Odiellus spinosus: Unterschied zwischen den Versionen

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==Merkmale==
==Merkmale==
'''Körperlänge''': Weibchen werden 7 bis 10,5 mm lang werden, Männchen 7 bis 8,5 mm. <ref name="martens">{{lit_martens}}</ref>
'''Körperlänge''': Weibchen können 7 bis 10,5 mm lang werden, Männchen 7 bis 8,5 mm. <ref name="martens">{{lit_martens}}</ref>


Die ''{{PAGENAME}}'' sind relativ große, kurzbeinige und plumpe Weberknechte.  
Die ''{{PAGENAME}}'' sind relativ große, kurzbeinige und plumpe Weberknechte.  


Bei dem insgesamt &bdquo;stacheligen&rdquo; ''{{PAGENAME}}'' fallen sofort die drei kräftigen, geraden, fingerartigen Dornen am vorderen Rand des &bdquo;Kopfes&rdquo; auf. Solche Dornen hat kein anderer Weberknecht. Die Grundfarbe des oft dicklichen ''{{PAGENAME}}'' ist hell bräunlich bis bräunlichgrau, gepaart mit hellen, feinen (< 1 mm) runden Pünktchen. Markant für die Art ist die vorn noch undeutliche Sattelzeichnung, die weiter hinten mit einem tiefschwarzen, kurzen &bdquo;Spiegel&rdquo; endet. Die Femura von ''{{PAGENAME}}'' sind noch subkantig, wogegen die dicken Patella und Tibia markant 4 bis 5 eckig sind. Die im Gegensatz zu Tibia recht dünnen Tarsen sind rundlich im Querschnitt und sehr fein gegliedert. <ref name="martens"/>
Bei dem insgesamt &bdquo;stacheligen&rdquo; ''{{PAGENAME}}'' fallen sofort die drei kräftigen, geraden, fingerartigen Dornen am vorderen Rand des &bdquo;Kopfes&rdquo; auf. Solche Dornen hat kein anderer Weberknecht. Die Grundfarbe des oft dicklichen ''{{PAGENAME}}'' ist hell bräunlich bis bräunlichgrau, gepaart mit hellen, feinen (< 1 mm) runden Pünktchen. Markant für die Art ist die vorn noch undeutliche Sattelzeichnung, die weiter hinten mit einem tiefschwarzen, kurzen &bdquo;Spiegel&rdquo; endet. Die Femura von ''{{PAGENAME}}'' sind noch subkantig, wogegen die dicken Patella und Tibia markant 4 bis 5 eckig sind. Die im Gegensatz zur Tibia recht dünnen Tarsen sind rundlich im Querschnitt und sehr fein gegliedert. <ref name="martens"/>


==Lebensraum==
==Lebensraum==

Version vom 18. September 2012, 17:41 Uhr

Odiellus spinosus (Bosc, 1792)
Großer Sattelkanker
Odiellus spinosus (w) IMG 4559.jpg
Weibchen
Systematik
Ordnung: Opiliones (Weberknechte)
Familie: Phalangiidae (Schneider)
Gattung: Odiellus
Verbreitung in Europa[Quellen]
    etabliert,    nicht etabliert,    nicht betrachtet
Gefährdung nach Roter Liste
RegionBSLTKTRFRRL
[D] Deutschlandmh>=*
[D] Berlin *
[D] Bayern G
[D] Bayern SL G
[D] Bayern T/S G
[D] Sachsen-Anhalt D

Merkmale

Körperlänge: Weibchen können 7 bis 10,5 mm lang werden, Männchen 7 bis 8,5 mm. (Martens 1978)

Die Odiellus spinosus sind relativ große, kurzbeinige und plumpe Weberknechte.

Bei dem insgesamt „stacheligen” Odiellus spinosus fallen sofort die drei kräftigen, geraden, fingerartigen Dornen am vorderen Rand des „Kopfes” auf. Solche Dornen hat kein anderer Weberknecht. Die Grundfarbe des oft dicklichen Odiellus spinosus ist hell bräunlich bis bräunlichgrau, gepaart mit hellen, feinen (< 1 mm) runden Pünktchen. Markant für die Art ist die vorn noch undeutliche Sattelzeichnung, die weiter hinten mit einem tiefschwarzen, kurzen „Spiegel” endet. Die Femura von Odiellus spinosus sind noch subkantig, wogegen die dicken Patella und Tibia markant 4 bis 5 eckig sind. Die im Gegensatz zur Tibia recht dünnen Tarsen sind rundlich im Querschnitt und sehr fein gegliedert. (Martens 1978)

Lebensraum

Odiellus spinosus besiedelt in der Regel trockene Waldgesellschaften, wird aber auch oft synanthrop gefunden. (Martens 1978)

Verbreitung

Vorkommen in Mitteleuropa. Recht selten. (Martens 1978)

Reifezeit

Adulte Exemplare trifft man von Anfang Juli bis Ende Dezember, mit der Hauptaktivität im November. Subadulte Tiere sind von Juni bis August zu finden. (Wijnhoven 2009).

Bilder

Weblinks

Nachweis- und Verbreitungskarten

Weitere Links

Quellen

  • Martens J (1978): Die Tierwelt Deutschlands 64. Teil, Weberknechte, Opiliones. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 464 S.
  • Wijnhoven H (2009): De Nederlandse hooiwagens (Opiliones). Supplement Bij Nederlandse Faunistische Mededelingen, 118 S., ISSN 1875-760X.

Quellen der Nachweise