Tenuiphantes cristatus

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Tenuiphantes cristatus (Menge, 1866)
Buckelpalp-Winkelweberchen
Tenuiphantes cristatus W 8-02789.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Tenuiphantes (Winkelweberchen)
Reifezeit (Bellmann 2010)
Monat:123456789101112
X X X X end _ _ _ start X X X
X X X X end _ _ _ start X X X
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:012872
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten *
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlins===*
[D] Brandenburg *
[D] Mecklenburg-Vorp.s<(↓) 3
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalenh===*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Lepthyphantes cristatus

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 2 bis 2,8 mm, Männchen 2 bis 2,5 mm (Roberts 1996).

Prosoma braun mit dunklem Rand. Sternum konvex, braun bis dunkelbraun, schwarz übertönt, sich scharf von den hellen Coxen abhebend. Unterlippe dunkel, Gnathocoxen nur an der Basis schwarz angelaufen. Chelizeren braun bis hellbraun. Beim Männchen mehr als zweimal so lang wie der Clypeus. Beine dünn und lang, einfarbig gelbbraun. Femur Ⅰ prolateral mit einem Stachel, Ⅱ–Ⅳ unbewehrt. Patella mit einer dorsalen Borste. Tibia (mindestens Ⅰ und Ⅱ) dorsal 1–1, zur distalen dorsalen Borste eine prolaterale und eine retrolaterale. Alle Metatarsen dorsal mit einer Borste. Die Borsten der Hinterbeine übertreffen die der Vorderbeine an Länge, die proximale Borste der Tibien ist in der Regel länger als die distale. (Wiehle 1956). Wiehleformel: 2-2-2-2 (Roberts 1993). Opisthosoma: Vollständige Zeichnung der Oberseite und der Seiten; die hellen Teile grauweiß; die Zeichnung kann mannigfach reduziert sein, ist aber immer auf das gleiche Schema, zurückzuführen. Unterseite gleichmäßig dunkel. (Wiehle 1956) Zeichnung kann in seltenen Fällen auch fehlen.

Weibchen

Epigyne charakteristisch durch den vorderen halb­ kreisförmigen Wall der Grube und die scharf vom Stiel abgesetzte breite Palette des Scapus (Wiehle 1956).

Männchen

Pedipalpus: Patella wenig länger als breit, Borste leicht gebogen. Tibia wenig länger als die Patella, nach unten etwas vorgewölbt, mit 6–8 starken Borsten auf der Außen- und Oberseite, auf der Innenseite dichter stehende längere Haare. Cymbium mit zwei basalen Ausbuchtungen. Lamella characteristica. (Wiehle 1956) Paracymbium mit winzigem dunklen Zahn nahe der Tibia des Palpus.

Ähnliche Arten

Grundsätzlich ähneln sich alle Arten der tenuis-Gruppe (diese Seite hat einen Bestimmungsschlüssel für diese Gruppe).

Tenuiphantes alacris besiedelt oft ähnliche Lebensräume. Bei ihr reicht die dunkle Mittellinie auf dem Opisthosoma aber mindestens bis zum 2. Winkel und die Winkelflecken laufen spitz aus.

Tenuiphantes cristatus 2014-10-11 Hobbersdorfer Gehege m Pedipalpus links lateral DETAIL200.jpg Der Pedipalpus ähnelt dem von Tenuiphantes tenuis. Er hat aber 3 Borsten auf der Tibia des Pedipalpus (T. tenuis hat hier nur eine) und das Paracymbium weist nur dunkle Knoten auf, wo bei T. tenuis Apophysen sitzen. Ebenfalls unterschiedlich ist die Position der Borsten auf dem Paracymbium.

Lebensraum

In verschiedenen Lebensräumen, vor allem in der Streu von Laubwäldern (Roberts 1996) (Nentwig et al. 2012) Ist im Gebiet gleichmäßig verbreitet. Waldbewohner und beansprucht ein größeres Maß von Feuchtigkeit, z. B. in Erlenbrüchen. Im Falllaub, Moos, im Gras, in der Kraut­schicht feuchter Wälder. (Wiehle 1956) In alpinen Zirbelwäldern (Rief & Ballini 2017).

Verbreitung

Europa bis Kaukasus (World Spider Catalog 2017).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise