Cyclosa oculata

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Cyclosa oculata (Walckenaer, 1802)
Dreispitz-Konusspinne
Oculata ackermann.JPG
Weibchen
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Araneidae (Radnetzspinnen)
Gattung: Cyclosa (Kreisspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:015670
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten EN
[CZ] Tschechien VU
[CZ] Oberschlesien ?
[D] Deutschlandmh===*
[D] Berlins===*
[D] Brandenburg G
[D] Baden-Württembergs *
[D] Mecklenburg-Vorp.mh<<↓↓ 3
[D] Nordrhein-Westfalens===*
[D] Schleswig-Holstein????D
[D] Sachsen 3
[D] Sachsen-Anhalt 2
[D] Thüringen 2
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz *
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
[SK] Slowakei NT
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Cyrtophora oculata

Merkmale

Körperlänge: Weibchen 5,5 mm, Männchen 4 mm (Nentwig et al. 2012).

Prosoma länglich und dunkel, mitunter völlig schwarz. Sternum dunkel mit einigen hellen Punkten.

Opisthosoma mit undeutlicher, braun-schwarzer Zeichnung. Terminal drei dorsale, spitze Fortsätze. Im vorderen Bereich des Hinterleibs zwei kleine Höcker.

Beine hell-dunkel geringelt. Femora in der proximalen Hälfte hell, distal dunkel.

Ähnliche Arten

Kann im Mittelmeerraum mit Cyclosa insulana verwechselt werden, die ähnliche Fortsätze am Opisthosoma besitzt, jedoch keine Höcker im vorderen Bereich. Auch hat diese meist eine silbrige Zeichnung auf dem Hinterleib. Kann ebenfalls genital unterschieden werden.

Lebensraum

Warme, trockene Wiesen, hauptsächlich in klimatisch begünstigten Gebieten (Nentwig et al. 2012).

Verbreitung

Paläarktisch. (World Spider Catalog 2020)

Lebensweise

Baut ein bodennahes Radnetz mit einem vertikalen Stabiliment. Dieses ist in der Regel durchgehend mit sogenanntem Detritus (Beutereste, Pflanzenstücke, alte Häutungen) verziert. Nur die Nabe bleibt frei, wo die Spinne gut getarnt zu finden ist. Bei Cyclosa conica, der zweiten mitteleuropäischen Art aus der Gattung, ist das Stabiliment meist nur teilweise oder gar nicht verziert.

Das vertikale Stabiliment wird bei einer Netzerneuerung in der Regel nicht abgebaut, sondern über längere Zeit verwendet. Im Labor konnte zudem beobachtet werden, dass Cyclosa oculata in bestimmten Situationen (z.B. bevorstehende Häutungen, schlechte Wetterlagen) ihr Fangnetz nicht abbaut, wie andere heimische Radnetzspinnen, sondern ein rudimentäres Radnetz baut und weiterhin auf der Nabe verharrt. (Zschokke S. & A. Bolzern 2007)

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise