Xysticus ferrugineus

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Xysticus ferrugineus Menge, 1876
Xysticus-ferrugineus Schmieden 09-03 02.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Thomisidae (Krabbenspinnen)
Gattung: Xysticus
Reifezeit (Nentwig W. et al. 2012)
Monat:123456789101112
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Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:031888
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien EN
[D] Deutschlandss<?=2
[D] Brandenburg 0
[D] Baden-Württemberg G
[D] Bayern 1
[D] Bayern SL 1
[D] NRWes===R
[D] Sachsen-Anhalt 2
[SK] Slowakei R*

Merkmale

Körperlänge: Weibchen 7 bis 8 mm (Grabolle A. 2010), Männchen 3.6 bis 5.8 mm (Nentwig W. et al. 2012).

Xysticus ferrugineus zeichnet sich durch ihre dunkle Erscheinung und ihr fast einheitlich rostrot gefärbtes Opisthosoma aus.

Prosoma-Grundfarbe hell gelblich, jedoch von dunkelbraunen Seiten und grauem, spitzem Kopfdreieck größtenteils überdeckt. Opisthosoma dorsal und lateral rötlich braun bis dunkel rotbraun; bis auf ein paar hellere Flecken ohne nennenswerte Zeichnung. Grundfarbe der Beine hell gelblich wie Prosoma allerdings auch größtenteils von dunkelgrauer Zeichnung überdeckt. Das 1. und 2. Beinpaar trägt dorsal breite dunkelgraue Streifen, die häufig in die laterale dunkelgraue Zeichnung übergehen.

Weibchen

Die Epigyne besteht aus zwei sehr kleinen Gruben mit stark sklerotisierten Rändern. Die Gruben sind nur ungefähr so breit, wie der Steg zwischen ihnen.

Ähnliche Arten

Xysticus ferrugineus, ähnelt vom Zeichnungstyp X. cristatus und X. kochi. Beide sind aber normalerweise heller gefärbt und besitzen kein homogenes, rostrotes Opisthosoma. X. cristatus zeigt auch im stark nachgedunkelten Zustand (Herbstweibchen) noch eine helle Tannenbaum-Zeichnung auf dem Opisthosoma und X. kochi bleibt im Allgemeinen heller und gelblicher.

Lebensraum

Offenlandstandorte auf Muschelkalk und Gips (Sacher P. 2008). Am Boden zwischen Steinen und spärlicher Vegetation.

Verbreitung

Paläarktisch (World Spider Catalog Association 2016).

In Deutschland ist die Art nur sehr selten nachgewiesen worden und scheinbar auf wärmebegünstigte Lagen in Mittel- und Ostdeutschland beschränkt. Ein größeres zusammenhängendes Vorkommen scheint es an den Kalkhängen entlang der mittleren Saale (Thüringen) zu geben (Arachnologische Gesellschaft 2017). In Sachsen-Anhalt 1996 erstmals nachgewiesen (Sacher P. 2008).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise