Leiobunum blackwalli

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Leiobunum blackwalli Meade, 1861
Tannenbaumrückenkanker
Leiobunum blackwalli f (3).JPG
Weibchen
Systematik
Ordnung: Opiliones (Weberknechte)
Familie: Sclerosomatidae (Kammkrallenkanker)
Gattung: Leiobunum
Reifezeit (Martens 1978)
Monat:123456789101112
end _ _ _ _ _ start X X X X X
end _ _ _ _ _ start X X X X X
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlandh===*
[D] Berlin *
[D] Sachsen-Anhalt 3
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Nelima fuscifrons

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 3,6 bis 5,2 mm, Männchen 2,6 bis 3,0 mm (Martens 1978).

Laufbeine: Das Laufbein II. der Männchen wird ca. 49 mm lang. Die Beine sind braun bis dunkelbraun, die Glieder rund. (Martens 1978)

Weibchen

Bräunlich mit dunkler, dreieckiger Sattelzeichnung. Typisch für das Weibchen ist der Übergang der Sattelzeichnung vom 4. (dunkel braun) auf das 5. Dorsalsegment (hell). (Martens 1978)

Männchen

Einfarbig ziegelrot bis dunkelbraun. Der Augenhügel ist hoch, glatt, ohne Tuberkeln, silbrig mit einem deutlichen dunklen Medianstreifen. (Martens 1978)

L. blackwalli ventral.JPG Das Genital-Operculum ist beim Männchen kurz und recht breit mit zwei dunklen Punkten (durchscheinender Penis) (Wijnhoven 2009).

Ähnliche Arten

Leiobunum blackwalli kann von der ähnlichen Art Leiobunum rotundum recht einfach durch die Färbung der Augenringe und des Mittelstreifens zwischen den Augenringen unterschieden werden.

Leiobunum-rotundum,-blackwalli Paar.jpg Augen:
  1. Ringe um die Augen schwarz, Mittelstreifen zwischen den Augen dagegen hell → Leiobunum rotundum
  2. Ringe um die Augen hell, Mittelstreifen zwischen den Augen aber dunkel → Leiobunum blackwalli

Zudem kann Leiobunum blackwalli mit Nelima sempronii verwechselt werden. Bei letzterem ist jedoch die leichte Vertiefung zwischen den Augen nicht braun, sondern hell bis silbrig gefärbt.

Lebensraum

Leiobunum blackwalli ist eine Art des Flach- und Hügellandes, die in Mittelgebirgen bis höchstens 800 m aufsteigt. Sie lebt vorwiegend in lichten Wäldern in der Kraut- und Strauchschicht, doch auch am Boden unter Holz und Steinen. Gärten, Dünen und selbst offene Felder werden ebenfalls besiedelt. (Martens 1978)

Reifezeit

Stenochron hochsommer- und herbstreif. In Deutschland findet man adulte Tiere von Mitte Juli bis Ende November, in Dänemark von Ende Juni bis Ende Oktober und in den Niederlanden von August bis Januar. Juvenile Tiere können (regional unterschiedlich) ca. von Mai bis September beobachtet werden. (Martens 1978)

Verbreitung

Weit verbreitet und häufig in Mitteleuropa, jedoch seltener als die Schwesterart Leiobunum rotundum. (Martens 1978)

Bilder



Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Martens J (1978): Die Tierwelt Deutschlands 64. Teil, Weberknechte, Opiliones. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 464 S.
  • Wijnhoven H (2009): De Nederlandse hooiwagens (Opiliones). Supplement Bij Nederlandse Faunistische Mededelingen, 118 S., ISSN 1875-760X.

Quellen der Nachweise