsale Apophyse senkrecht vom Körper der Tibia abstehend, innere Hauptapophyse spitz auslaufend, ventrale Nebenapophyse kurz, gerundet. Cymbium an der Basis mit einem Haken. Paracymbium: Endast hakenförmig, Querast und angehefteter Ast breit entwickelt. Tegulum mit zwei mehr oder weniger häutigen Zipfeln. Embolus kurz, zum Anlegen eingerichtet, daneben ein Konduktor und ein häutiger Protektor. (Wiehle 1960)

Ähnliche Arten

Genital

Eine ähnliche Epigyne haben Mecynargus foveatus und Mecynargus morulus.

Lebensraum

Feuchte Stellen, in Sphagnum, Bruchgräben und Quellgebieten (Wiehle 1960). Halotolerant, auf Salzwiesen vorkommend (Finch 2008). Bevorzugt in feuchten bis nassen Bereichen: besonders im feuchten Grünland auch im Moorrandbereich, sowie auf Äckern gefunden, selten im mittelfeuchten Grünland, im Erlenbruch, auf Salzwiesen, im Hochmoor sowie an feuchten Stellen in Heiden, Dünen und Halbtrockenrasen, vereinzelt im Knick und trockenen Grünland; bevorzugt auf vergleichsweise natunahen Feuchtflächen gegenüber bewirtschafteten; hemiphotophil, hygrophil (Reinke & Irmler 1994).

Verbreitung

Lophomma punctatum ist paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog 2015).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Finch OD (2008): Webspinnen, Weberknechte und Pseudoskorpione der Ostfriesischen Inseln. Schriftenreihe Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer 11, S. 103–112.
  • Harvey P [Koord.] (2014): Spider and Harvestman Recording Scheme. British Arachnological Society.
  • Reinke HD & Irmler U (1994): Die Spinnenfauna (Araneae) Schleswig-Holsteins am Boden und in bodennaher Vegetation. Faun.-Ökol. Mitt. Supplement 17, S. 1–147, ISSN 0430-1285.
  • Roberts MJ (1993): The Spiders Of Great Britain And Ireland, Volume 2. Linyphiidae and Check List. Harley Books. ISBN 978-0946589463, 204 S.
  • Tullgren A (1955): Zur Kenntnis schwedischer Erigoniden. Arkiv för Zoologi 2 (7/20), S. 295–389.
  • Wiehle H (1960): Die Tierwelt Deutschands und der angrenzenden Meeresteile, 47. Teil Spinnentiere oder Arachnoidea XI: Micryphandidae — Zwergspinnen. Gustav Fischer Verlag, Jena, 620 S.
  • World Spider Catalog (2015): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 16, abgerufen am 2015-02-24, doi:10.24436/2.

Quellen der Nachweise