Eratigena atrica

Aus Wiki der Arachnologischen Gesellschaft e. V.
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Tegenaria atrica C. L. Koch, 1843
Große Winkelspinne
Tegenaria atrica sdj2008.jpg
T. atrica, frontal
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Agelenidae (Trichterspinnen)
Gattung: Tegenaria (Kleine Winkelspinnen)
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:021197
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[AT] Kärnten NT
[CZ] Tschechien ES
[CZ] Oberschlesien *
[D] Deutschlandsh>==*
[D] Berlinh===*
[D] Brandenburg *
[D] Baden-Württembergmh *
[D] Mecklenburg-Vorp.mh== *
[D] Niedersachsen *
[D] Niedersachsen (H) *
[D] Niedersachsen (T) *
[D] Nordrhein-Westfalensh===*
[D] Schleswig-Holsteinmh===*
[NO] Norwegen LC
[PL] Bielitz-Biala ?
[PL] Kattowitz ?
[PL] Opole *
[PL] Oberschlesien *
[PL] Tschenstochau *
Synonyme und weitere Kombinationen
  • Eratigena atrica
  • Eratigena hibernica
  • Eratigena larva
  • Eratigena nervosa
  • Tegenaria derouetae
  • Tegenaria deroueti
  • Tegenaria nervosa

Biologie

Das Weibchen wird 12 - 18 mm groß, das Männchen 10 - 15 mm (Bellmann 2001).

Verbreitung

In Mitteleuropa weit verbreitet: NL, CH, D, A, S, SF, B, N, PL, GB, CS, F, E, RO, RU und Ukaine (Maurer & R. 1992). Nach Nordamerika eingeschleppt.

Lebensweise

Aufgrund der imposanten Erscheinung und der starken Behaarung als ''Schrecken der Hausfrauen'' grundlos gefürchtet. Kommt oft in Häusern vor, aber nicht ausschließlich dort.

Spinnen, welche nichts zu fressen finden, wandern ab. Bleibt die Art im Haus, darf man davon aus gehen, dass sie im Haus lebende Insekten vertilgt. Sie ist taktil hochempfindlich und hat dagegen eine sehr schwache Sehleistung. Wenn sie auf den Menschen zu läuft, nur deshalb, weil sie ihn nicht sieht.

Immer wieder wird behauptet, diese Art entstiege aus dem Abflüssen von Badewannen und Waschbecken. Das ist absoluter Unsinn. Sie findet auf glatten Flächen keinen Halt, rutscht auf Kacheln ab und fällt deshalb gelegentlich in Waschbecken und Badewannen, die sie ohne menschliche Hilfe nicht wieder verlassen kann.

"Gäste" in der Spüle

Aussehen

Die Grundfärbung ist hellbraun mit dunklen Zeichnungen. Das Prosoma weist zwei unscharf begrenze Längsbinden auf. Auf dem Opisthosoma befindet sich eine Reihe von Winkelflecken. Die Beine sind einfarbig (Bellmann 2001).

Eine sichere Determination sollte genitalmorphologisch erfolgen, da eine Verwechselung mit anderen Tegenaria-Arten nicht immer auszuschließen ist.

Männchen

Männchen


Weibchen

Weblinks

Lemke M (2014): Nachweiskarte Schleswig-Holstein einschließlich Hamburg (Projekt 2017 beendet und Domain gelöscht). Vorlage:Arageslinks

Quellen

  • Bellmann H (2001): Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Frankh-Kosmos Verlag. ISBN 3-440-09071-X, 304 S.
  • Maurer, R. (1992): Checkliste der europäischen Agelenidae nach der Roewerschen Systematik 1954 - unter Berücksichtigung angrenzender östlicher Gebiete, 1-99.