Gongylidiellum vivum

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Gongylidiellum vivum (O. P.-Cambridge, 1875)
Nagel-Däumlingsspinnchen
Gongylidium vivum Eckernförde m dorsal einzeln.jpg
Männchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Gongylidiellum (Däumlingsspinnchen)
Reifezeit (Harvey 2014)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:010698
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[CZ] Tschechien LC
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandh<==*
[D] Brandenburg R
[D] Baden-Württembergs V
[D] Mecklenburg-Vorp.mh<(↓) V
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh>=*
[D] Schleswig-Holsteinsh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala *
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau ?
[SK] Slowakei VU

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 1,5 bis 1,9 mm, Männchen 1,2 bis 1,5 mm (Nentwig et al. 2012).

Sternum netzartig genarbt und schwarz übertönt, fein chagriniert. Thoraxrand schwach und undeutlich dunkel. Radiärstreifen undeutlich, Mittel­ fleck dunkel begrenzt. Augenstellung: HA-Reihe gerade, Augen gleich groß und gleich weit voneinander getrennt, wenig mehr als d. VA-Reihe schwach prokurv (beim Männchen gerade), Augen gleich weit getrennt. VSA 1 1/2 mal so groß wie die VMA, Trapez der MA länger als hinten breit; Clypcus etwa so hoch wie das MA-Trapez lang. Sternum herzförmig, so lang wie breit, netzartig genarbt, schmal zwischen die Ⅳ. Coxen geschoben, gerade abgeschnitten (halbe Breite der Ⅳ. Coxen). Ⅳ. Coxen mit Schrillzahn. Coxen gelbbraun, der distale Rand schwarz markiert, mit wenig schwarzen Flecken. Unterlippe dunkel, Gnathocoxen braun. Chelizeren kräftig, braun, schuppenförmig ge­narbt. Außenseite mit Stridulationsleisten wie bei den übrigen Arten der Gattung. Vorderer Klauen­ furchenrand mit vier wohlausgebildeten Zähnen, zu denen ein fünftes winziges Zähnchen tritt. 2—4 fächerförmig gestellt; hin­terer Rand mit vier auf einer Leiste stehenden Zähnchen, fast von der halben Länge des An­schlagzahnes. (Männliche Chelizeren ohne das fünfte Zähnchen des Vorderrandes, Vorderseite mit der zahnförmigen Haarwarze.) Beine: 4123, gelbbraun bis braun, Basis der Tibia aufgehellt. Tibia Ⅰ und Ⅱ mit zwei Borsten. Ⅲ und Ⅳ mit einer. Länge der basalen Borste Ⅰ—Ⅲ 1 1/2 d. Ⅳ 2 d (die distale Borste auf Ⅰ und Ⅱ kürzer und mehr gebogen); Stellung der basalen Borste Ⅰ—Ⅲ 0,16—0,19. Ⅳ 0,20—0,27. Stellung des Becher­haares auf Metatarsus Ⅰ—Ⅲ 0,32—0,38. Länge der Tarsen 0,81—0,85 Metatarsus, Haupt­krallen mit 5—6 Zähnchen, das distale nicht halb so lang wie der End­abschnitt, bei Ⅲ und Ⅳ der Endabschnitt verhältnismäßig länger. (Beine des Männchens wie beim Weibchen, die basalen Tibialborsten unbedeutend kürzer, die Tars. relativ kürzer, bei Ⅲ und Ⅳ 0,70 Metatarsus). (Wiehle 1960) Wiehleformel: 2-2-1-1 (Stäubli A 2013). Opisthosoma grau. Spinnwarzen ganz hell, weißlich mit schwacher Braun­ Färbung. (Wiehle 1960)

Weibchen

Auf der Unterseite die Umgebung der Epigyne weißlich, die hellen Teile der Epigyne satt gelb, von der Seite gesehen stark vorspringend. Decken der Buchlungen hell, gelblich, mit Stridulationsrillen. (Wiehle 1960)

Männchen

Pedipalpus: Hauptapophyse am Ende mit einer hakenförmigen Spitze (bei genauer Betrachtung von der Apophyse abgesetzt). Innenapophyse stark entwickelt. Außenapophvse am Ende abgerundet. Paracymbium: Endast sehr breit, am dorsalen Rand gezackt. Embolusabschnitt sehr kompliziert. (Wiehle 1960)

Lebensraum

Bevorzugt feuchte Biotope, meidet aber häufig überschwemmte Stellen (Schaefer 1972). In Torfmoos (Wiehle 1960).

Lebensweise

Lebenszyklus diplochron, Kopulationsmaxima in Frühjahr und Herbst (Schaefer 1972).

Verbreitung

Gongylidiellum vivum ist paläarktisch verbreitet (Bosmans et al. 2010).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise