Troxochrus scabriculus: Unterschied zwischen den Versionen

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==Lebensraum==
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Typisch für brackige, sandige Ökosystemtypen der Küsten; in Sandsalzwiesen und Kögen auf sandigen  Böden der Nordseeküste  sehr häufig, dort auch in Heiden, Dünen und Halbtrockenrasen häufig, seltener auf begrünten Dächern im Stadtgebiet, auf Äckern und im Grünland auf sandigen Böden; vereinzelt in Knicks auf Sandböden; psammophil, hemiphotophil, hemixerophil, halotolerant<ref name='ri94'>{{Lit Reinke Irmler 1994 Spinnenfauna SH}}</ref>.
 
In offenen, trockenen bis mäßig feuchten Lebensräumen<ref name="SpiMi"/>. Halotolerant, auf Salzwiesen vorkommend<ref name='Finch 2008'>{{Lit Finch 2008 Webspinnen Weberknechte und Pseudoskorpione der Ostfriesischen Inseln}}</ref>.


==Verbreitung==
==Verbreitung==

Version vom 28. Dezember 2019, 20:20 Uhr

Troxochrus scabriculus (Westring, 1851)
Feinnarbiges Hügelköpfchen
Troxochrus scabriculus 18.09.11-458-4 f dorsal.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Troxochrus (Behaarte Hügelköpfchen)
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:013140
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten VU
[CZ] Tschechien ES
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinsh===*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württembergmh *
[D] Mecklenburg-Vorp.mh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh<(↓)=*
[D] Schleswig-Holsteinsh==-D*
[NO] Norwegen VU
[NO] Norwegen LC
[SK] Slowakei LC
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Erigone scabricula
  • Troxochrus cirrifrons
  • Walckenaera aggeris

Troxochrus scabriculus ist die Typusart der Gattung.

Taxonomie

Bei der Form cirrifrons war lange umstritten, ob es sich um eine eigene Art handelt (Troxochrus cirrifrons) oder nur um eine morphologische Variante von T. scabriculus, da beide Arten immer nur gemeinsam vorkommen.

Pickard-Cambridge TCorrifrons.jpg Das Männchen der Form cirrifrons unterscheidet sich von der Form scabriculus durch längere Haarborsten an der Außenseite der HMA (Wiehle 1960), besonders aber durch die stärkere Entwicklung des Kopfhügels, wie schon die Erstbeschreibung (Pickard-Cambridge 1871) Fig. 43 (links) zeigte.

Im Bau der Taster-Tibia des Männchens und dem Endapparat sind beide Formen anscheinend identisch. Ihr syntopisches Auftreten war ein weiterer Anlass, Dimorphismus zu vermuten. 2018 wurde T. cirrifrons zur Form herabgestuft und mit T. scabriculus synonymisiert (Milasowszky & Hepner 2018). Ein experimenteller Beweis durch Nachzucht steht allerdings aus.

Merkmale

Körperlänge: Weibchen und Männchen werden 1,7 bis 2,0 mm lang (Nentwig et al. 2012)

Prosoma braungelb ohne Zeichnung; beim Männchen mit schwarzen Seitenfurchen. Mundteile braungelb, aber Labidum geschwärzt. Beine orangegelb. Tibia Ⅰ und Ⅳ mit dorsalem Stachel. Metatarsus Ⅰ–Ⅱ mit Trichobothrium. Sternum braungelb schwach geschwärzt an der Kante dunkler. Opisthosoma gräulich. (Tullgren 1955) Beine: Wiehleformel 1-1-1-1 (Roberts 1993)

Weibchen

Augen: Vordere Augesreihe rekurv, hintere schwach prokurv (Tullgren 1955).

Männchen

Augen von schwarzen Ringen umgeben (Tullgren 1955).

Form cirrifrons

Prosoma oval rund, glänzend dunkelbraun, im oberen Bereich etwas blasser. Massiver nach oben gerundeter Augenhügel (nach hinten etwas mehr erhöht). Beine: Gelb, Femora und Tibien ein wenig orange, Beinlängenverhältnisse: 4, 1, 2, 3. (Pickard-Cambridge 1871)

Ähnliche Arten

Das Weibchen von Ceratinella brevis besitzt eine sehr ähnliche Epigyne, hat aber ein rundlicheres Opisthosoma und in der Regel ein Skutum.

Weibchen

Die Epigyne ähnelt Ceratinella brevipes.

Lebensraum

Typisch für brackige, sandige Ökosystemtypen der Küsten; in Sandsalzwiesen und Kögen auf sandigen Böden der Nordseeküste sehr häufig, dort auch in Heiden, Dünen und Halbtrockenrasen häufig, seltener auf begrünten Dächern im Stadtgebiet, auf Äckern und im Grünland auf sandigen Böden; vereinzelt in Knicks auf Sandböden; psammophil, hemiphotophil, hemixerophil, halotolerant (Reinke & Irmler 1994).

In offenen, trockenen bis mäßig feuchten Lebensräumen (Nentwig et al. 2012). Halotolerant, auf Salzwiesen vorkommend (Finch 2008).

Verbreitung

Troxochrus scabriculus ist paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog 2016).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise