Gongylidiellum vivum: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 3. März 2015, 12:08 Uhr
| Gongylidiellum vivum (O. P.-Cambridge, 1875) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Nagel-Däumlingsspinnchen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Männchen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Systematik | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ordnung: Araneae (Webspinnen) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Familie: Linyphiidae (Zwerg-/Baldachinspinnen) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gattung: Gongylidiellum (Däumlingsspinnchen) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Reifezeit (Harvey 2014) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Verbreitung in Europa[Quellen] | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
etabliert, nicht etabliert, nicht betrachtet
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| Weitere Informationen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| LSID WSC: urn:lsid:nmbe.ch:spidersp:010698 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gefährdung nach Roter Liste | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Merkmale
Körperlänge: Weibchen erreichen 1,5 bis 1,9 mm, Männchen 1,2 bis 1,5 mm (Nentwig et al. 2012).
Sternum netzartig genarbt und schwarz übertönt, fein chagriniert. Thoraxrand schwach und undeutlich dunkel. Radiärstreifen undeutlich, Mittel fleck dunkel begrenzt. Augenstellung: HA-Reihe gerade, Augen gleich groß und gleich weit voneinander getrennt, wenig mehr als d. VA-Reihe schwach prokurv (beim Männchen gerade), Augen gleich weit getrennt. VSA 1 1/2 mal so groß wie die VMA, Trapez der MA länger als hinten breit; Clypcus etwa so hoch wie das MA-Trapez lang. Sternum herzförmig, so lang wie breit, netzartig genarbt, schmal zwischen die Ⅳ. Coxen geschoben, gerade abgeschnitten (halbe Breite der Ⅳ. Coxen). Ⅳ. Coxen mit Schrillzahn. Coxen gelbbraun, der distale Rand schwarz markiert, mit wenig schwarzen Flecken. Unterlippe dunkel, Gnathocoxen braun. Chelizeren kräftig, braun, schuppenförmig genarbt. Außenseite mit Stridulationsleisten wie bei den übrigen Arten der Gattung. Vorderer Klauen furchenrand mit vier wohlausgebildeten Zähnen, zu denen ein fünftes winziges Zähnchen tritt. 2—4 fächerförmig gestellt; hinterer Rand mit vier auf einer Leiste stehenden Zähnchen, fast von der halben Länge des Anschlagzahnes. (Männliche Chelizeren ohne das fünfte Zähnchen des Vorderrandes, Vorderseite mit der zahnförmigen Haarwarze.) Beine: 4123, gelbbraun bis braun, Basis der Tibia aufgehellt. Tibia Ⅰ und Ⅱ mit zwei Borsten. Ⅲ und Ⅳ mit einer. Länge der basalen Borste Ⅰ—Ⅲ 1 1/2 d. Ⅳ 2 d (die distale Borste auf Ⅰ und Ⅱ kürzer und mehr gebogen); Stellung der basalen Borste Ⅰ—Ⅲ 0,16—0,19. Ⅳ 0,20—0,27. Stellung des Becherhaares auf Metatarsus Ⅰ—Ⅲ 0,32—0,38. Länge der Tarsen 0,81—0,85 Metatarsus, Hauptkrallen mit 5—6 Zähnchen, das distale nicht halb so lang wie der Endabschnitt, bei Ⅲ und Ⅳ der Endabschnitt verhältnismäßig länger. (Beine des Männchens wie beim Weibchen, die basalen Tibialborsten unbedeutend kürzer, die Tars. relativ kürzer, bei Ⅲ und Ⅳ 0,70 Metatarsus). (Wiehle 1960) Wiehleformel: 2-2-1-1 (Stäubli A 2013). Opisthosoma grau. Spinnwarzen ganz hell, weißlich mit schwacher Braun Färbung. (Wiehle 1960)
Weibchen
Auf der Unterseite die Umgebung der Epigyne weißlich, die hellen Teile der Epigyne satt gelb, von der Seite gesehen stark vorspringend. Decken der Buchlungen hell, gelblich, mit Stridulationsrillen. (Wiehle 1960)
Männchen
Pedipalpus: Hauptapophyse am Ende mit einer hakenförmigen Spitze (bei genauer Betrachtung von der Apophyse abgesetzt). Innenapophyse stark entwickelt. Außenapophvse am Ende abgerundet. Paracymbium: Endast sehr breit, am dorsalen Rand gezackt. Embolusabschnitt sehr kompliziert. (Wiehle 1960)
Lebensraum
Bevorzugt feuchte Biotope, meidet aber häufig überschwemmte Stellen (Schaefer 1972). In Torfmoos (Wiehle 1960).
Lebensweise
Lebenszyklus diplochron, Kopulationsmaxima in Frühjahr und Herbst (Schaefer 1972).
Verbreitung
Gongylidiellum vivum ist paläarktisch verbreitet (Bosmans et al. 2010).
Bilder
- Weibchen
- Männchen
Weblinks
Nachweis- und Verbreitungskarten
- Lemke M (2014): Nachweiskarte Schleswig-Holstein einschließlich Hamburg (Projekt 2017 beendet und Domain gelöscht).
- Arachnologische Gesellschaft (2020): Atlas der Spinnentiere Europas.
- Tutelaers P (2026): Benelux spider distribution maps.
Weitere Links
- Fotogalerie der AraGes e. V. zu Gongylidiellum vivum
- Beschreibung von Gongylidiellum vivum in „araneae - Spiders of Europe”
- Bilder von Gongylidiellum vivum auf den Seiten von Pierre Oger auf Piwigo.com
Quellen
- Bosmans R, Cardoso P & Crespo LC (2010): A review of the linyphiid spiders of Portugal, with the description of six new species (Araneae: Linyphiidae). Zootaxa 2473, S. 1–67, ISSN 1175-5326, doi:10.11646/zootaxa.2473.1.
- Harvey P [Koord.] (2014): Spider and Harvestman Recording Scheme. British Arachnological Society.
- Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2012): Spinnen Europas. Version 01.2012. Online https://www.araneae.nmbe.ch, doi:10.24436/1.
- Schaefer M (1972): Beitrag zur Spinnenfauna Schleswig-Holsteins (Araneae: LInyphiidae und Micryphandidae). Schr. Naturw. Ver. Schlesw.-Holst. Band 42, S. 94–103.
- Stäubli A (2013): Interaktiver Schlüssel zur Familie Linyphiidae. Universität Bern Version Mai 2013, 1 S.
- Wiehle H (1960): Die Tierwelt Deutschands und der angrenzenden Meeresteile, 47. Teil Spinnentiere oder Arachnoidea XI: Micryphandidae — Zwergspinnen. Gustav Fischer Verlag, Jena, 620 S.
Quellen der Nachweise
- Nentwig W, Blick T, Bosmans R, Gloor D, Hänggi A & Kropf C (2020): Spinnen Europas. Online https://www.araneae.nmbe.ch (automatisch synchronisiert), doi:10.24436/1.