Porrhomma egeria

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
Wechseln zu: Navigation, Suche
Porrhomma egeria Simon, 1884
Porrhomma-egeria Cave7294 08-06 01.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Baldachinspinnen)
Gattung: Porrhomma
Verbreitung in Europa[Quellen]
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:012407
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten D
[CZ] Tschechien *
[CZ] Oberschlesien ?
[D] Berlin *
[D] Brandenburg *
[D] Bayern OG 3
[D] Bayern SL 3
[D] Bayern T/S 3
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] NRWmh===*
[D] SHmh===*
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz NT
[PL] Opole ?
[PL] Oberschlesien NT
[PL] Tschenstochau ?
[SK] Slowakei R*

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 2,3 bis 2,5 mm, Männchen 2,0 bis 2,5 mm (Roberts M. J. 1993).

Prosoma hell, gelblich oder gelbbraun, kaum genarbt. Kopfpartie breit und gerundet; Clypeus deutlich konvex, mit Haaren besetzt. Augen klein und wenig konvex, wirken auf gelblichem Untergrund wie helle Flecke, meist nicht schwarz umrandet. VMA um ihren doppelten Durchmesser voneinander entfernt, von den Seitenaugen um den vierfachen. VMA am kleinsten (können auch verkümmert sein), Trapez der MA länger als breit. Clypeus länger als die Angenregion. Chelizeren wie das Prosoma gefärbt, länger als der Clypeus. kräftig entwickelt. Oberer Rand der Klauenfurche mit 3 voll ausgebildeten Zähnen, die beiden distalen stehen enger beieinander und sind am längsten, unter sich etwa gleich lang. Farbe des Sternums wie das Prosoma, spärlich mit Haaren besetzt. Beine hellgelblich, verhältnismäßig lang (wie bei allen Höhlenspinnen) und dünn. Femur Ⅰ in der distalen Hälfte mit einem oder zwei dorsalen Stacheln und zwei prolateralen. Femur Ⅱ nur mit einem dorsalen Stachel (oder mit zweien). Femur Ⅲ und Ⅳ unbewehrt. Tibia Ⅰ neben den beiden dorsalen Borsten mit einer prolateralen und einer retrolateralen. (Wiehle H. 1956) Wiehleformel: 2-2-2-2 (Roberts M. J. 1993). Opisthosoma weißlich bis gelblich-weiß (Wiehle H. 1956).

Männchen

Chelizeren zum Ende hin schmaler werdend und auseinander-weichend. Pedipalpus charakteristisch durch das stark entwickelte Velum und die größtenteils häutige vordere Apophyse. Abgesehen von den Geschlechtsorganen sind die kleinen Augen und die beiden Stacheln auf der Innenseite von Femur Ⅰ ein gutes Erkennungszeichen. Es muss erwähnt werden, dass es auch stärker pigmentierte Exemplare der Art gibt. (Wiehle H. 1956)

Lebensraum

Die Art wird häufig in unterirdischen Lebensräumen gefunden (Höhlen, Kellern, Stollen). In anderen Lebensräumen (z. B. unter überwachsenen Blockhalden) seltener. (Nentwig W. et al. 2012) (Roberts M. J. 1993)

Verbreitung

Porrhomma egeria ist in Europa und Russland verbreitet (World Spider Catalog Association 2015).

In Deutschland mäßig häufig nachgewiesen. Kaum Nachweise nördlich der Mittelgebirge. (Arachnologische Gesellschaft 2017)

Bilder


Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Weblinks

Quellen

  • Arachnologische Gesellschaft (2017): Atlas der Spinnentiere Europas.
  • Nentwig W., T. Blick, D. Gloor, A. Hänggi & C. Kropf (2012): Araneae, Spinnen Europas (Bestimmungsschlüssel). Universität Bern.
  • Roberts M. J. (1993): The Spiders Of Great Britain And Ireland, Volume 2. Linyphiidae and Check List. Harley Books. ISBN 978-0946589463, 204 S.
  • Wiehle H. (1956): Spinnentiere oder Arachnoidea (Araneae). 28. Familie Linyphiidae-Baldachinspinnen. Tierwelt Deutschlands 44, S. 1–337.
  • World Spider Catalog Association [Koord.] (2015): World Spider Catalog. Natural History Museum Bern, online auf http://wsc.nmbe.ch , Version 16, abgerufen am 2015-02-14.

Quellen der Nachweise