Xysticus gallicus

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Xysticus gallicus Simon, 1875
Almkrabbenspinne
Xysticus-gallicus Alpen-Monesi 14-09 01-female.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Thomisidae (Krabbenspinnen)
Gattung: Xysticus (Echte Krabbenspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2020)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:031900
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten D
[CZ] Tschechien EN
[D] Deutschlandss=?=*
[D] Bayern R
[D] Bayern Av/A R

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 6.4 bis 11.6 mm, Männchen 4.6 bis 6.8 mm (Jantscher 2001).

Weibchen

Unscheinbar, sehr ähnlich zu anderen Arten der Gattung wie z.B. X. cristatus. Grundfarbe hellbraun bis dunkelbraun. V-förmiges Abzeichen auf dem Prosoma cremefarben. Augenfeld cremefarben bis braun. Opistososoma mit Folium, lateral weiß, grau bis cremefarben. Folium mit drei Querstrichen. (Jantscher 2001)

Epigynengruben im vorderen Bereich lappenartig bedeckt bzw. nur im vorderen Bereich geschlossen. Medianes Septum kurz (Steg, der die Gruben trennt) nach vorne hin erweitert (Jantscher 2001).

Männchen

Deutlich dunkler, dunkelbraun bis schwarz. Augenfeld hellbraun bis cremefarben. Gezacktes variabel braunes Folium des Opisthosomas deutlich abgesetzt und weiß eingerahmt, teilweise jedoch nur vorderer Bereich. (Jantscher 2001)

Tegularapophysen auffallend wuchtig und gedrungen. Inbesondere die prolaterale Tegularapophyse massiv und stämmig (Jantscher 2001).

Ähnliche Arten

Sehr ähnlich zu X. cristatus und anderen Arten aus der Xysticus cristatus-Gruppe. Ebenso ähnlich ist X. kochi, welche auch eine ähnliche Epigyne hat. Zur Unterscheidung ist hier auf die Öffnung und Form der Epigynengruben zu achten. Das Männchen unterscheidet sich von all diesen Arten durch die einzigartig massiven und gedrungenen Tegularapophysen (Jantscher 2001).

Lebensraum

In Mitteleuropa eine Art des Alpenraums und steigt bis auf ca. 2000 m (Komposch 2000) (Jantscher 2001). Auch auf dem Balkan in höheren Lagen (Kůrka A. et al. 2020).

Verbreitung

Europa, Türkei, Kaukasus u. Iran (World Spider Catalog 2020). Nachweise aus dem Iran (Ono & Martens 2005) sind überprüfenswert, zeigen sie doch eine deutlich abweichende (schlankere) mediane Tegularapophyse im Vergleich zu den europäischen Individuen, z.B. in Jantscher (2001). Die Typuslokalität der Art liegt in Frankreich (Simon 1875).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise