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Die Arten der Gattung ''[[Acantholycosa]]'' haben starke Ähnlichkeit mit ''Pardosa''-Arten. Sie sind allerdings etwas langbeiniger und auf Lebensräume in höheren Gebirgslagen oder nördlichere Territorien beschränkt. Auch die kleine ''[[Aulonia albimana]]'' sieht einer ''Pardosa''-Art nicht unähnlich. | Die Arten der Gattung ''[[Acantholycosa]]'' haben starke Ähnlichkeit mit ''Pardosa''-Arten. Sie sind allerdings etwas langbeiniger und auf Lebensräume in höheren Gebirgslagen oder nördlichere Territorien beschränkt. Auch die kleine ''[[Aulonia albimana]]'' sieht einer ''Pardosa''-Art nicht unähnlich. | ||
Die Weibchen der Gattung ''[[Xerolycosa]]'' ähneln im Besonderen den Weibchen der ''[[Pardosa lugubris | Die Weibchen der Gattung ''[[Xerolycosa]]'' ähneln im Besonderen den Weibchen der ''[[Pardosa lugubris-Gruppe|Pardosa lugubris]]''-Artengruppe und kommen mitunter in denselben Lebensräumen vor. Erstere sind jedoch kurzbeiniger und die Seitenbänder auf dem Prosoma erstrecken sich nur über den hinteren Bereich. | ||
{{Merkmal|Pardosa_vs_acantholycosa_GHMorka.jpg|Vergleichsbild zu ''Pardosa'' und ''Acantholycosa''. Acantholycosa (A) wird in der Regel etwas größer. Das Prosoma von A erscheint deutlich flacher und breiter als bei Pardosa (P). Bei P ist die Vorderansicht fast quadratisch. Das Prosoma ist schlanker und kleiner im Vergleich zu A. A hat eine längere, üppigere Behaarung an den Chelizeren. Femora und Opisthosoma von P. ist im Allgemeinen dunkler als bei A. Tibia I-II von A hat 5-6 Paar Dornen auf der Unterseite, P hat dort deutlich weniger. (nach Morka).}} | {{Merkmal|Pardosa_vs_acantholycosa_GHMorka.jpg|Vergleichsbild zu ''Pardosa'' und ''Acantholycosa''. Acantholycosa (A) wird in der Regel etwas größer. Das Prosoma von A erscheint deutlich flacher und breiter als bei Pardosa (P). Bei P ist die Vorderansicht fast quadratisch. Das Prosoma ist schlanker und kleiner im Vergleich zu A. A hat eine längere, üppigere Behaarung an den Chelizeren. Femora und Opisthosoma von P. ist im Allgemeinen dunkler als bei A. Tibia I-II von A hat 5-6 Paar Dornen auf der Unterseite, P hat dort deutlich weniger. (nach Morka).}} | ||
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==Arten und Verbreitung== | ==Arten und Verbreitung== | ||
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===Nomina dubia=== | |||
* ''[[Pardosa kratochvili]]'' | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
Aktuelle Version vom 13. April 2022, 10:00 Uhr
| Pardosa C. L. Koch, 1847 |
|---|
| Laufwölfe |
| Pardosa amentata |
| Systematik |
| Ordnung: Araneae (Webspinnen) |
| Familie: Lycosidae (Wolfspinnen) |
| Weitere Informationen |
| LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidergen:01645 |
Pardosa ist die artenstärkste Wolfspinnen-Gattung weltweit. In Europa kommen 74 Arten vor. (Blick 2004)
Körperbau
Die Arten der Gattung Pardosa sind kleine bis mittelgroße Spinnen. Die Prosomaseiten fallen vorne mehr oder weniger senkrecht ab. Die Augen nehmen die gesamte Breite der Stirnseite ein. Die Hinterbeine sind etwas länger als die Vorderbeine. (Nentwig et al. 2012)
Biologie
Einige Pardosa-Arten sind Hochgebirgsspezialisten, andere Arten bevorzugen Gewässerufer und nasse Wiesen (z. B. Pardosa amentata). Die meisten Arten leben jedoch in eher trockenen Lebensräumen im Flachland und Mittelgebirge. Einige Arten, insbesondere die der lugubris-Gruppe, sind ausgesprochen häufig und in ihren Lebensräumen in sehr hoher Individuendichte zu finden.[Literaturzitat fehlt]
Die Pardosa-Arten bauen keine Erdröhren, wie andere Wolfspinnen, sondern leben freilaufend am Boden.
Verbreitung
Pardosa-Arten sind in ganz Mitteleuropa verbreitet.
Ähnliche Gattungen
Die Arten der Gattung Acantholycosa haben starke Ähnlichkeit mit Pardosa-Arten. Sie sind allerdings etwas langbeiniger und auf Lebensräume in höheren Gebirgslagen oder nördlichere Territorien beschränkt. Auch die kleine Aulonia albimana sieht einer Pardosa-Art nicht unähnlich.
Die Weibchen der Gattung Xerolycosa ähneln im Besonderen den Weibchen der Pardosa lugubris-Artengruppe und kommen mitunter in denselben Lebensräumen vor. Erstere sind jedoch kurzbeiniger und die Seitenbänder auf dem Prosoma erstrecken sich nur über den hinteren Bereich.
Bestimmungsschlüssel
Einen Bestimmungsschlüssel für die Weibchen der Pardosa-monticola-Gruppe gibt es hier: Pardosa monticola-Gruppe
Arten und Verbreitung
In Europa und im Maghreb kommen nach Datenlage dieses Wikis 124 Arten der Gattung Pardosa vor.[A]
Legende/Legend & Features
| ? | Checkliste nicht verfügbar | No checklist available |
|---|---|---|
| × | Art nachgewiesen. Link gibt Nachweisreferenz an. |
Species documented. Link shows literature reference. |
| (×) | Art nachgewiesen, aber nicht etabliert. Link gibt Nachweisreferenz an. |
Species documented, but not established. Link shows literature reference. |
| – | Art aus der Liste gestrichen. Link gibt Nachweisreferenz an. |
Species removed from list. Link shows literature reference. |
| Checkliste enthält Art nicht | Checklist consulted, but species not found | |
| Hinweise zur Nutzung der Tabellen: Die Spalten können durch Anklicken des Landeskürzels markiert werden. Durch einen zweiten Klick wird diese Markierung wieder gelöscht. Durch Klicken auf ein Nachweiskreuz in der Tabelle wird die entsprechende Literaturreferenz angezeigt. |
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Nomina dubia
Quellen
- Blick T [Koord.] (2004): Checkliste der Spinnen Mitteleuropas. Checklist of the spiders of Central Europe. (Arachnida: Araneae). Arachnologische Gesellschaft e. V.
- Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2012): Spinnen Europas. Version 01.2012. Online https://www.araneae.nmbe.ch, doi:10.24436/1.
Quellen der Nachweise
- Fernández-Pérez J, Gorosabel O, Usandizaga I & Prieto CE (2025): Algunas arañas y opiliones del karst de Larra-Belagua (Navarra/Huesca). Revista Ibérica de Aracnología nº 47, 123–126.
- Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2020): Spinnen Europas. Online https://www.araneae.nmbe.ch (automatisch synchronisiert), doi:10.24436/1.