Erigone capra: Unterschied zwischen den Versionen

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===Quellen der Nachweise===
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Version vom 7. September 2015, 05:11 Uhr

Erigone capra O. P.-Cambridge, 1874
Versprengte Glückspinne
Systematik
Ordnung: Araneae (Webspinnen)
Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen)
Gattung: Erigone (Glückspinnen)
Reifezeit (Nentwig et al. 2012)
Monat:123456789101112
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Weitere Informationen
LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:010423
Gefährdung nach Roter Liste
Rote Liste-Daten liegen uns für dieses Taxon nicht vor.

Merkmale

Körperlänge: Weibchen erreichen 1,9 bis 2,8 mm, Männchen 1,8 bis 2,8 mm (Nentwig et al. 2015).

Prosoma Fovea deutlich als Einkerbung erkennbar. Augen hintere Augenreihe gerade, vordere Mittelaugen deutlich kleiner als Seitenaugen. Sternum glatt, nach hinten verlängert. Beine Länge des Femurs Ⅰ kleiner als die des Prosomas, Femur Ⅰ ohne dorsale Borsten, ohne prolaterale Borsten auf Femur Ⅰ, ohne prolaterale Borsten auf Tibia Ⅰ, Lage des TMⅠ in Klassen: 0,40–0,49 mm, Metatarsus Ⅳ dorsal ohne Trichobothrium, Metatarsus Ⅰ ohne dorsale Borsten, Tibia Ⅳ mit einer dorsalen Borste, Anzahl dorsaler Borsten auf Tibia Ⅰ–Ⅳ (Wiehleformel): 2-2-2-1, Tibia Ⅰ–Ⅱ ventral ohne Stacheln. Opisthosoma einfarbig, unauffällig. (Stäubli A 2013)

Weibchen

Prosoma Längenklasse 0,8–1,0 mm, unauffällig. Chelizeren Zähne auf dem vorderen Falzrand nicht auffallend groß, ohne auffällige Strukturen auf dem Chelizerengrundglied, Gnathocoxen unauffällig. Pedipalpen Kralle nicht/undeutlich vorhanden. Epigyne mit Mittelplatte/Mittelsteg, vorgewölbt, Vulvenstrukturen (z. Bsp. Rezeptacula) deutlich durchscheinend (Stäubli A 2013)

Männchen

Prosoma Längenklasse 1,0–1,2 mm, Längenklasse 1,2–1,4 mm, mit randlichen Zähnchen. Kopfregion mit Erhöhung. Chelizeren auffallend große Zähne auf dem vorderen Falzrand, auffällige Apophysen/Zahnwarzen/Haarhöcker auf dem Chelizerengrundglied. Gnathocoxen mit Zahn/Zähnen/Haarwarzen. Pedipalpen Femur auffällig, Patella mit Apophysen, Tibia mit mehreren einfachen Apophysen, Cymbium einfach, Paracymbium einfach, Längs- und Querast des Paracymbiums ohne Zähne, Embolus unauffällig, ohne Lamella characteristica. (Stäubli A 2013)

Lebensraum

Hygrophil. In Wiesenhabitaten, Hochmooren und an Ufern (Nentwig et al. 2015). Kommt häufig an überschwemmten Stellen der Salzwiesen vor (Schaefer 1972). An Sandstränden, Seeufern und Weideflächen (Martin 2009).

Verbreitung

Holarktisch (World Spider Catalog 2015).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

Quellen der Nachweise