Clubiona reclusa

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
Zur Navigation springenZur Suche springen
Clubiona reclusa O. P.-Cambridge, 1863
Einsiedler-Sackspinne (Buchholz et al. 2010)
C. reclusa Frits.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Clubionidae (Sackspinnen)
Gattung: Clubiona (Echte Sackspinnen)
Reifezeit (Heimer & Nentwig 1991)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:024741
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten VU
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh===*
[D] Berlinh===*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württembergh *
[D] Mecklenburg-Vorp.h== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh===*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Euryclubiona reclusa

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 4 bis 9 mm, Männchen 4 bis 6 mm (Heimer & Nentwig 1991).

Prosoma hell- oder rotbraun gefärbt und dunkel gerandet. Radial von der Fovea verläuft eine violette Äderung, welche beim Männchen mitunter nicht zu erkennen ist (v.a. am Alkoholpräparat sichtbar; siehe Galerie). Sternum und Chelizeren oftmals bzw. in der Regel tief braun, mitunter jedoch nicht dunkler als der Carapax. Opisthosoma braun und oftmals verdunkelt. Ein Dorsalstreifen ist auf der vorderen Hälfte vorhanden und nur bei hellen Exemplaren zu erkennen. Dieser wird mitunter von helleren Flecken flankiert. Mitunter sind auf der hinteren Hälfte helle Winkelflecken vorhanden. Beine gelb bis rotbraun, beim Männchen oftmals stark aufgehellt. (Locket & Millidge 1951)

Weibchen

Epigyne mit einer Bedeckung, die nach hinten in einen spitzen Zipfel mündet (Wiehle 1965).

Männchen

Pedipalpus: Der dorsale Ast der zweiteiligen Tibialapophyse ist tief mittig gespalten (Wiehle 1965). Die harpunenartige Erscheinung der ventralen Tibialapophyse mag charakteristisch erscheinen, es gibt jedoch eine ganze Reihe Arten der Gattung mit solchen ventralen Tibialapophysen (z.B. C. subsultans, Clubiona stagnatilis oder C. rosserae).

Lebensraum

Ökologischer Typ: Eurytope Freiflächenart (lebt in allen unbewaldeten Lebensräumen unabhängig von der Feuchtigkeit) (Platen & von Broen 2005). Lebt an Ufern und auf Wiesen, dort auf krautiger Vegetation, an Schilf und Gebüschen auf sumpfigen Flächen (Heimer & Nentwig 1991).

Kann in entsprechenden Habitaten leicht mit dem Streifkescher nachgewiesen werden (Eigene Beobachtungen Bauer).

Verbreitung

Paläarktisch verbreitet (World Spider Catalog 2016).

In Deutschland weit verbreitet und häufig gefunden (Arachnologische Gesellschaft 2020).

Lebensweise

Während der Fortpflanzungsperiode können Weibchen oftmals zusammen mit ihrem Eikokon in einem zusammengerollten Blatt gefunden werden (Roberts 1996).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise